Story:
Als Anna nach längerer Abwesenheit wieder zurück zu ihrem Elternhaus kommt,
stellt sie überraschend fest, dass sich neben ihrem Vater und ihrer Schwester
jemand Neues im Haus befindet: die neue Freundin ihres Vaters. Die (Elizabeth
Banks) scheint anfangs noch nett zu sein, doch was verbirgt sie?
regie :
the guard brothers
cast :
emily browning, elizabeth banks
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der Fluch des
Klischees.
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"Und ich sag noch, nicht das Overlook Hotel..."
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Noch so ein US-Remake eines
asiatischen Horrorstreifens. Überlegt man sich mal, dass nur zwei von denen
bislang wirklich gut (The Ring, The Grudge), die meisten davon aber nur moderat
bis grottig waren (Shutter, Pulse 1-3, Tödlicher Anrufer, Mirrors, Dark Water,
The Eye, The Ring 2, The Grudge 2 und 3), so standen die Karten für diesen neuen
Versuch von
vornherein ohnehin eher schlecht. Ob man sich die starke Kritik an den
vorherigen Filmen wohl zu Herzen genommen hat? Leider nein.
Wie immer in diesen Filmen geht es um irgendjemanden, der eines Tages anfängt
scheußliche Visionen zu haben, dann einem Geheimnis auf die Spur kommt und am
Ende mit großem Surprise überrascht wird.
Was den Fluch der zwei Schwestern also von mäßiger Fließband-Standardware unterscheidet? Nichts.
The Grudge war noch gut, weil die Schockmomente tierisch unter die Haut gingen
und jeder beim Knarren Kayakos Gänsehaut bekam; kein Wunder also, dass die Figur
schon in sieben Filmen auftauchte. Das Remake von The Ring dagegen war sogar
noch besser, nicht nur dank ausgefeilterer Story, sondern auch, weil dort
niemand Geringeres als Naomi Watts die Hauptrolle spielte. Der Fluch der zwei
Schwestern hat leider beides nicht – weder guten Grusel, noch interessante
Hauptfiguren. Zwar spielt Oscarnominee David Straitharn hier mit, das aber über
weite Teile nur in den Hintergrund, um den ausdruckslosen Mädels die Bühne zu
überlassen.
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"Schon mal von David Webb gehört?"
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Zwar finden sich hier nicht ganz
so dämliche MTV-Figuren wie im letzten Prom Night und die Story
bleibt willkommenerweise auch endlich mal erzählerisch recht straight, aber das
ändert nichts daran, dass die Suche nach der Wahrheit relativ langwierig und
-weilig ausfällt. Die zu erwartende Auflösung am Ende will groß schockieren
und überraschen, tut es aber nicht, da alles unheimlich vorhersehbar und
unoriginell bleibt. Einzig die immer sympathische Elizabeth Banks sorgt
stückchenweise für ein bisschen Biss, wirkt aber selbst in ihrer Rolle völlig
fehlbesetzt. Hauptdarstellerin Emily Browning hat zwar grundlegend ein ausdrucksstarkes
Gesicht, wird aber nicht einmal vernünftig eingesetzt; die mal als Talent bezeichnete
Arielle Kebbel als ihre Schwester dagegen verstärkt immer mehr den Eindruck,
dass sie nicht für das große Kino gemacht ist.
Schlimm ist auch, dass die Regie der „Guard Brothers“ zäh wie Kaugummi ausfällt
und sehr an die des letztjährigen Staubsammlers The Messengers von den Pang
Brüdern erinnert. Die Bilder sind ja teilweise noch in Ordnung, aber alle Szenen sind
träge verknüpft, ohne jemals auf den Punkt zu kommen.
Im Großen und Ganzen ist der Film kein Vollausfall - dafür fehlen so richtige
Schwächen, aber aufgrund der banalen Story, der uninteressanten Figuren und der
allgemeinen Einfallslosigkeit liegt er trotzdem unter dem Durchschnitt. Schon
tausend Mal gesehen und deswegen: leicht zu übersehen.
Fazit:
Wer ein Faible für eher stille Horrorgeschichten hat, sollte vielleicht einen
kleinen Blick riskieren, alle anderen warten besser auf Besseres.
3 / 10
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