Story:
John Hancock hat echte
Superkräfte. Wieso, und wo er eigentlich herkommt, hat er vergessen, aber Fakt
ist, dass er weltbekannt ist. Oder viel mehr, berüchtigt, denn Hancock ist ein
ständig betrunkener Rüpel, der mit seinen Heldentaten stets mehr zerstört als er
rettet. Als er eines Tages einem PR-Agenten aus der Patsch ehilft, bietet sich
dieser an, Hancocks Leben wieder auf
die Reihe zu kriegen...
regie :
peter berg
cast :
will smith, charlize theron
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der neue Smith hat
das Zeug zum Hit, vergeigt sich aber alles durch seine katastrophale zweite
Hälfte.
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Condorman Begins.
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Will Smith als herunter
gekommener fliegender Zerstörer? Eigentlich eine starke Idee, die auch in den
ersten 30-40 Minuten des Films umwerfend funktioniert. Wenn Hancock als
Super-Randy Quaid aus den Grisworld Filmen Gangster jagt und dabei unzählige
Polizeiwagen schrottet, Kinder in die Stratosphäre wirft und Züge entgleisen
lässt, dann kann man nur lauthals lachen. Zumal Smith das fantastisch spielt und
sichtlich Spaß daran hat, mal das völlige Gegenteil seines Saubermann-Images zu
spielen.
Sehr gut ist auch Jason Bateman, der als PR-Agent Ray angestrengt um Hancock
kämpft und den für ihn nötigen Gegenpol mimt, der nötig ist, um Hancock wieder
nüchtern zu kriegen.
Das Problem: nach rund einer Dreiviertelstunde reißt Hancock sich zusammen - und
der Film fällt auseinander. Abgesehen davon, dass Hancock als Figur ab dann
recht langweilig, da zu steif und charakterlos wird, stürzt sich das Drehbuch ab
Filmmitte schreiend aus dem Fenster.
Was folgt, ist nämlich eine komplizierte und unnötig umständliche Erklärung
von Hancocks Kräften und Herkunft, die an sich dramatisch und teils auch
romantisch wirken soll, das aber völlig verfehlt. Diese Erklärung, die mit einer
der Filmfiguren zusammenhängt, macht schlicht den gesamten Film kaputt. Statt
mehr von dem destruktiven Humor gibt es dann einen verklemmten Smith, der sich
in der Rolle des forciert braven Hancocks so unwohl fühlt wie seine Figur in dem
einfallslosen Suit.
Fast alle der anfänglichen Topszenen stecken übrigens schon im Trailer.
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"Hitch 2: Hitcher? Würd ich mir noch mal
überlegen."
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Es folgen einige größere, aber
schwach gemachte Actionmomente, die zu nichts und wieder nichts führen und keine
Sekunde Spannung aufbringen können. Man fiebert nie für Hancock, denn sein
Gegner in diesem Kampf... ist eigentlich kein Gegner. Ihr Kampf hat keinen
wirklichen Grund, weswegen sie umsonst kämpfen, und das auch noch inmitten
schlecht animierter Wirbelstürme. Es gibt zwar einen kleineren Endgegner; einen
frustrierten Bankräuber, aber der ist eher Randfigur und nur ein schlechter
Scherz für
einen Übermensch wie Super Hancock.
Schlimm ist auch, dass die Story seine Zuschauer für dumm verkauft. Spät im Film
werden plötzlich Regeln für Hero Hancock aufgestellt, die vorher im Film
vollkommen ignoriert wurden. Zudem macht auch vieles davon keinen Sinn, und das
leidige Thema der Kräfte nimmt fast den ganzen Humor aus der Story.
Das Ende dürfte auch einer der schlechtesten Showdowns in Superheldenfilmen
überhaupt sein, denn Hancock kriegt nichts großes zu bekämpfen und rettet
letztendlich alle, in dem er >man
glaubt es kaum - einfach wegläuft<.
Fazit:
Hancock ist ein
versemmeltes Konzept. Selten wurde ein so starker Anfang derart vergeigt wie in
diesem Gurkensalat, der erst gut schmeckt, aber ab der Hälfte dann nur noch mit
verfaultem Obst gefüllt ist. Will Smiths schwächster Film seit Men in Black 2.
Hancock 2? Nein, danke. Knapp
6 / 10
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