Story:
Jerry Shaw stand sein ganzes
Leben lang im Schatten seines Zwillingsbruders Ethan, der angesehener Offizier
in der Air Force war. Als der plötzlich tot aufgefunden wird, ändert diese
Wendung sein ganzes Leben. Auf seinem Konto erscheinen unverhofft 750.000 $ und
an seine Hausadresse wurden modernste Spionagewaffen und Abhörgeräte geschickt.
Einzig eine mysteriöse Frau am Telefon scheint über die mysteriösen Hintergründe
informiert zu sein....
regie :
dj caruso
cast :
shia labeouf, michelle monaghan
kritik :
jan pokorski
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Kritik:
Eagle Eye ist ein
kurzweiliger Thriller, mehr allerdings nicht.
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"Bumble? Wir brauchen deine Hilfe!"
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Spielberg-Protegé Shia LaBeouf
ist momentan ein gefragter Jungdarsteller in Hollywood. Seine Rollen sind stets
nach dem gängigen Muster aufgebaut, wonach er unfreiwillig in eine missliche
Lage gerät und sich aus dieser wieder herauswinden muss. Dies war bei
Transformers so, bei Disturbia, bei Indy 4 und wird auch bei Eagle Eye
fortgesetzt.
Von Anfang an hat der Zuschauer allerdings zu kämpfen, denn der Story-Verlauf
des Films ist wirr und man bekommt echte Schwierigkeiten, keine wichtigen
Details zu verpassen. Lose Handlungsstränge werden wild zerstreut, um erst am
Ende zu einem Ganzen zusammengeflochten zu werden. Die Geschichte wird rasant
und ohne wirklich Zeit zum Luftholen erzählt. Actionsequenzen sind über den
gesamten Film verteilt und fallen durchweg recht furios aus. Ein weniger
hektischerer Schnitt und einen andere Kameraperspektive hätten der Übersicht
meistens gut getan. Oft ist man kameratechnsich zu nah am Geschehen und verliert
leicht die Orientierung, was das Verfolgen von Jerry unnötig erschwert.
Insgesamt unterhält Eagle Eye und ist sehr professionell umgesetzt: so sieht man
dem Film sein Budget von über 100 Millionen $ in jeder Sekunde an.
LaBeouf meistert die Rolle des unbeholfenen Protagonisten, der in extremen
Situtationen über sich hinauswachsen muss sehr gut, wenn die Rolle allerdings
auch nicht wirklich viel Anspruch verlangt.
Der restliche Cast ist ebenfalls prominent besetzt - Michael Chiklis aus
Fantastic Four und The Shield spielt einen Cop, Michelle Monaghan aus Mission
Impossible 3 und Kiss Kiss, Bang Bang Jerrys Begleiterin, Rosario Dawson aus
Death Proof und Billy Bob Thornton runden das Feld gelungen ab. Es sticht zwar
keiner schauspielerisch heraus, doch alle erfüllen ihren Zweck und passen zur
Geschichte.
Eagle Eye's wirklicher Knackpunkt findet sich allerdings gegen Filmmitte, in der
mit einem Plottwist plötzlich der wahre Bösewicht offenbahrt wird.
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"Wo ist nur Gene Hackman, wenn man den mal
braucht?"
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Wer das ist, sei an dieser Stelle
natürlich nicht verraten, aber die Enthüllung ist ehrlich gesagt eher
enttäuschend. Zwar ist sie nicht sonderlich vorhersehbar, aber was die Schreiber
sich hier als originelle Wahl vorstellten, ist im Kontext des Filmes zu
unrealistisch und zu weit hergeholt. Auch ist der große geheime Plan des
Bösewichts weitaus weniger spektakulär als bei all demrAction und der Spannung
im Vorfeld angenommen. Auch das Ende fällt relativ flach und typisch aus, was
den Eindruck noch einmal schmälert.
Die flotte Inszenierung und das manchmal atemberaubende Tempo machen dies
allerdings zum Teil wieder wett, sodass man trotzdem gut unterhalten wird.
Sehr gut eingefangen wird insbesondere das Element der totalen Überwachung:
scheinbar mühelos kann man sich der mysteriöse Gegenspieler über alles
hinwegsetzen und nahezu jede elektronische Einheit kontrollieren und zur
Überwachung der Hauptfiguren nutzen. Dezente Erinnerungen an Tony Scott’s
„Staatsfeind Nr.1“ werden wach.
Fazit:
Eagle Eye ist
teilweise ein spannender und actiongeladener Thriller, verschenkt jedoch zuviel
Potenzial, um auf ganzer Linie überzeugen zu können.
6,5 / 10
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