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Film Kritik
 
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The Happening

Story:
Der Lehrer Elliott (Mark Wahlberg) und seine Frau Alma (Zooey Deschanel) werden eines Tages Zeuge, wie ein unheimliches Phänomen die Ostküste Amerikas heimsucht: Menschenmassen verlieren scheinbar ohne Grund die Orientierung und bringen sich kurz darauf auf brutalste Weisen um. Um diesen scheinbaren Terroranschlag zu entkommen, fliehen sie vergeblich aufs Land, doch die Wahrheit sucht sie auch dort heim...

regie :
m night shyamalan
cast  : mark wahlberg, zooey deschanel
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Der neue Shyamalan ist zwar kein solch großer Reinfall wie sein letzter,
kommt aber nah dran.
 


Nach Lesen des Drehbuchs waren alle Beteiligten
schier restlos begeistert.

Mit "The Sixth Sense" und "Unbreakable" hatte sich der indische Regisseur
M Night Shyamalan damals zum Next big Thing gemacht; jeder wollte mit ihm arbeiten, jedes Studio bot ihm freie Hand für Budgets an und so mancher mutmaßte er wäre der nächste Wunderjunge ala Spielberg. Als dann aber "The Village" und "Signs" nicht ganz die Erwartungen halten konnten, kamen erste Zweifel auf.

Nicht etwa an M Nights Talent - denn auch diese beiden Filme waren technisch toll gemacht und vor allem mit einem starken Sinn für Bild- & Tonkomposition eingefangen. Nein, viel mehr kritisierte man die Storys und die Enden, die jeweils zwanghaft für Höhepunkte sorgen wollten, aber niemals den Effekt von Sixth Sense erreichte. Stattdessen übertrieb es M Night und baute sich dann auch noch mit selbstverliebten, schlechten Rollen vermehrt in seine eigenen Filme ein, was in "Das Mädchen aus dem Wasser" seinen bisherigen Zenit erreichte. Mit Mädchen lieferte er ein Werk ab, das nur einer genial fand - er selbst - und das lange nicht mehr an die Qualitäten seiner Erstlinge heran erreichte.

"The Happening" soll jetzt sein ambitioniertestes Stück sein; ein bedrückender, trauriger und schauriger Horror-Katastrophenfilm mit großer Message. Schafft er das? Nein.
 


Helden der Videogame-Verfilmungen: Max Payne (re.),
Super Mario Bros - The Movie (mitte.).

Das fängt schon bei der Story an. Der "Feind" der Geschichte (er sei hier nicht verraten) ist in der Theorie originell gewählt und garnicht so unlogisch, doch seine Inszenierung ist einfach grauenhaft schlecht gewählt. Sämtliche Actionszenen bestehen im Grunde nur aus Lauferei, die selten langweiliger umgesetzt wurde. Ließ der ähnliche "28 Weeks Later" vor kurzem noch den Puls rasen, ist Das Ereignis ein recht ruhiger Film, der nur aus zwei Arten von Gruselelementen besteht: merkwürdigem Verhalten von Opfern und billigen Buh-Momenten. Erstere sind anfangs noch spannend, doch nachdem sich alles zigmal wiederholt und nur für den Effekt bewusst übertrieben wird, wird man es schnell leid.

Weiter gehts mit den Schauspielern. Katastrophenfilme haben in der Regel eins gemeinsam: wegen schrecklicher Situationen ergeben sich Panik, Paranoia, Ängste, Entsetzen, Mut, Wut und Überlebenskampf, die normalerweise starke Gefühle hervorrufen und sich allemal für starke Dialogwechsel eignen. Nicht aber in The Happening. Mark Wahlberg kriegt absolut nichts zu tun und ist bis auf zwei kleine Szenen einfach nur leer, Zooey Deschanel steht schulterzuckend daneben und weiß ebenfalls nichts mit M Nights Drehbuch anzufangen. Selbst im schwachen Remake von Poseidon gab es mehr Herzschmerz und glaubhaften Überlebenskampf.

Die beste Rolle hat noch John Leguizamo aus Spawn und Land of the Dead, der als herzlicher Vater überzeugt - und viel zu schnell aus der Story verschwindet. Nervig ist auch, dass viele Dialoge so platt sind, dass sie äußerst belehrend klingen und von der Qualität her aus Folgen von Captain Planet oder He-Man stammen könnten. Sie haben das Format von "Liebe Kinder, macht x nicht, sonst passiert y!" und "Wasser ist nass - wusstest du, das Wasser nass ist?"

Die Story an sich hat ein riesiges Problem: sie ist vollkommen unharmonisch. Spannende Momente werden von Gags unterbrochen, von Szenen in denen Wahlberg von einem 12jährigen Beziehungstipps kriegt, von Schockmomenten bei denen Kinder erschossen werden, von lieblosen Melodramszenen, in denen man ein sündhaftes Essengehen mit einem Arbeitskollegen beichtet (sogar ohne Händchenhalten, Carrie und ihre Girls gähnen). Kurzum, er weiß nicht, ob er dramatisch, lustig, actionreich oder berührend sein will, denn er versucht alles auf einmal und vergeigt dabei alles auf einmal.

Dazu kommen dann noch irrsinnig dumme Erklärungen und Analysen, die die Idioten-Wissenschaft von The Day after Tomorrow und The Core glaubwürdig und toll erscheinen lassen. Auch das Ende ist langweilig (und bietet übrigens keinen Twist dieses Mal).
 


"Lauft, er will The Happening 2!"

Dabei ist nicht komplett alles versemmelt. Einige kleine Momente funktionieren, aber sie sind fliehend und rar gesäht. Der Score von James Newton Howard hat zwar keine eigene Seele, untermalt den Film aber wunderbar und lässt ein wenig vergessen, dass die Kamera dieses Mal weitaus unspektakulärer ist und auch das Setdesign im Vergleich zu The Village und Mädchen enorm schlechter geworden ist.

Wem kann man den Film nun empfehlen? Eine gute Frage. Es sind etwa insgesamt 10 Minuten im ganzen Streifen, die gut gespielt sind, guten Effekt besitzen und sich nicht strohdämlich anhören; wem das reicht, der sollte es unter Vorbehalt wagen. Alle anderen widmen sich besser einem anderen Happening.

Fazit:
Shit happens.


3
/ 10

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