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Kritik: Garden State
Ein Mann, eine irre Welt

Garden State (2005)
cast.
  zach braff, natalie portman
regie. zach braff
kritik. christian mester

Inhalt
Andrew Largeman (Zach Braff) ist ein junger Schauspieler, der von dem Tod seiner Mutter hört und für eine Weile zurück nach Hause kommt. Wie er wieder mit seinen alten Freunden zusammen sitzt, bemerkt er langsam wie er wieder aus seinem Leben aufwacht. Abgestumpft von schlechten Freunden und Beruhigungstabletten findet er besonders durch die Bekanntschaft der quirligen Samantha (Natalie Portman) wieder Gefallen am leben, und lernt viel über sich und was er eigentlich will...


Kritik - die guten Sachen
Am Anfang ist es gar nicht so leicht, dem Film zu folgen, da wir ebenso wie der betäubte Andrew fast ziellos von seinen Kollegen umher geführt werden. Erst als wir Natalie Portmans Charakter treffen, findet sich etwas Ruhe... und mit ihr beginnt man, die Schönheit des Filmes zu erkennen.

Überhaupt ist es sehr schwierig, den Film mit Worten zu beschreiben - ebenso wie Donnie Darko oder American Beauty zum Beispiel. Garden State besticht durch seine interessanten Dialoge, den ausgefallenen Figuren und dem äußerst subtilen Humor, der sich durch den gesamten Film zieht. Wer jedoch meint, das man wegen Braff typischen Scrubs-Humor erwarten sollte, der irrt.

Die lustigen Szenen wirken hier ganz anders, sie beschleichen den Zuschauer auf ruhige Art und Weise und erwischen ihn, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Ein Beispiel: Andrew fährt morgens zu seiner Arbeit [er arbeitet in einem Chinarestaurant als Kellner] und als er aus dem Auto steigt, sehen wir am Tank noch den Einfüllstutzen von der Tankstelle hängen. Eigentlich wenig lustig, aber so wie es gezeigt wird, ist es einfach göttlich.

Ein wenig romantisch und philosophisch ist der Film auch - dank Natalie's Charakter - und so manche Sachen regen wundervoll zum Nachdenken an. Ebenso wundervoll lebt der Film von seinem genialen Soundtrack, für den Zach Braff sogar einen Grammy bekommen hat.


Kritik - die schlechten Sachen

Garden State ist ein Film, der sicher nur wenigen gefallen wird. Zu komisch der Humor, zu ruhig das ganze, zu wenig Stars, zu wenig Story, zu wenig lineares, zu eigensinnig der Stil. Ich glaube, entweder kann man Filme wie Garden State nur lieben - oder sich zu Tode langweilen. Wie man der Wertung entnehmen kann, gehöre ich zu den ersteren.


Garden State ist ein skurriler Film, dessen Trailer man sich dreimal anschauen sollte, bevor man sich entscheidet. Wer es wagt, wird jedoch einen wunderschönen, sehr ausgefallenen Film finden.
 

Wertung: 7 | 10

 
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