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Film Kritik
 
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The Fast and the Furious 4: Das Königreich von Kristallnorbert

Story:
Fünf Jahre ist es her, dass Cop Brian O'Connor (Paul Walker) den grantigen Dominic Toretto (Vin Diesel) und seine Gang von Straßenräubern kennen lernte, hinterging, am Ende dann jedoch wieder laufen ließ. Fünf Jahre, in denen sich scheinbar nicht viel geändert hat. Toretto überfällt noch immer Trucks, O'Connor ist nach den Ereignissen von 2 Fast 2 Furious wieder als Beamter im Dienst und Nacht für Nacht werden irgendwo neue Straßenrennen abgehalten. Als der Verlust eines gemeinsamen Freundes die beiden Sturköpfe eines Tages wieder zusammenführt, sind alte Rechnungen zu begleichen...

regie :
justin lin
cast  : vin diesel, paul walker
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Teil Vier hängt dem Original mit Erfolg dicht am Heck.
 


"Wir sehen uns bald wieder, bei Fast & Furious: Oldtimer"

Auch der vierte The Fast and the Furious, dt. Titel „Fast & Furious: Neues Modell. Originalteile.“, hält sich an die Erfolgsstandardformel der Serie und versucht für keinen Moment, neue Wege einzuschlagen. Alles was man am ersten schon hat mögen oder nicht mögen können, ist auch hier wieder reichlich vertreten: deftiges Messen von Prollo-Machos, Unterwäschemodels in knappen Fummeln, Bass und Bounce aus den Boxen und das übliche Spannungsgeschrei in rasanten Bolidenmomenten. Vin Diesel coolt sich erneut wortkarg und unantastbar durch die Garagen und Pisten, und der Walker Paul? Der ist natürlich mal wieder der Gute, der eigentlich lieber mit zu den Bösen gehören würde und eigentlich selbst der Coolste wäre, wär da nicht noch der Glatzkopf, der einfach noch ein bisschen cooler ist.

Also eigentlich alles genau wie gehabt, oder? Nicht ganz, geht man da nämlich ein wenig ins Detail, zeigen sich tatsächlich kleinere Unterschiede. War der zweite noch sehr hell und locker und der dritte eher auf postpubertäres Teenie-Gehabe ausgelegt, ist Vier von der Art her wieder etwas ernster und erwachsener. Witze gibt es wenige, Rapper keine, und so geht es hauptsächlich um eine schweißtreibende und bleihaltige Crime-Story ala Point Break: Gefährliche Brandung, der ja ganz zu Anfang noch Vorbild für den ersten Teil war. Dabei wird sogar fast völlig auf eine unnötige Love-Story verzichtet, für die Regisseur Lin bei all der Action scheinbar schlicht und einfach keine Zeit fand.

Kaum gestartet, lässt Lin seinen Turbolader unentwegt an und reduziert all die Szenen, die nicht irgendwie mit PS-starken Reisschüsseln, Explosionen und Prügeleien zu tun haben, auf das Nötigste. Haut zum Großteil auch hin, denn jedes Mal wenn die Raser die Zündschlüssel umdrehen schmeckt das Popcorn gleich doppelt so gut. Da wird gerast was der Asphalt hergibt, geschubst und gedrängelt wie beim Damenschuh-Winterschlussverkauf und so oft der Gang gewechselt, dass das Dauerröhren der Boliden für jeden Autofan bald pornografische Züge annimmt.
 


"Helf mir Vin, die wollen Bloodrayne 3 machen!" 

Leider ist es aber auch so, dass Fans älterer Actionfilme mitunter die Augenbrauen heben werden. Wie schon bei Transporter 2, 3 und 2 Fast 2 Furious stand scheinbar so derbes Spektakel im Script, dass die Macher oft gezwungen waren, käsige CGI-Effekte einzusetzen. Wenn ein sich überschlagender Lastwagen auf Diesel zurollt oder Autos hautnah neben Paul Walker kollidieren, dann sieht man, dass es nicht echt ist – und das nagt ein wenig am Spaß. Umso mehr, dass es gleich zwei sehr lange Stellen im Film gibt, in denen mehrere Autos mit Vollgas durch enge Minenstollen rasen, was letztendlich aussieht wie ein neues Xbox 360 Game.

Nach dem großen Tamtam um Sung Kangs (Tokyo Drift) große Rolle in diesem muss man übrigens schmunzeln, denn die Figur, die laut Fans so dermaßen gut im dritten ankam dass man 4 dafür zeitlich vor 3 setzte, kommt nur im Intro vor. Auch die Ladies des ersten, Jordana Brewster und Michelle Rodriguez, sind nur minimal zu sehen, weswegen man sie sich eigentlich auch komplett hätte sparen können. Das Ding ist sowie so eine Zwei-Mann Show, deren Antagonist leider auch nicht so recht überzeugen will. War Cole Hauser im zweiten noch richtig gut, ist Jon Ortiz eher so klang- und sanglos wie Rick Yune im ersten und Brian Tee im zweiten.

Noch so ein The Fast and the Furious? Wenn er so gut bleibt wie der hier, wieso nicht? Aber nach Adam Riese dürften davor erst einmal zwei schwächere folgen...

Fazit:
Wer schon den ersten mochte, der wird sich auch hier wohl fühlen. Für Autofans ist er ohnehin Pflicht, und Actionfans generell finden einen nicht unbedingt herausragenden, aber durchaus souveränen und soliden Genrestreifen vor.


6,5
/ 10

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