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Kritik: The Fog - Nebel des Grauens

Vorwort:
Nach den erfolreichen Remakes von "The Texas Chainsaw Massacre", "Dawn
ot the Dead" und "House of Wax" war es nur eine Frage der Zeit, bis eins der großen Horrorfilm-Remakes bei den Kritikern untergehen sollte; es traf The Fog, den Nebel des Grauens.

Das Original von vor 20 Jahren bestach in erster Linie durch seine beklemmende Atmosphäre, den gruseligen Untoten und dem immer bedrohlicher wirkenden Nebel, der sich langsam in der gesamten Stadt breit machte. Adrienne Barbeau war als Radiomoderatorin die angenehm charmante Stimme der Nacht, Tom Atkins spielte den toughen Seemann, und Halloween's Überlebende Jamie Lee Curtis durfte in einer kleinen Rollen von einem Bedrängnis ins nächste gelangen

regie : rupert wainwright
cast  : tom welling, maggie grace
kritik :
jigsaw

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Kritik:
Für sein Remake übernahm Wainwright nur grob die Elemente und baute daraus etwas fast gänzlich neues, das in vielerlei Hinsicht vom Original abweicht. So sehr, das aus dem Zombie-Film schon eher ein Mystery-Thriller geworden ist.

Anstatt waschechter Untoten gibt es im neuen Nebel nämlich nur Geister, die mit allerhand dunkler Magie in Erscheinung treten und auf äußerst originelle Weise für den ein oder anderen schrecklichen Mord sorgen. Entgegen der Befürchtungen sind diese überaus gut animiert, und den werten Captain Blake selbst bekommt man auch erst zum Schluss zu Gesicht.

"Smallville" Bubi Tom Welling spielt die männliche Hauptfigur, und das leider mehr schlecht als recht. An ihm liegt es nicht, aber im grunde ist seine Rolle wie die eines Statisten geschrieben; nichts markantes oder auffälliges lässt an diese Figur erinnern, sie ist unwichtig, und wird von seiner Freundin vollkommen in den Schatten gestellt.

Noch schlimmer trifft es die Radiomoderatorin, die hier von Selma Blair gespielt wird. Im Gegensatz zum Original nuschelt und langweilt sich diese durch ihr kleines Programm, und ist keineswegs die Traumfrau, die sie im damals für die meisten Männer der Kleinstadt war. Stattdessen wird erwähnt, dass sie eine kleine Affäre mit Tom Welling's Figur gehabt hat, was allerdings nichts weiter für die Story bedeutet.

Highlight des Films ist Maggie Grace, die den meisten noch aus der Serie Lost bekannt sein dürfte. Obwohl sie keine außergewöhnliche Darbietung zeigt, sieht man doch klar und deutlich, das sie sich von allen Anwesenden am meisten in das Projekt gestürzt hat. Man folgt ihr gern, und an der Seite eines richtigen Schauspielers könnte sie durchaus noch Erfolg in größeren Filmen kriegen.

Der Nebel selbst sieht im neuen Film einfach fantastisch aus, ebenso der gesamte Rest und der Look überhaupt. Ebenso wie die anderen großen Remakes brauch auch dieser sich nicht verstecken; der Angriff auf die Bürger, das Aufkommen des Nebels und auch das gruselige Geisterschiff an sich sind klasse umgesetzt und sorgen für einige Schauermomente.

Richtig gruselig ist der Film allerdings nicht, denn anstatt auf puren Horror wird hier eher auf Spannung gesetzt, so dass der Film eher wie eine gut erzählte Lagerfeuergeschichte wirkt. Wer allerdings auf einen richtig intensiven Horrorfilm hofft, der sollte auf The Hills have Eyes oder Saw II warten - The Fog ist zwar besser als "Boogeyman", aber nur so intensiv wie etwa "Sleepy Hollow"..

Schon das Original war teilweise sehr plump und trashig, aber Carpenter's Film hatte direkt einen gewissen Charme, den der Film bis heute nicht verloren hat. Wainwrights hat diesen leider nicht, auch wenn er aus dem Thema einen ansehnlichen Mystery-Film geschaffen hat.

3 / 10

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