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Gesetz der Rache
Story:
Clyde Shelton (Gerard Butler) erlebt eines
Abends einen Albtraum: bewaffnete Gangster brechen
in seine Wohnung ein und töten seine gesamte
Familie. Vor Gericht bekommt einer der
Hauptschuldigen daraufhin aufgrund anscheinend
mangelnder Beweiskraft ein nur mildes Urteil.
Entsetzt sieht Shelton nach dem Prozess, wie der
Angeklagte die Hand seines verlogenen Anwalts (Jamie
Foxx) schüttelt. Zehn Jahre später erklärt er allen
Beteiligten den Krieg...
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Gerard Butler
hat ein Jura-Studium absolviert,
dürfte aber nicht anfangen, da ihm noch Praktika fehlen |
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Kritik:
Er werde der nächste große Actionstar, schrieben
diverse Magazine über Gerard Butler - allerdings
nicht erst nach seinem Riesenhit 300 im Jahr
2006, sondern schon drei, vier Jahre zuvor. Nach
erstem Auffallen in Dracula 2000 stand Butler
2002 hoch im Kurs, als er markante Rollen in den
potentiellen Blockbustern Die Herrschaft des
Feuers, Timeline und Tomb Raider 2:
Die Wiege des Lebens bekam.
Das Schicksal meinte es jedoch damals nicht gut mit
ihm, denn alle drei waren in den USA alles andere
als erfolgreich, womit Butler bis zum Spartaner-Epos
wieder verschwand. Seitdem hat der äußerst
sympathische Darsteller erneut Pech
gehabt. Die Actionfilme Gamer und
Rock'N'Rolla floppten beide, nur mit weicherem
Material wie Die Insel der Abenteuer, P.S.
Ich liebe dich und Die nackte Wahrheit
konnte er müde klatschend Erfolge feiern. Der recht
gute Psychothriller Spiel mit der Angst mit
Pierce Brosnan - erschien nur auf DVD.
Ändern soll das nun Gesetz der Rache, der
sehr drastisch zu Werke geht. Er spielt einen von
Vergeltung zerrissenen Mann, der sich zehn Jahre
lang haargenau auf einen schonungslosen, extrem
durchdachten Racheplan vorbereitetet hat. Dass er
Ingenieur und zufällig auch noch Ex-Elitesoldat ist,
macht die Sache umso leichter - und damit generell
umso unterhaltsamer. Butler ist großartig, der
Intellekt seiner Figur fasziniert und die lachende
Selbstsicherheit, die er ausstrahlt, steckt einfach an. Dass
er bei seinem Tun teils sehr blutig und gnadenlos
zur Sache geht und dabei auch Unschuldige mit
einbezogen werden, macht ihn als Figur weiterführend
sogar interessanter. Er ist kein Held mit weißer
Weste, er ist ein Killer, der gnadenlos arbeitet und
sich nicht ins Gewissen reden lässt... und zufällig
charismatisch ist. Man ertappt sich demzufolge
öfters bei dem Gedanken, ob man nun für - oder gegen
ihn sein soll.
Immer wieder überraschen seine genialen Rachepläne,
die er auch noch fortsetzt, als er längst scheinbar
wehrlos im Gefängnis sitzt.
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Frank Darabont
(Der Nebel, Die Verurteilten) war
als erstes für die Regie gedacht |
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Leider
steht ihm nichts Ebenbürtiges gegenüber. Jamie Foxx,
der in Ray eine Glanzleistung zeigte und in
Collateral, Miami Vice und Operation
Kingdom sehenswert war, kann nichts aus seiner
Rolle machen. Sein Anwalt Nick Rice ist eine durch
und durch langweilige Figur, mit der man weder
sonderlich mitfühlen noch sympathisieren kann. Er fängt als
korrupter Rechtsverdreher an und wird zum völligen
Unverständnis im späteren Verlauf des Filmes
plötzlich zur Hauptfigur, wodurch F. Gary Grays
ansonsten solider Thriller nach hohem Tempo nach
zwei Dritteln plötzlich langsamer wird.
Das Finale, ein abgeschwachtes, aufgesetztes Happy-End, das
eher nach
Zweitwahl aussieht, enttäuscht, und es fällt schwer
ins Gewicht, dass der Fokus gegen Ende unbedingt
gedreht werden musste. Mit etwas mehr Mut zur
Kontroverse hätte Gesetz der Rache besser
sein können, doch der Film hat nicht den Mumm eines
Death Sentence. Grays Regie ist über allem in
Ordnung und durchaus als überdurchschnittlich zu
bezeichnen.
Unter dem Strich ein origineller, zuweilen gut
gespielter Thriller mit knapp verpasstem Finale, der
aber schon wegen Butlers toller Darbietung gesehen
werden sollte.
von Christian
Mester
Fazit:
Gesetz der Rache gewinnt seinen Prozess mit
eigentlich klarem
Urteil, der ein oder andere Einspruch klopft jedoch dazwischen
und deutet Bewährung an.
7 / 10 |