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Deutschland. Ein Sommermärchen

Story:
"
Deutschland. Ein Sommermärchen" heißt das neueste Machwerk von Sönke Wortmann, der sich bereits mit der Verfilmung des Wunders von Bern unter Fussballfanatikern ein Denkmal gesetzt hat. Doch diesmal hatte er kein Drehbuch – das brauchte er auch nicht, denn die besten Drehbücher schreibt das Leben selbst und herausgekommen ist die Dokumentation über eine Mannschaft, die sich im Sommer 2006 in unsere Herzen gekickt hat.

regie :
söhnke wortmann
cast  : klinsmann, poldi, schweini
gastkritik : christian schmitz
 

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Kritik:
Jeder Fussballfan wollte doch schon mal gerne sehen, wie es hinter den Kulissen der Nationalmannschaft aussieht. Den Gefallen tut uns nun Sönke Wortmann mit der Aufarbeitung des WM-Sommers aus der Sicht der deutschen Nationalmannschaft.

Mit der größten und einzigen Enttäuschung dieses Turniers fängt das Ganze an: Niedergeschlagene Spieler, die nach dem verlorenen Halbfinale gegen Italien stillschweigend und schockiert in der Kabine niederkauern.

Nach dieser kurzen Einspielung beginnt jedoch - erwartungsgemäß und logisch - die Chronologie, die vom Vorbereitungstrainingslager bis hin zur Abschlussparty auf der Berliner Fanmeile die taktische und psychologische Vorbereitung auf die Spiele zeigt. Die wirklich sehr gut ausgesuchten Spielszenen sind teilweise mit Original-Radiokommentar unterlegt, ansonsten mit passender Musikuntermalung.

Dieses Schema zieht sich durch die gesamten 110 Minuten, zwischendurch gibt es Interviews und allerlei kuriose Situationen rund um die Spieler, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Der ein oder andere Spieler dürfte sich nach der Ausstrahlung unter den Fans noch größerer Beliebtheit erfreuen dürfen.

Darüber hinaus werden immer wieder überraschende Einblendungen und Kamerapositionen geboten. Gebannt, fasziniert und nochmals mitfiebernd sitzt man in seinem Kinosessel und kann sich kaum den Jubelschrei nach einem Tor verkneifen. Besonders gut räumt man hier aber auch mit dem Klischee auf, Fussball sei nur sinnloses hinter-dem-Ball-her-gerenne, aber das weiß der Fan ja sowieso.

Nun kommen wir aber mal zum Negativen: "Deutschland. Ein Sommermärchen" ist wirklich nur den Fans zu empfehlen oder denjenigen, die es wirklich während des Weltmeisterschaftsturniers geworden sind. Unkundige werden sich immer wieder die Frage stellen: Wer zum Teufel ist das? Ist das ein Spieler oder ist das ein Betreuer? Hier hätte schon die ein oder andere Namenseinblendung weitergeholfen.

Dazu kommt die anfangs sehr aufgezwungen wirkenden Musikeinspielungen von Xavier Naidoo, die einem nach der Zeit wirklich auf die Nerven gehen können – dies war sicherlich unnötig.


Fazit
:
In erster Linie wurde diese Dokumentation natürlich für die Fans gemacht, und die werden auch mehr als zufrieden sein, denn näher am Geschehen kann man nicht mehr sein. Unkundige sollten sich wirklich den Kauf der Kinokarten zweimal überlegen, ist eine Fussballdokumentation doch etwas sehr spezielles. Als solche ist sie aber sehr zu empfehlen.

7,5 / 10

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