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Kritik:
The Fast and the Furious:
Tokyo Drift


von Christian Mester

The Fast and the Furious: Tokyo Drift
(2006)
Regisseur: Justin Lin
Cast: Lucas Black, Bow Wow

Story:
Sean steht vor einem Problem: nur weil er um einem Mädchen zu imponieren ein lebensgefährliches Rennen fuhr und sich auch sonst einen feuchten Kericht um Sachen wie Geld verdienen und Ausbildung kümmert, wird er ins ferne Japan geschickt, um dort bei seinem Vater zu Vernunft zu kommen. Eine schlimme Strafe, die jedoch plötzlich besser aussieht, als er die illegale Racing-Szene Tokyos, neue Mädels und neue Herausforderungen findet....

Kritik:
The Fast and the Furious ohne Vin und Paul? Das ist bitter, und dass einer von beiden am Ende doch noch kurz zu sehen ist, hilft der Sache auch nicht weiter. Nicht, wenn man vorher 100 Minuten lang einem neuen Helden zuschauen muss, der so emotionslos, spaßarm und langweilig agiert, dass man Paul Walker am liebsten den Oscar für 2 Fast 2 Furious überreichen würde.

So schlecht die Hauptfiguren Lucas Black und Bow Wow (kein Witz, Lil Bow Wow soll Vin Diesel ersetzen) auch sind, genau so daneben gegriffen hat man bei der enttäuschenden Story. Gaben sich die ersten zwei noch halbwegs Mühe mit vertrackten Verbrecherplots, geht es beim dritten nur noch um ausgelutschte Teenager-Klischees nach Machart Marienhof: der Sohn, der sich missverstanden fühlt und nichts anderes als seiner Leidenschaft folgen will; das nette Mädchen von nebenan, das mit dem Falschen zusammen ist, der Sidekick, der als Mentor dem Helden hilft (ala Karate Tiger).

Zumindest letzteres haben sie nicht völlig vergeigt, denn Sung Kang als Seans Fahrlehrer macht seine Sache halbwegs vernünftig. Nicht, dass es den Film wer weiß wie retten würde, aber es ist zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer (und nett zu wissen, dass Han auch im vierten vorkommen wird).

Das beste an dieser Fortsetzung ist jedoch die Tatsache, dass man sich nach der abgedrehten Action des zweiten etwas zurückbesinnt und wieder mehr auf Realismus geht, wobei die abgedrehten Drift-Rennen so unglaublich eng ausfallen, dass der Glaube oft überspannt wird (auch wenn die meisten Stunts wirklich so umgesetzt wurden). Die Rennenn sind wirklich töfte und eine willkommende Abwechslung zu den Straßenrennen der anderen zwei Filme.

Seriengetreu sind auch hier wieder mal fast alle Nebenfiguren schlecht, bzw größtenteils so unauffällig, das man Schwierigkeiten hat, sich überhaupt an manche zu erinnern. Die Love Interest Neela (Natahlie Kelly) ist vollkommen unsichtbar, Bösewicht DK (Brian Tee) reiht sich ebenfalls eher auf Platz 3... von 3 ein. Technisch ist der Film solide, riecht aber insgesamt nach liebloser Werksarbeit. Zum größten Teil wirkt er wie ein langes Musikvideo: teure Bilder, schöne Bilder, aber leblose Bilder.

Fazit:
Dem dritten Fast and the Furious mangelt es an Story und guten Figuren, die Action allein reicht hier nicht. Abwarten, ob es der vierte wieder besser macht.

4,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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