Story:
Als das
Kind
einer
jungen
Mutter
entführt
wird,
beauftragt
sie
einen
ungewöhnlichen
Ermittler
(Casey
Affleck),
der auf
der
Suche
nach dem
entführten
Kind in
immer
dunklere
Kreise
gerät
und
einer
überraschenden
Wahrheit
auf die
Schliche
kommt.
regie :
ben
affleck
cast
:
casey
affleck,
michelle
monaghan
kritik :
christian
westhus
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Kritik:
"Hut
ab, Ben
Affleck!
Das
Regie-Debüt
des
Schauspielers
kann
sich
mehr als
sehen
lassen."
Eigentlich
konnte
man
schon
erahnen,
dass
sich
Affleck
als
Schauspieler
bisher
stark
unter
Wert
verkauft
hat, ist
er doch
als
Drehbuchautor,
zusammen
mit
seinem
Kumpel
Matt
Damon,
direkt
mit
einem
Oscar
ausgezeichnet
worden.
Und wenn
man
zuletzt
die
Worte
über
seine
verpatzten
Beziehungen
hört,
wie sie
seinem
Ansehen
geschadet
hatten,
kann man
durchaus
verstehen,
wie
wichtig
ihm
daher
dieser
Film
ist. Wie
viel
steckte
Affleck
also als
Privatperson
in die
Verfilmung
eines
seiner
Lieblingsbücher?
Die
Verfilmung,
die ihm
die
Karriere
retten
sollte,
wie er
selbst
sagt.
Die
Filmwelt
kennt
den
Autor
Dennis
Lehane
spätestens
seit
Clint
Eastwood
dessen
Roman
„Mystic
River“
erfolg-
und
oscarreich
auf die
Leinwand
brachte.
Auch bei
„Gone,
Baby,
Gone“
geht es
um ein
Verbrechen
in der
trügerischen
Unscheinbarkeit
von
Boston.
Ein
Mädchen
wurde
entführt.
Gleich
zu
Beginn
zeigt
Ben
Affleck,
dass er
durchaus
etwas
vom
Regiehandwerk
versteht.
Kameramann
John
Toll
zaubert
wunderbar
naturalistische
Alltagsbilder
auf die
Leinwand,
von
ungeschönt
realen
Menschen,
ehe der
Off-Kommentar
einsetzt
und die
Mutter
des
entführten
Mädchens
zur
Presse
spricht.
Auffällig
an der
ersten
halben
Stunde
ist das
lockere
Mundwerk
aller
Beteiligten.
Kaum ein
Dialog
kommt
ohne
Beleidigungen
und
Schimpfwörter
aus, was
wohl in
der
deutschen
Synchronisation,
die
ansonsten
ordentlich
ist, ein
wenig
befremdlich,
wenn
nicht
sogar
belustigend
wirkt.
Die
Mutter
des
Mädchens
wird
direkt
als
Mittelstands-White-Trash
geoutet
und
bekommt
in
Zukunft
noch
eine
große
Drogengeschichte
angehängt
und der
zwielichtige
Großdealer
kommt
ins
Spiel.
Da sind
ein paar
Dialoge
noch arg
gestelzt
und auch
Klischees
werden
bemüht,
wenn
auch
glücklicherweise
nie in
wirklich
schmerzhafter
Art und
Weise.
Der
Zuschauer
folgt
dabei
Casey
Affleck
als
Privatdetektiv,
unterstützt
von
seiner
Freundin
und
Kollegin
Michelle
Monaghan,
die nach
und
nach,
über
Bekanntschaften
und
durch
ihre
Neutralität
gegenüber
der
Polizei,
an neue
Informationen
gelangen
und
dadurch
immer
weiter
die
verzwackte
Geschichte
aufdecken.
Denn wie
schon
bei
„Mystic
River“
ist es
hier
nicht
so, wie
es
zunächst
scheint.
Und auch
wenn
Afflecks
Spannungsaufbau
hin und
wieder
unrund
wirkt,
so
schafft
er es
sehr
gut, den
Zuschauer
auf die
Zielgerade
zu
bringen
und dort
wird es
richtig
klasse.
Die
letzte
halbe
Stunde
hebt den
Film
noch
einmal
stark
an. Da
kann man
fast
vergessen,
dass
Casey
Affleck
leider
„nur“
gut
spielt,
Michelle
Monaghan
etwas
blass
ist und
Morgan
Freeman
zunächst
ein
wenig
verschenkt
wirkt.
Ed
Harris
vergoldet
dafür
mal
wieder
eine
Nebenrolle
und
dürfte
wohl am
ehesten
als
Oscarkandidat
gehandelt
werden.
Ben
Afflecks
Regie
wächst
mit
zunehmender
Spielzeit.
Das
durchweg
bedächtige
Tempo
zieht
schon
vorher
ein paar
Mal
stark an
und
einige
Szenen
sind
verdammt
spannend.
Auch die
Dialoge
werden
besser,
die
Handlung
dichter
und nach
und nach
entdeckt
der
Zuschauer
die
wahren
Hintergründe
des
Verbrechens.
So wie
Casey
Affleck
wird man
als
Zuschauer
zu einer
Entscheidung
gezwungen.
Dazu
gezwungen,
seine
eigenen
Moralvorstellungen
zu
hinterfragen
oder
argumentativ
zu
vertreten.
Kaum ein
Film in
der
letzten
Zeit
forderte
vom
Zuschauer
derartige
Reaktionen
am Ende.
Diskussionen
sind
quasi
nicht
vermeidbar,
wenn
hier
Moral,
das
Gesetz
und das
Gut/Böse-Empfinden
der
Menschen
ordentlich
durcheinander
gewürfelt
wird.
Was
„richtig“
ist und
was
„falsch“,
ist wohl
kaum mit
vollster
Überzeugung
zu
beantworten.
Und Ben
Affleck
verfällt
nicht
der
Verlockung,
das Ende
als
simplen
Plot
Twist zu
verkaufen.
Schon
vorher
verdichten
sich
nach und
nach die
Anzeichen
dafür,
ehe
Casey
Affleck
die
Entdeckung
macht.
Der
behutsame,
dichte
und
ruhige
Film
pendelt
dabei
sehr gut
zwischen
Krimi,
Thriller
und
waschechtem
Drama,
immer
unterstützt
von
einem
sehr
zurückhaltenden
Score.
Und die
Schlussszene
ist eine
ambivalente,
zerbrechlich-schöne
Studie
in
Ratlosigkeit
und
Ungewissheit.
Fazit:
Ben
Afflecks
Herzenspojekt
ist ein
richtig
guter
Film
geworden.
Ob sein
ruhiger
Ton und
seine
ungewöhnliche
Handlung
auch für
einen
Erfolg
sorgen,
bleibt
abzuwarten,
doch
inszenatorisch,
optisch
und
darstellerisch
gibt es
hier
viel
Positives
zu
bewundern.
Definitiv
einen
Blick
wert.
7,5
/ 10
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im Forum
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