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Film Kritik
 
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Far Cry

Story:
Jack Carver hat seinen Dienst bei den Special Forces quittiert und führt seitdem ein beschauliches Leben als Bootsführer für Touristen an der US-Westküste. Eines Tages taucht die Journalisten Valerie auf und bittet ihn sie zu einer Militärinsel zu bringen. Sie ist die Nichte des dort stationierten Colonels, der
ein schreckliche Geheimnis des zwielichtigen Dr. Kriegers aufgedeckt hat. Widerwillig kommt Jack ihrer Bitte nach, doch kaum an der Insel angekommen, werden beide unter Beschuss genommen...

regie :
uwe boll
cast  : till schweiger, emanuelle vaugier
kritik : jan pokorski
 

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Kritik:
Die Game-Verfilmung des CryTek-Actiontitels Far Cry verspricht viel, hält
aber leider nichts davon.
 


"Till, das mit 1 1/2 Ritter 1 1/2 Pkt von 10 war ein Witz!!"

Far Cry ist eine Videospielumsetzung des gleichnamigen Hitspiels aus deutschen Landen. Als ehemaliger Elitesöldner musste man sich darin in tropisches Gebüsch begeben und später jede Menge fieser Mutanten töten. Vieles davon wurde im dazu gehörigen Kinofilm von Uwe Boll jedoch ziemlich außer Acht gelassen.

Statt Tropen musste hier Kanada als Setting herhalten und das exotische große Forschungslabor ist ein offensichtlich ziemlich heruntergekommenes Sägewerk. Dämliche Dialoge, stupides Verhalten aller Charaktere fern von Logik und Plausibilität geben sich schon zu Anfang mit schnell geschnittene Kampfszenen die Hand, die sich fast immer im Dunkeln abspielen, unspektakulär sind und nichts erkennen lassen.

Selbst bei Tageslicht fällt das Ergebnis nicht besser aus. Der oft viel zu schnelle Schnitt raubt geneigten Actionfreunden die Übersicht und macht es schwer, dem gezeigten akkurat zu folgen. Zudem fehlt es dem ganzen Film ziemlich an Spannung und die viele Längen stören den Handlungsverlauf deutlich. Logik spielt bei Filmen wie diesen zwar schon immer eine eher untergeordnete Rolle, doch hier wird es leider oft mehr als überreizt. Statt der Devise: „Es ist so schlecht, dass es wieder gut ist.“ münzt man Far Cry auf „Es ist so schlecht, dass es wieder gut ist, was aber noch schlechter ist, um gut zu sein“ um. Hier hat Boll kein glückliches Händchen bewiesen. Desinteressiert folgt man dem Treiben und muss sich einer sinnfreieren Szene an die andere hingeben. Einzig ein paar der Kamerafahrten sind annehmbar.
 


Schweiger auf die Frage, ob er noch Driven 2 vorhätte.

Til Schweiger präsentiert sich als Elitesöldner eher weniger in Topform. Den knallharten Jack Carver kauft man ihm in keiner Sekunde ab und die erzwungenen, absolut katastrophal aufgesetzten Witzchen mit seinen Partnern kommen seltenst dämlich daher. Ohnehin sind alle (de)platzierten Oneliner und Pointen nicht der Rede wert und durch die Bank weg sehr peinlich.

Das im späteren Filmverlauf entstehende Buddygespann Til Schweiger und Chris Coppola setzen darüber hinaus noch zu immer tieferen verbalen Tiefschlägen an. Wer hier Spaß und Unterhaltung sucht, dürfte nur schwer fündig werden. Emmanuelle Vaugier dagegen hat jede Menge optische Reize zu bieten, aber über ihre Darstellung möchte man besser keine Worte verlieren. Sie spielt eine einerseits toughe Journalistin, rennt aber von einer Falle in die nächste und hat noch einer der lächerlichsten Bettszenen, die man je im Kino gesehen haben dürfte. Schwache Running Gags zwischen den beiden zeigen, dass die Drehbuchautoren viel Humor auf Lager hatten, allerdings keinen guten.

Udo Kier und Ralf Möller spielen ihre Rollen ohne ersichtlichen Aufwand und Mühe. Besonders Möller als hochgezüchteter Supersoldat dürfte für unfreiwillige Schmunzler sorgen. Über Kier’s Charakter hätte man sich ein wenig mehr Hintergründe und Fakten gewünscht, so bleibt seine Figur blass und farblos. Natalia Avelon als Supersoldatin wird kaum gefordert und reiht sich zum durchschnittlichen Cast ein. Far Cry wurde mit einem Budget von 30 Millionen $ gedreht, was für erhebliche Verwunderung sorgen dürfte, wofür das alles draufgegangen sein sollte. Die Sets wirken nämlich billig und unpassend, die Effekte unfertig und die Actionszenen zu unausgegoren und öde heruntergespult. Lediglich eine Bootsjagd und ein Nahkampf-Fight fallen solide aus, was einfach viel zu wenig ist.

Fazit:
Schade, Far Cry versprach ein rasanter Actionfilm mit vielen tollen Fights, Explosionen und Schießereien zu werden, davon ist aber nicht viel zu sehen.

2 / 10

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