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Diary of the Dead (2007)

Story:
Ein paar Freunde drehen im Wald zusammen einen Mumienfilm, als sie auf einmal erfahren, dass weltweit Unheimliches im Gange ist und die Toten wieder auferstehen. Verängstigt machen sie sich daraufhin auf den Weg zurück zu ihren Familien, wobei sie den Untoten direkt in die Arme laufen...

regie :
george romero
cast  : nicht george clooney
kritik :
christian mester
 

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Kritik:
Romeros vierter Teil der Dead-Reihe, „Land of the Dead“ war 2005 ein annehmbarer Hit und konnte mehr als das Dreifache seines Budgets einspielen, trotzdem hatte der Mann danach beachtliche Schwierigkeiten, einen Teil 5 finanziert zu kriegen. Gute und kostengünstige Ideen waren daher gefragt, also entschloss er sich, einfach mal eine andere Perspektive einzusetzen. Ähnlich wie bei „Cloverfield“ drehte man „Diary“ daher aus Sicht mehrerer Digitalkameras - wobei „Diary“ jedoch faktisch vor seinem prominenteren Kollegen gemacht wurde und damit der Vorbereiter der Technik wäre, übersähe man „The Blair Witch Project“ und „The Last Broadcast“ - und das auch inhaltlich wieder aus demselben Grund: die Beteiligten wollen vermeintlichen Findern ihrer späteren Überreste fest halten, was sie in Zeiten des Schrecken alles erlebt haben.

Ein prinzipiell nutzbares Konzept, das im Film aber nur in Ausnahmen funktioniert. Mehrfach führt die neue Sicht zu gut gemachten Szenen, doch fast immer vermiesen die schlechten Darsteller sämtliche positiven Eindrücke. Während das Zombie Make-Up mal wieder gelungen ist, trafen die Einsparungen des Budgets leider hauptsächlich die Besetzung des Films, weswegen man alle Rollen an vollkommen Unbekannte verteilte. Bei „Night“, „Dawn“ und „Day“ war das noch kein Problem, da es gute Leute waren, hier aber greift Romero zum ersten Mal gehörig daneben.

Alle jungen Darsteller spielen schlecht und sind so charakterlos, dass man alsbald für die Untoten stimmt und hofft, dass sie die belanglosen Teenager möglichst verfrüht das Zeitliche segnen lassen. Dass man wie bei den meisten Teilen von „Freitag der 13te“ eben diesen Gedanken hegen soll, ist allerdings auszuschließen, da man laufend bedeutungsschwangere Diskussionen führt und versucht, dieses fiktiv aufgezeichnete Werk als tiefsinnigen Nachlass zu gestalten. Ja, es finden sich darin Bruchstücke sozialkritischen Anspruchs, doch wie auch schon in „Dawn“ fällt dieser wieder extrem oberflächlich aus, sodass der Großteil der Tiefgründigkeit mal wieder aus eigens erweiterten Interpretationen kommt. Romero ist demnach auch weiterhin nicht der George Orwell seines Genres.

Muss er ja aber auch nicht, denn wenn schon Spannung nichts ist, dann kann der Rest ja zumindest als Popcornfilm Spaß machen. Denkste. Die Action fällt nämlich eher gering aus, die meisten Schockszenen sind billig inszeniert und wenn der Kameramann fleißig kommentierend weiter dreht anstatt seinen angegriffenen Freunden zu helfen, driftet „Diary of the Dead“ ins bodenlos Bescheuerte ab. Der Einsatz von auffälligem CGI-Blut reißt einen aus manchen Szenen und überhaupt bleibt die Vermutung, dass Romero viel zu unvorbereitet und mit viel zu wenig Geld an die ganze Produktion gegangen ist. Die Kombination miserabler Darsteller und billiger Optik führt leider dazu, dass „Diary of the Dead“ nicht wie das neue hochkarätige Werk eines namhaften Horrorveterans wirkt, sondern eher wie ein leicht besseres Schülerprojekt.

Da kann auch die Story nichts retten, die gegen Ende zwar einen gelungen Bogen zur Eröffnungsszene schlägt, insgesamt aber nichts als ein Herumeiern von Ort zu Ort ist, die aufgrund des geringen Budgets – Geld für Lichtsetzer gab es scheinbar nicht – fast immer in starker Dunkelheit gehüllt sind.

Fazit:
"Diary of the Dead" ist ausgestorben schlecht.


1,5
/ 10

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