Story
Teil 1:
Als dem Schüler Alex (Devon Sawa) auf seiner Klassenfahrt kurz vor Abflug eine
Schreckensvision ereilt, kann er ein paar seiner Freunde davon überzeugen, das
Flugzeug verängstigt zu verlassen. Zunächst verärgert, danken sie ihm, als der Flieger
dann wirklich in Flammen aufgeht. Froh, dem Tod gerade noch von
der Schippe gesprungen zu sein, werden die Überlebenden jedoch nach und nach
Opfer unheimlicher Zufälle...
Story Teil 2:
Eine junge Frau hat eines Tages eine ähnliche Vision auf einer Highway-Auffahrt
und kann so mehrere Leute vor ihrem verfrühtem Ableben retten. Zumindest
temporär, denn Gevatter Tod verlangt sie ebenfalls nach und nach zurück.
Story Teil 3:
Dasselbe in Grün: ein Mädchen hat vor einer Achterbahnfahrt eine Vision und shit
happens.
regie :
james wong, david r. ellis
cast :
devon sawa, ali larter, mary elizabeth winstead
kritik :
christian mester
____________________________________________________________________________
Kritik:
Schwarzhumoriger Notruf-Horror für Gaffer.
|

"Los, pack den Hex Editor aus"
|
|
Teil 1
Final Destination war das Endergebnis der späten 90er Jahre Slasherwelle, da man sich irgendwann überlegt
hatte, statt maskierten Killern doch einfach mal den Tod
selbst als Bösen zu nehmen.
Das bewies sich als recht originelle Idee, die dann im ersten Teil auch noch
halbwegs spannend
umgesetzt wurde.
Der damals gehypte Teenie-Star Devon Sawa, heute verschollen, rennt und stolpert
sich mit Ali Larter (Resident Evil 3: Extinction) durch James Wongs (Dragonball:
Evolution) zufriedenstellende Regie, die im Großen und Ganzen am ehesten das
Flair einer mittelprächtigen Episode von Twilight Zone oder The Outer Limits
hinterlässt. Auch wenn das Geschehen nie wirklich besonders intensiv wird und
immer bloß Popcornspaß bleibt, ist man neugierig, wie die Geschichte am Ende
wohl ausgehen mag.
Alle der Beteiligten machen ihre Sachen soweit ganz gut, die Regie stimmt, und
darüber hinaus gibt es mit Candyman Tony Todd auch noch einen netten kleinen
Cameo aus das Branche.
Insgesamt ein durchweg solider Horrorstreifen mit guten Ideen, der aber nicht an
wirklich gute Horrorwerke wie Scream, The Descent oder Saw heranreichen mag.
Woran das liegt? Er bleibt viel zu glatt, nimmt sich zu wenig Zeit und hetzt
gerade gegen Ende zu sehr durch seine Szenen.
6 / 10
|

"Claire, wieso steht da eine
Schreibmaschine?"
|
|
Teil 2
Final Destination 2 wäre aufgrund seiner Darsteller, Story und Regie eigentlich
eine ganze Ecke schwächer, doch es gibt wohl eine Sache, die ihn doch noch weit
mit oben hält: die ausschweifenden Todesszenen. Was hier im zweiten veranstaltet
wird, ist eine wahre Symphonie des Schreckens, eine bildgewaltige, meist
exorbitant bitterböse Schlachtplatte Deluxe, die es in sich hat und so schnell
wohl nicht nachgeahmt werden wird. Wer sich ihn anschaut, wird Stacheldraht,
Baumstämme und Glasplatten direkt mit ganz anderen Augen sehen.
Inhaltlich geht es im Grunde wieder um dasselbe, wobei nur Ali Larter als
Überlebende und Tony Todd in einem neuen Cameo aus dem ersten Film zurückkehren.
Neben all dem Terror versucht Regisseur David R. Ellis (Final Destination 2 und
4) uwar händeringend, die idiotische Mythologie des Todes noch zu erweitern,
verfängt sich dabei aber in Kauderwelsch, den man nicht wirklich ernstnehmen
kann.
Zwei ist ein schwächerer Film, hat allerdings erschlagend gute Momente.
5,5 / 10
|

Hollow Men
|
|
Teil 3
Aller guten Dinge sind drei, sollte man meinen, aber so wirklich gut will der
dritte Final Destination dann einfach nicht sein. Das liegt in erster Linie
daran, dass die neuen Teenager noch wesentlich blasser als die aus den
vorherigen Teilen wirken und James Wong (Regie Teil 1) zweiter Versuch insgesamt
liebloser bleibt. Die hübsche Mary Elizabeth Winstead (Stirb Langsam 4, Death
Proof) gibt sich zwar Mühe und schreit sich des Öfteren gekonnt die Seele aus
dem Leib, kann damit aber nicht übertünchen, dass es dem dritten gehörig an
Substanz fehlt. Im Grunde sind es nur einzelne Todesszenen, die lose und plump
miteinander verbunden sind - nur, dass sie lange nicht mit denen des zweiten
Films mithalten können.
Ein schwacher dritter Teil, der trotz akzeptabler Produktion eher lau bleibt.
4 / 10
Zur Reihe:
Wongs und Ellis' Final
Destination Reihe hat im Prinzip eine interessante Ausgangslage, verläuft sich
aber in idiotischen, da unverständlichen Regeln, an die die Reihe sich selbst
nicht besonders eng hält und verfehlt es vor allem ab dem zweiten Teil, mit
glaubwürdigen und ernstzunehmenden Charakteren zu glänzen. Fieberte man im
ersten noch mit Alex (Devon Sawa) mit, so sind die Protagonisten der späteren
Teile allesamt fast nur sinnloses Kanonenfutter, Red Shirts, prädestiniert dazu,
früher oder später auf irgendeine skurrile Weise zu sterben. Unter dem Strich
eine durchaus sehenswerte Reihe, die sich aber bei weitem nicht mit den ganz
großen Titeln des Genres messen kann.
_____________________________________________________________________________
:::::...: Diskussion im Forum
|