Story:
Nick sitzt eines Tages mit seinen Freunden Lori,
Hunt und Janet auf der Tribüne eines Autorennens und ahnt, wie sie in
Bälde durch ominöse Zufälle zermatscht, aufgespießt und erschlagen werden. In
Panik jagt er sie also aus dem Stadion, wobei sich ihnen durch gewisse Umstände
rasch noch ein paar andere anschließen. Erst sauer über den frühen Aufbruch und
die Störung, sind alle Beteiligten plötzlich heilfroh und ihm dankbar, als ihre
Sitzplätze wie vorrausgesagt tatsächlich in Flammen aufgehen...
regie :
david r. ellis
cast :
wayne cares
kritik :
christian mester
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Kritik:
Wieso man mit einem Rasenmäher besser
nicht über Steine fährt, das beantwortet euch "Final Destination 4", der seit
dieser Woche in den Kinos läuft und in seinem neuesten Kapitel auf altbewährtes
Blutbad setzt.
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"Komm, wir nehmen statt Lori einfach mal diese
Gasflasche. Merkt eh
keiner
und weniger Talent hat die auch nicht."
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Vor neun Jahren kam der erste
"Final Destination" in die Kinos, der nach all den Slashern der 90er Jahre
ausnahmsweise einmal einen relativ originellen Aufhänger für einen
Horrorstreifen hatte: was, wenn der Mörder zur Abwechslung einmal der Tod selbst
wäre? Und was, wenn der Tod dazu auch noch eine reichlich verspielte Ader hätte?
Einfach nur mit dem Finger zu schnippen und alle mit Malaria anzustecken wäre
wohl eher unspektakulär, deswegen macht er sich lieber einen Spaß daraus,
möglichst absurde Unfälle in die Wege zu leiten. Das neuartige Konzept sollte
sich auch als wahre Goldgrube erweisen, denn die erste finale Bestimmung konnte
2000 gleich das Fünffache seines Budgets wieder einspielen – ein voller Erfolg.
Da ja nun jeder Horrorfilm, der nur halbwegs grüne Zahlen schreibt in die zweite
Runde gehen darf, folgte der unvermeidliche "Final Destination 2" drei Jahre
später, und das sogar mit fast der gleichen Story. Bis auf kleinere Verweise auf
den ersten Teil war er offensichtlich eine direkte Kopie des Originals, nur halt
mit nahezu komplett neuen Gesichtern, die in neuen, verdammt bösen Unfällen ihr
Leben ließen. Das schien aber niemanden merklich zu stören, denn Teil 2 wurde
ebenfalls ein Hit und ebnete den Weg für einen weiteren, der 2006 folgte. "Final
Destination 3" mit John McClanes Tochter aus "Stirb Langsam 4.0", Mary Elizabeth
Winstead legte sogar frech noch weitaus weniger Wert auf eine vernünftige
Geschichte und war letztendlich nichts anderes, als eine reine Aneinanderreihung
plumper, bizarrer Todesszenen. Kinobesuchern reichte das aber offenbar, denn sie
kamen in Scharen und schauten sich liebend gern an, welche verrückten Ideen die
Macher wohl dieses Mal hatten.
Die Idee ist mittlerweile also zum Selbstläufer geworden, die in dieser Woche
nach gewohnt dreijähriger Pause mit "Final Destination 4" pünktlich in die
nächste Runde geht. Natürlich bietet auch dieser Teil nichts Neues, warum auch,
stürzt sich allerdings auf einen wiederbelebten Trend der 80er: auf 3-D. Am
Steuer? David R. Ellis, der schon den zweiten, von Fans der Reihe als den Besten
bezeichneten inszeniert hat.
Da der Film in erster Linie
übrigens für die mittlerweile wieder aufkommenden
3-D Kinos entwickelt wurde, sind die meisten der enthaltenden Kills übrigens
recht speziell gemacht; das heißt, dass andauernd irgendwelche spitzen Stangen
nach vorn ragen und diverse Gegenstände wie Steine, Klingen und Reifen in die
Kamera fliegen, was in der 3-D Version sicherlich einen klasse Tiefeneffekt hat,
in der normalen 2-D Fassung allerdings auf Dauer etwas irritieren kann.
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Sugar mochte keinen Regen.
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Im Film dreht sich im Grunde alles wieder nur um die vielen ausgeklügelten
Unfallszenen, die wie üblich bitterböse und schon fast derart cartoonhaft blutig
ausfallen, dass man sich des Öfteren *meep, meep* an den Road Runner und den
Kojoten erinnert fühlt. Regisseur David R. Ellis versucht demzufolge auch gar
nicht erst, seinen Helden Persönlichkeit zu verleihen oder sich mit sonstigem
Schnickschnack aufzuhalten, der ja in Filmen generell sonst üblich ist. Ganz im
Sinne reiner Kurzweil springt "Final Destination 4" stattdessen mehr oder
weniger einfach nur direkt von Kill zu Kill; alles andere dazwischen ist reiner
Lückenfüller.
Das wäre ja in Ordnung, besäßen die Morde die Qualitäten die der ersten beiden
Filme. Im ersten gab es rückblickend noch bei jeder der Szenen eine gewisse
Spannung, Dank der man halbwegs mitfiebern und miträtseln konnte, was ihnen wohl
als nächstes passiert. Der zweite hingegen besaß zwar schon merklich weniger
Geduld, hatte dafür jedoch ein paar wirklich denkwürdige Momente. Fast jeder
erinnert sich heut beispielsweise an die epische Karambolage am Anfang des
zweiten Filmes, in der ein Polizist nähere Bekanntschaft mit einem fliegenden
Baumstamm schloss, oder gar an die fallende Glasplatte. Der vierte Teil ist nun
leider genau so austauschbar wie der dritte geworden, indem zwar alle der
Todesszenen im Großen und Ganzen in Ordnung sind, letztendlich aber keinem je in
Erinnerung bleiben werden. Es gibt zwar zwei herrlich böse Momente mit reichlich
Potential (Rolltreppe und Waschanlage), das aber leider nicht so wirklich
ausgeschöpft wird.
In Sachen Schauspieler gibt es eigentlich fast nur unbekannte Gesichter zu
sehen, die allesamt ähnlich austauschbar wirken und nur geringfügig mit Talent
gesegnet sind. Einzig der ältere Wachmann des Streckengeländes, der den
Teenagern zeitweise hilft, dürfte einigen ein wenig bekannt vorkommen. Mykelti
Williamson spielte 1994 Forrest Gumps Freund Bubba, der uns damals doch
ellenlang erzählte, was man denn so alles Tolles mit Shrimps zubereiten kann.
Ellis schafft es auch nicht, den Film in irgendeiner sonstigen Form zu etwas
Besonderem zu machen. Weder die Musik, noch die Effekte, noch die Kameraarbeit
will in irgendeiner Form positiv auffallen; das Einzige was hier am laufenden
Band immer wieder heraus sticht, sind Gedärme in 3-D.
Ist es also ein schlechter Film? Kommt wohl darauf an, was man erwartet. Wer
sein Hirn gern an der Kasse abgibt und einfach nur 90 Minuten über ein paar
schräge Todesszenen lachen will, der kann sicher einen Blick riskieren, vor
allem in 3-D, doch wer auch nur ansatzweise Atmosphäre, Spannung, glaubhafte
Figuren und andere elementaren Grundsätze guter, empfehlenswerter Horrorfilme
erwartet, der wartet besser auf Besseres. Auch als Fan der ohnehin schon
anspruchslosen Final Destination Filme sollte man sich damit abfinden, dass der
vierte der bisher schwächste von allen ist und bis auf zweitklassige Kills
nichts wirklich zu bieten hat.
Fazit:
Keine Frage, "Final Destination 4" ist leider der bislang schwächste Teil der
ganzen Reihe. Das einzige was hier herausstechen kann, ist das genutzte 3-D
Gimmick, das aber nur in den jeweiligen Sonderkinos wirklich zur Geltung kommt -
in gewöhnlichem 2-D ist er leider eine laue Fortsetzung.
3 / 10
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