Story:
Darwin, Blaster und Juarez werden von der Regierung ihrer Posten enthoben, doch
da ein Bösewicht Böses plant, gibt die G-Force nicht auf. Und dass, obwohl sie
alle Meerschweinchen sind.
regie :
hoyt yeatman
cast :
-
kritik :
christian mester
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Kritik:
Mission Impossible mit Meerschweinchen.
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"Willard!"
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In „G-Force: Agenten mit Biss“
geht es um digital animierte sprechende Jerry Bruckheimer
Meerschweinchengeheimagenten, die die Welt retten. Fragen?
Wer sich von CGI-Garfields actionreichen Zelluloidkollegen etwas anderes als das
vollkommen Offensichtliche erwartet, wird den geneigten Kinosaal wohl nur mit
Kopfschmerzen verlassen, denn „G-Force: Agenten mit Biss“ könnte kaum spezieller
auf sein kleines Zielpublikum zugeschnitten sein. Klein vielleicht nicht im
Sinne der gewünschten Zuschauerzahlen, aber doch in Sachen vertretener Reife.
Der Plot? Klischeeklatsche. Die Player? Wie aus dem Musterbuch. Der Held. Der
Dicke. Der Mann für’s Grobe. Eine Sie. Ein quirliger Querulant. Welch
Überraschung. Letztendlich wird wohl niemand in Retrospektive loben, wie gut die
Story dieses haarigen Actionklamauks ist, doch vielleicht, wie überraschend gut
die kämmbaren Abziehbilder funktionieren. Darwin und Co. mögen platt und
oberflächlich sein und längst nicht an liebevoll gestaltete Kollegen wie Sid und
Remy heran reichen, doch die Autoren der beiden „Vermächtnisse“ mit Nicolas Cage
und „Charlie’s Angels II“ waren nicht gänzlich faul: jede der Figuren hat einen
schmacken Schuss Persönlichkeit abbekommen und ist so kurzlebig flott unterwegs,
dass man erfreulich autmen kann. Ohnehin ist das eine Stärke, die vielen Kids
entgegen kommt: „G-Force“ hält überhaupt nichts von Szenen, die nicht mit Witzen
oder Action zu tun haben, weshalb kaum einer der kleinen Kunden unruhig
herumrutschen wird.
Während der Spaß größtenteils pennälerpeinlich mit Guinea Pig Flatulenzwitzen in
die unteren Schubladen des Niveaus greift, lässt sich auf der anderen Seite
allerdings erkennen, wieso das Ding aus dem Hause Bruckheimer kommt. Bruckheimer
hat nicht nur die „Fluch der Karibik“ Trilogie entwickelt, er ist Filmfans in
erster Linie als Produzent von destruktiven Trümmerorgien ala „Armageddon“ ein
Begriff. Das trifft auch auf „G-Force“ zu, denn die Action im Film ist (für
Meerschweinchenverhältnisse) dick aufgetragen und teils so spektakulär, dass
selbst der ein oder andere mit geschlürte Elternteil für einen Moment vergessen
kann, das man den Quark eigentlich gar nicht sehen wollte. Hohe
Produktionsmittel sorgen für satte Effektqualität und als Bonus gibt es noch
zwei bekannte Gesichter oben drein, die aber nicht darüber hinweg täuschen, dass
sie ub einem „Alvin und die Chipmunks“ ohne Gesang stecken: „Hangover“ Zach
Galifianakis als Fisher-Stevens-„Nummer 5 lebt“-Verschnitt und „Underworld“-Bösewicht
Bill Nighy als „G-Force“ Bösewicht.
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"Los, Ja Rule, ergeben."
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Die einfache Kaugummiqualität des
Films wird musikalisch auch noch fabelhaft unterstrichen, indem in einer Tour
die Black Eyed Peas, Lady Gaga und Flo Rida aus den Sprechern dröhnen, womit wir
uns still und heimlich qualitativ doch wieder an die Chipmunks heran rudern.
Verglichen mit den letzten animierten Pixar-Meisterwerken zieht "G-Force" klar
den Kürzeren, aber es scheint, als versuche man gar nicht erst in besagte
Gefilde zu reichen. Liebe und Tod kommen zwar kurz vor, werden aber direkt mit
Bodycheck ins Nirvana gekickt. Bruckheimers Hamsterarmada ist im Grunde
kunterbuntes, harmloses, nicht dummes, aber dümmlich simples Kinderkino, dass
das, was es sein will, relativ gut hinkriegt.
Wer sich den Film übrigens in 3-D ansieht, darf in Genuss vieler extra für diese
Perspektive gedrehten Szenen kommen, die sehr schick umgesetzt sind, auf Dauer
allerdings nur wahren Alzheimerpatienten gefallen dürften, da der Einsatz nur
kurzen Atem hat. Ließ „Oben“ vor kurzem noch mit fantastischen Tiefenwirkungen
staunen, so gibt es im pelzigen Powerpackstreifen fast nur aus der Leinwand
heraus stechende Nager, die spätestens nach 30 Minuten dauerhafter Dauerpräsenz
beten lassen, dass der Film maximal 88 Minuten geht. Was er tut.
Wer die 3-D Neugier haben mag und bereits mindestens neun Kerzen auf seinem
Kuchen auspusten durfte, wartet besser auf Besseres.
Fazit:
Insgesamt ein reichlich banaler Kinderfilm ohne Herz und Gefühl, dafür mit
vereinzelten Späßen und akzeptabler Action. Für Kleinkinder ein Riesenspaß, für
Eltern überlebbar, für alle anderen allenfalls niedliche Notlösung.
3,5 / 10
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