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Kritik:
2 Fast 2 Furious


von Christian Mester

2 Fast 2 Furious
(2003)
Regisseur: John Singleton
Cast: Paul Walker, Tyrese Gibson

Story:
Nachdem er Dom Torretto hat gehen lassen, steht Brian O'Connor (Paul Walker) vor der Wahl: entweder er geht ins Gefängnis, oder er hilft den ehemaligen Kollegen den miesen Drogenbaron Carter Verone (Cole Hauser) hochzunehmen.
Widerwillig entscheidet er sich für zweiteres, und holt dafür einen alten Freund namens Roman (Tyrese Gibson) mit ins Team...

Kritik:
Okay, The Fast and the Furious hat ein Heidengeld gemacht, war also klar, dass es ruckzuck zurück zur Startlinie gehen würde. Da Vin aber nicht mehr wollte, ist es also nur noch Walker, und da damit schon ein Großteil von dem fehlt was denn den ersten überhaupt ausmachte, war das kein gutes Zeichen.

2 Fast 2 Furious will aber garkein Abklatsch sein; direkt von Anfang an schlägt er einen anderen Weg ein, einen, mit dem man entweder gar nichts anfangen oder über den man sich köstlih amüsieren kann. Während der erste in Sachen Action noch die Füße auf den Boden behielt, schaltet 2 Fast 2 Furious hier buchstäblich in den 27. Gang und hebt fast ab: da wird über Brücken gesprungen als wär man im Flummiland, und da wird mit Nitro scheinbar Geschwindigkeiten erreicht, bei denen man schon fast mit Chewbacca rechnen könnte. Jedenfalls sieht es danach aus, wenn Brian und Co die Nitro-Tasten drücken und die gesamte Umgebung im Hintergrund verschwimmt.

Im Gegensatz zum ersten ist das Sequel übrigens wesentlich bunter und greller, und hält sich noch weniger mit Ruhemomenten auf. Regisseur John Singleton entfernt sich damit leider von ernsten Sachen wie Vier Brüder und rutscht dabei sogar ein Stück in Richtung Kinderfilm ab. Von 2 Fast 2 Furious bis Herbie Fully Loaded ist es nicht weit, auch wenn es doch noch einen signifikanten Canyon zwischen dem und Speed Racer gibt.

Schneller, wilder, verspielter ist das Motto, und irgendwie funktioniert das Neugemisch dann doch noch. Die Beziehung zwischen Brian und Roman ist zwar nicht so ernstzunehmen wie die aus dem ersten, aber dennoch gut, da sehr spaßig und locker in Szene gesetzt. Dem wiederum wirkt Cole Hauser als böser Villain entgegen, der sich Zwirbelbart zwirbelnd in seiner Rolle des Fädenziehers pudelwohl fühlt und das natürlich jeden spüren lässt. Lustig: hätte Diesel wieder mitgespielt, hätten die zwei nach Pitch Black hier erneut echte Todfeinde gespielt (nur halt mit Seitenwechsel).

Ähnlich flach und idiotisch wie beim ersten ist auch wieder mal der Rest der Cast, denn ob es die komplett charakterlosen Ludacris (Hustle and Flow) und Devon Aoki (das Schwert-Girl aus Sin City) sind, die scheinbar nur des Daseins wegen dabei sind (Busta Rhymes war in Halloween: Resurrection besser), oder aber das enorme Schauspiel-Nichttalent Eva Mendes (Ghost Rider); der zweite macht damit nichts besser.

Fazit:
Teil 1 auf Speed: ein Trip, der auf der Überholspur die Bremse zieht und blinkend Helly Kitty! schreit. Trotzdem, ein Gute-Laune-Film für jeden, der auch Stealth und Into the Blue sein Eigen nennt und es mit Physik nicht so ganz genau nimmt.

5,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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