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Film Kritik
 
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Kritik: Ghettogangz - Die Hölle vor Paris

Story:
Wir schreiben das Jahr 2010. Frankreichs Hauptstadt Paris wurde aufgrund brutaler Aufstände verschiedener rivalisierender Banden in Bezirke eingeteilt. Innerhalb dieser Bezirke wüten bis an die Zähne bewaffnete Gangs, ohne Angst vor dem Gesetz haben zu müssen, denn die Regierung duldet das Dasein und versucht lediglich, mit hohen Grenzmauern und bewaffneter Polizeipräsenz die Gangs im Zaum zu halten.

Doch als dem franz. Geheimdienst eine Nuklearbombe abhanden kommt, entschließen sie kurzerhand, ihren besten Undercoveragenten (Cyril Raffaelli) in die Höhle des Löwen zu schicken, bevor Gang-Anführer Taha (Bibi Naceri) damit Unheil anrichten kann. Zusammen mit Leïto (David Belle), der noch eine offene Rechnung aus früheren Zeiten mit Taha zu begleichen hat, versucht Undercoveragent Damien die Bombe zu finden und sie zu entschärfen, denn der Zeitzünder tickt…

regie :
pierre morel
cast  : cyril raffaelli, david belle
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Luc Besson wird nicht zu Unrecht als europäischer Bruckheimer gehandelt. Das franz. Multitalent stellt immer wieder sein Können unter Beweis, sei es als Regisseur, Produzent oder Drehbuchautor. Grob lassen sich seine Filme in zwei Lager teilen: zum einen seine anspruchsvollen Regiearbeiten, zum anderen die weniger, dennoch sehr unterhaltsamen Filme, primär im Actionfilmsektor, bei denen er meist als Produzent oder Ideengeber fungierte.

Bessons neuster Streich, „Ghettoganz – Die Hölle vor Paris“, lässt sich wohl eher in die Kategorie anspruchslos, aber mit hohem Unterhaltungswert stecken. Auf dem Regiestuhl nahm der Franzose Pierre Morel Platz, das Drehbuch stamme vom Meister persönlich. Nach den Action-Blockbustern Transporter 1 und 2 scheint sich Besson im Actionsektor pudelwohl zu fühlen und zeigt in diesem turbulenten Actionfilm deutlich seine Handschrift.

Dass die Geschichte nicht sonderlich innovativ ist, lässt sich angesichts des hohen Actionanteils verkraften. Man entwarf kurzerhand ein Script über die Zukunft Paris, erschuf zwei rivalisierende Gangs und stelle ein ungleiches Gespann aus einem Cop und einem jungen Mann, der in diesem Bezirk aufgewachsen ist und ständig mit der brutalen Gang aneinander gekommen ist, inmitten des Hexenkessels.

Wenig Tiefgang, dafür viel Humor und zwei sympathische Darsteller, die mit witzigen Wort- und Kampfgefechten für erstklassige Unterhaltung sorgen. Das abwechslungsreiche Gespann lässt gerne über mangelnde Logik und kaum vorhandene Spannung hinwegsehen und bietet grandiose Kampfeinlagen.

Hier ist Luc Bessons Handschrift am Besten zu erkennen. Die großartig choreographierten Kampfszenen erinnern an die von ihm produzierten Filme „Transporter 1+2“ sowie „Unleashed“ mit Jet Li, die Feuergefechte, Shootouts und Einschüsse an „Leon der Profi“. Knallharte Schusswechsel, reichlich Blut und tote Körper sowie tolle Schnitte und Kameraeinstellungen machen Bessons neuen Actionkracher zu einem echten Geheimtipp für Fans des altmodischen Actionkinos.

Die Zusammenarbeit mit Actionchoreograph Corey Yuen in „Transporter 1“ hat ihn scheinbar sehr geprägt und so sehen die Fightszenen größtenteils sehr gut durchgestylt aus und bieten eine rasante sowie abwechslungsreiche Optik. Eine gewisse Härte in den Kampfeinlagen ist seit „Transporter“ Standard und auch Einseitigkeit kann man dem Film in keinster Weise vorwerfen, zum Beispiel bekommt der Zuschauer eine spektakuläre Flucht zu Gesicht, die, aufgrund der Optik und der unglaublichen Stunteinlagen, an diverse Skateboardvideos erinnert.

Die Darsteller spielen ihre Rollen solide bis gut. So richtig ernst nehmen kann man die Akteure sowieso nicht. Vor allem das ungleiche Gespann aus Cyril Raffaelli und David Belle sorgt für lustige Momente. Auf der Gegenseite spielen Tony D’Amario und Bibi Naceri die Parts der Gangster schön schusselig und teils übertrieben blöd.

Fazit:
Luc Besson gelang mit „Ghettoganz – Die Hölle vor Paris“ ein turbulenter Actionkracher, der eine schicke Optik, sympathische Darsteller und grandiose Martial Arts Einlagen bietet. Da sich der Film nicht sonderlich ernst nimmt, stört es auch nicht, wenn die Geschichte an Carpenters „Klapperschlange“ erinnert, denn der Film steht für kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau.


7,5 / 10

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