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Kritik: Harry Potter und der Feuerkelch
Im 4. Jahr dreht sich alles um das Trimagische Turnier in dem Harry Potter unfreiwillig teilnimmt und den heimtückischen und gefährlichen Aufgaben ausgesetzt ist.

Harry Potter und der Feuerkelch
cast.
  daniel radcliffe, rupert grint, emma watson
regie. mike newell
kritik. joey


Inhalt:
Im 4. Jahr steht alles unter dem Zeichen des Trimagischen Turniers. Diese legendäre Veranstaltung beinhaltet 3 hoch komplizierte und äußerst gefährliche Aufgaben die von jeweils 3 Schülern bestanden werden müssen, die zuvor in einem Losverfahren dazu auserwählt wurden. Von jeder Schule darf es nur einen einzigen Teilnehmer geben, ewige Ehre und Ruhm ist der Preis für denjenigen, der das Turnier gewinnt. Trotz dem strengen Zulassungsverfahren, der Schüler muss mind. 17 Jahre alt sein, wird der junge Harry Potter (Daniel Radcliffe) gegen seinen Willen zum unfreiwilligen Teilnehmer und muss sich den Aufgaben stellen. Doch nicht nur das Turnier bereitet ihm große Sorgen, seine Beziehung zu Hermine (Emma Watson) und Ron (Rupert Grint) steht auf der Kippe und Voldemort heckt auch wieder Pläne aus um sich an Harry zu rächen.

Kritik:
Das Regisseur-Karussell dreht sich wieder und somit nahm nach Chris Columbus und Alfonso Cuaron bei „Harry Potter und der Feuerkelch“ Mike Newell auf dem Regiestuhl platz. Was einem beim Durchlesen der Story sicher gleich auffällt ist die Tatsache, dass sich im 4 Jahr in Hogwarts alles um das Trimagische Turnier dreht. Waren in den Teilen 1-3 noch  das Lösen von geheimnisvolle Rätseln der Mittelpunkt der Filme, so beschäftigt sich Teil 4 zum Großteil mit dem riesigen und spektakulären Turnier das Harry Potter zu meistern hat. Die vielen Rätsel und waghalsigen Aktionen fordern alles von ihm und so fühlen sich seine Freunde Hermine und vor allem Ron von ihm allein gelassen. Die Beziehung wird durch den wachsenden Druck durch das Turnier auf eine ernsthafte Probe gestellt. Denn die 3 Teenager entwickeln so langsam Interessen für das andere Geschlecht und tun sich sichtlich schwer daran. Harry, der während des Turniers große Taten vollbringt, steht vor den großen Hürden des Alltags eines jeden pubertierenden Teenagers ein Mädchen anzusprechen. Noch dazu kommt die wachsende Bedrohung durch Voldemort, hat er was mit der unfreiwilligen Teilnahme Harrys am Trimagischen Turnier zu tun?

Im Grunde muss Harry in Teil 4 den Spagat zwischen erfolgreicher Absolvierung des Turniers und Überwindung seiner Ängste bei Mädchen schaffen und noch dazu seine freundschaftliche Beziehung zu Ron und Hermine aufrechterhalten. Dies macht ihm sichtlich zu schaffen und somit ist „Harry Potter und der Feuerkelch“ weitaus ernster als seine Vorgänger. Mike Newell versteht es, den Film ernsthafter und düsterer zu halten. Dieser Trend war schon bei den Vorgängern zu sehen, jedoch nicht so ausgeprägt wie in diesem Teil. Knallbunte Farben und fröhlich leuchtende Szenen sind eher Mangelware. Der Großteil des Filmes ist dunkel, kalt und düster. Hogwarts sieht man oft nur bei Nacht oder schlechtem Wetter und auch die anderen Schauplätze sind nach demselben Muster entstanden.

Dies passt auch sehr gut zu den schwierigen Aufgaben die Harry während des Turniers zu meistern hat. So muss er einen Drachen bezwingen, eine waghalsige Unterwasseraktion durchführen und den Weg durch ein geheimnisvolles Labyrinth suchen. Vor allem. bei der Sequenz mit dem Drachen und der Unterwasseraktion zeigen die Macher der Special Effects ihr ganzes können. Der Feuer spuckende Drache ist eine wahre Meisterleistung und die Unterwassersequenz mit all ihren Details einfach unglaublich realistisch. Dies schafft eine eindrucksvolle und stellenweise beklemmende Atmosphäre mit einem teils genialen Spannungsbogen. Die ein oder andere Szene lässt den Zuschauer in seinem Kinostuhl zusammenzucken, wenn ihm nicht gerade aufgrund der wahnsinnig guten Actionsequenzen die Kinnlade heruntergefallen ist. Was einem in „Harry Potter und der Feuerkelch“ an Actionsequenzen geboten wird ist ein wahrere Augenschmaus und das nicht nur für eingefleischte Harry Potter Freaks.

Die andere schwierige Aufgabe die Harry zu lösen hat, ist zum einen die oben genannte Beziehung zu Ron und Hermine und die für ihn noch kompliziertere, ein Mädchen zu fragen ob sie mit ihm auf den Ball geht. Denn im Rahmen des Turniers findet auch ein Ball zum Tanzen statt indem die 3 Schüler ihre ersten Kontakte zum anderen Geschlecht suchen. Regisseur Mike Newell gelingt es fantastisch den Zuschauer neben dem spektakulär in Szene gesetzten Trimagischen Turnier mit lustigen und stellenweise zum brüllen komischen komödiantischen Einlagen der 3 Hauptdarsteller zu unterhalten. Neben Action wird in „Harry Potter und der Feuerkelch“ mit einer Vielzahl an lustigen Szenen prächtig unterhalten. Ron tritt von einem Fettnäpfchen ins andere und auch Harry stellt sich teils mehr als tollpatschig an wenn es um Frauen geht. Alle 3 machen diese pubertierende Phase durch und sorgen mit ihrem lustigen Verhalten für nie aufkommende Langeweile fernab des Turniers.

Allen voran ist dies natürlich der wieder mal sehr guten schauspielerischen Leistung Daniel Radcliffe’s zuzuschreiben, der von Film zu Film immer mehr zu Höchstform aufläuft, und den von träumen geplagten Harry auf dem immer mehr Druck auf den Schultern lastet, vorzüglich spielt. Man fühlt und fiebert mit ihm wie gebannt mit. Auch Emma Watson und Rupert Grint spielen ihre Rolle als enge Freunde von Harry die ihm immer beistehen und helfen wieder sehr gut. Nur aufgrund der tollen Leistung der Hauptpersonen ist es zu Verdanken, dass die ruhigen Szenen neben des Turniers so lustig und ernst zugleich rüberkommen. Ralph Fiennes als Voldemort war ebenso eine vorzügliche Wahl wie die Besetzung von Moody, Dumbledore, Snape und CO.

Auch die vielen Details die einem schon bei Teil 1-3 aufgefallen sind, tragen hier zu einem hohen Unterhaltungswert bei. Eine schreibende Feder die selbstständig Notizen auf einen schwebenden Block schreibt, ein Kaminfeuer das sich zu einem Gesicht formt oder Bilder deren Inhalte zu Leben scheinen, die Detailverliebtheit ist immens und fast schon nicht mehr wegzudenken aus der fantastischen Welt des Harry Potter.

Bei der Musikalischen Untermalung hat man ebenso wie bei der Wahl des Regisseurs einen Wechsel vorgenommen der sich allerdings bei genauem hinhören nicht wirklich negativ bemerkbar macht. Noch immer werden die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, Actionsequenzen und allerlei andere Szene mit einem tollen Musikscore untermalt der jeder Szene mehr Intensität und Kraft verleiht und sie nochmals bei der Aussagekraft unterstützt.

Mit „Harry Potter und der Feuerkelch“ gelangt Regisseur Mike Newell ein kleines Stück Harry-Potter-Geschichte, denn dieser Film reiht sich nahtlos an die sehr guten Vorgänger an und legt in Punkto Special Effects und gigantischen Actionsequenzen sogar noch eine Schippe drauf. Harry und seine 2 Freunde sind wieder in Hochform, der Film ist endlich düsterer und kälter und damit weitaus realistischer. Wenn der Film mal keine furiosen Actionsequenzen bietet unterhält er blendend mit komödiantischen Einlagen und stellt so eine sehr gute Unterhaltung für Jung und Alt dar. „Harry Potter und der Feuerkelch“ ist ein kleines Meisterwerk und zählt für mich neben „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ zu dem besten bis jetzt verfilmten Harry Potter Teil.




 
 

Wertung: 8.5 | 10

 
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