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Kritik: The Descent
Eine Gruppe von Höhlenforscher treffen auf mysteriöse Höhlenwesen...

The Descent
cast.
 myanna buring, natalie jackson mendoza, shauna macdonald
regie. neil marshall
kritik. joey


Inhalt:

Eine Gruppe aus sechs jungen Frauen macht einen Ausflug in einen Wald, wo sie zusammen eine Höhle erkunden wollen. Unten angekommen kraxeln sie immer weiter durch die dunkle und kalte Höhle, bis plötzlich ein paar Steine herunterfallen und den Ausgang versperren, doch nicht nur die Suche nach einem Weg in die Freiheit bringt die Frauen an ihre psychischen und physischen Grenzen, sondern auch mysteriöse Höhlenwesen, die menschengleich aussehen und Jagd auf die Frauen machen…

Kritik:
Zugegeben, die Story rund um „The Descent“ von Regisseur Neil Marshall ist nicht wirklich neu geschweige denn originell. Dennoch holte man hier aus der düsteren Location, einer Höhle mitten im Nirgendwo alles raus. Die erste Hälfte des Horrorthrillers ist wirklich nicht besonders interessant. Neben einer sehr guten Schocksequenz wird einem hier sehr wenig bis gar nichts geboten. Dennoch ist dieser Teil notwendig, um dem Zuschauer die Bergsteigerinnen näher zu bringen, ihre unterschiedlichen Charakterzüge die später im Film dann noch von Bedeutung sind. Man hätte dies aber wirklich kürzer fassen können. Denn hier zieht sich der Film gleich zu Beginn arg in die Länge und man wartete vergeblich auf das Hinabsteigen in die geheimnisvolle Höhle.

Dort kommt man dann nach gut einem drittel der Zeit dann auch Gott sei Dank an. Die Erkundschaftung ist sehr interessant und spannend inszeniert. Die unerschrockenen Frauen tasten sich weiter und weiter in ihr eigenes Verderben. Kurz darauf werden sie verschüttet und sehen sich von nun an einer geheimnisvollen Gefahr ausgesetzt die in der Höhle zu Hause ist und nach ihrem Leben trachtet. Was nun in „The Descent“ passiert entschädigt allemal für die durchwachsende erste Hälfte durch die man sich mühevoll gekämpft hat. Eine klaustrophische und beängstigende Stimmung kommt auf und geht perfekt auf den Zuschauer über.

Geschickt gelingt es dem Regisseur die düstere und geheimnisvolle Location der Höhle bis ins kleinste Detail auszukosten. Das immer dunkle Bild und die nur begrenzte Sichtverhältnisse durch die kleinen Lichtkegel der Taschenlampen beängstigt auf bedrückende Art und Weise. Sichtverhältnis gleich Null, brutale Gestalten und Blut en Masse lassen den Zuschauer öfter Erschrecken und Ekeln als ihm lieb ist. Die Schocksequenzen sind Qualitativ hervorragend und üppig in der gesamten zweiten Hälfte verstreut. Das liegt aber auch daran, dass der Zuschauer mit den Bergsteigerinnen bedingt durch die erste Hälfte ein enges Verhältnis aufgebaut hat und damit wie ein Verrückter mitfiebert. Der Puls rast auf 180 und die beklemmende Atmosphäre will nicht mehr aufhören. Ein Höllentrip wie er im Lehrbuch steht.

Hinzu kommen sehr brutale Splatterszenen mit Tonnenweise Blut. In ihrer dramatisch verzwickten Situation wissen sich die Frauen mit allen Mitteln zu verteidigen. Ein Kampf um Leben und Tod. Mit Knüppeln, schweren Steinen und weiteren Utensilien die die Höhle hergibt wehrt man sich gegen die Überzahl an Gegnern. Da werden Köpfe eingeschlagen, Augen eingequetscht und Gliedmaßen abgetrennt. Mit jedem Mittel setzt man sich in der Not zur Wehr um den brutalen Geschöpfen der Finsternis zu entkommen.

Die negativen Aspekte des Films sind neben der leider sehr langweiligen ersten Hälfte die fürchterlichen Schnitte der Actionsequenzen. Fällt dies bei den Schocksequenzen nicht so schwer ins Gewicht ist es bei den brutalen Splatterszenen einfach nur noch lästig und ärgerlich. Dies muss zu Punktabzug führen das es den Filmgenuss erheblich stört. Schade, denn sonst wäre noch weitaus mehr drin gewesen.


Fazit:

„The Descent“ von Regisseur Neil Marshall ist nichts für schwache nerven. Extreme Spannung verbindet sich mit sehr brutalen und teilweise ekligen Szenen die nichts für schwache Nerven sind. Endlich mal wieder ein brutaler Horrorfilm der alles andere als stumpfsinnig ist, sondern den Zuschauer permanent Angst macht und schockt.


 

Wertung: 7.0 | 10

 
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