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Film Kritik
 
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Kritik: The Detonator

Story:
Wesley Snipes ist Sonni Griffith, ein topp ausgebildeter US Secret Agent, der bei der Durchreise durch Europa eine Zeugin vor schießwütigen Bandenmitglieder beschützen muss. Doch sie haben nicht mit der tödlichen Entschlossenheit eines Sonni Grifith gerechnet...

regie :
po-chih leong
cast  : wesley snipes
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Nun ist unser Action-Star Wesley Snipes definitiv in die tiefen und düsteren Katakomben des B- Movie- Action- Genres abgetaucht. Was sich mit dem unterdurchschnittlichen "Unstoppable" angedeutet hat ist nun Realität. Snipes leistet seinen Action-Heros von früher, Steven Seagal, Dolph Lundgren und Van Damme, im B-Movie Sumpf Gesellschaft. Freiwillig oder unfreiwillig, Tatsache ist, dass sich die Action-Fans der 80er und 90er Jahre Flicks nun ihre Helden in billigen Produktionen ansehen müssen die zumeist aus Budget-Gründen in osteuropäischen Ländern gedreht wurden.

Nicht anders verhält es sich auch bei Regisseur Po-Chih Leong's Actionstreifen "The Detonator" mit dem unpassenden deutschen Untertitel "Brennender Stahl". Wesley "Blade" Snipes spielt darin eine typische DTV-Action-Figur, eine Kampfmaschine, hochkarätig ausgezeichnet und perfekt ausgebildet. Böse Jungs wollen hübscher Frau ans Leder. Doch sie haben nicht mit Wesley Snipes gerechnet. Eine wirklich typische Konstellation welche angesichts der guten Performance von Snipes und der reichhaltigen Action aufgewertet wird und über manche Story-Schwächen hinwegblicken lässt.

Da wären zum Beispiel die gleich zu Beginn erscheinenden Terroristen, die eine Chemie-Waffe stehlen und deren Aktion erst zum Ende hin Sinn macht. Ihre wenigen Szenen über den Film verteilt lassen manch einen Zuschauer die Stirn runzeln. Oder die Genre-typischen Gangster, die im Kanonenhagel umfallen wie Pappfiguren und nur äußerst selten eine wirkliche Chance haben. Ständige Angriffe und versuchtes Kidnapping werden steht's von Action-Star Snipes mit einer gehörigen Packung Action zu Nichte gemacht.

Auch wenn das Drehbuch Schwächen hat, gelingt es dem Film trotz alldem Spannung aufzubauen wie z.B. durch die Entschlossenheit der gegnerischen Seite oder die nicht ganz durchschaubare Polizei-Riege. Spielt hier wer ein doppeltes Spiel, woher wussten die Bösen von dem Aufenthalt von Snipes und seiner Zeugin. Hier wird story-technisch weitaus mehr geboten als in den vergangenen Snipes oder Seagal- Streifen.

Kernpunkt ist natürlich noch immer die Action. Hier hebt sich der Film in windeseile von seinen DTV-Kollegen ab und weiß mit fantastischer handgemachter Action sehr zu überzeugen. Diverse Schießereien werden mit netten Einschusslöchern, derb blutigen Shootouts und einem hohen Bodycount aufgewertet.

Zudem ist die actionarme "Unstoppable"- Zeit zu Ende und Snipes schießt sich den Weg mit Pistole, Pumpgun und MGs frei. Natürlich kommen auch die Passagier 57"- Fights nicht zu kurz und so beweist Snipes auf ein Neues dass er eine große Auswahl an gut choreographierten Moves und Kicks beherrscht mit denen er einige Knochen zu brechen vermag. In guter Form präsentiert sich ein leicht abgetauchter Star, der seinen Action-Kollegen mit "The Detonator" Feuer unter dem hintern macht.

Um noch kurz etwas zu den Schauspielern zu sagen, sie spielen ihre Rolle auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau aus dem vor allem Silvia Colloca heraussticht mit ihrem beinahe schon Model-ähnlichen Traummaßen und ihrem bezaubernden Aussehen. Wie schon Lundgren und Seagal bemerkten, pusht solch eine Partnerin den Film ungemein und steigert mit Sicherheit die Anzahl der Zuschauer.

Fazit:
Endlich mal wieder ein guter Actionstreifen der Direct-to-Video veröffentlicht wurde. Snipes beweist, dass er noch immer topp fit ist und legt überzeugende Kämpfe und Schlagfertigkeit mit der Waffe hin. Ein paar Story-Schwächen verzeiht man bei der durchweg gut gebotenen Action die in einem spannenden Showodwn endet. Für Action-Fans ein "Must-See" und auch alle anderen können hier einen Blick riskieren.


04
/ 10

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