Story
Teil 1:
Mit 11 Jahren kommt Harry Potter auf die berüchtigte Zaubereischule Hogwarts, in
dem der Junge sofort als der Auserwählte angenommen wird. Als Kind soll er
bereits den mächtigen bösen Zauberer Voldemort besiegt haben, den Mörder seiner
Eltern, der seit Jahren versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mit
Hilfe des sogenannten Stein der Weisen will er nun die Überhand ergreifen, doch
mutig stellt sich Potter ihm mit seinen Freunden Ron und Hermine entgegen...
Story Teil 2:
Im zweiten Teil suchen die drei die sagenumwobene Kammer des Schreckens und ihren
schrecklichen Bewohner, und decken zudem eine Verschwörung gegen ihren guten
Freund, den Hausmeister
Hagrid auf.
Story Teil 3:
In ihrem dritten Jahr an der Hogwarts-Akademie für Zauberkunst erfahren die
Kinder, dass der angeblich gemein-gefährliche Mörder Sirius Black aus seinem
magischen Gefängnis ausgebrochen ist. An der Geschichte ist jedoch mehr dran als
gesagt wird,
weswegen sie sich aufmachen, der Sache auf den Grund zu gehen.
Story Teil 4:
Potter wird auserwählt, beim tödlichen trimagischen Turnier teilzunehmen. Dass
das jedoch mehr als nur Schicksal ist, erfahren er und seine Freunde erst, als
es fast zu spät ist...
Story Teil 5:
Um der aufkommenden Gefahr
Voldemorts entgegen zu wirken, fangen die drei im Geheimen an, die anderen
Schüler in magischer Selbstverteidigung zu unterrichten. Die wird auch
dringend benötigt, denn wieder hat das Böse Arges im Auge...
regie :
chris columbus, alfonso cuaron, mike newell
cast :
daniel radcliffe, rupert grint, emma watson
kritik :
christian mester
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Kritik:
Pottermania zu Recht? Zu lang jedenfalls.
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"Fzzgrls!"
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Teil 1:
Harry Potter und der Stein der Weisen
Dass der erste Teil ein Riesenerfolg werden würde, stand damals völlig außer
Frage. Der Film kam zu einer Zeit auf den Markt, als der Bücherhype bereits ganz
oben war (wo er bis zur Veröffentlichung des letzten Buches dann auch blieb),
und da Chris Columbus den Erstling recht akkurat umsetzt, war der Fortgang der
Filme gesichert.
Verpönt war Potter damals noch bei den meisten Älteren, denn es hieß anfangs,
Rowlings Werk sei doch bloß alberner Fantasyschmarn für die Kleinsten. Albern
war der erste Film nicht, doch in der Tat noch speziell an die Kleineren
Zuschauer gerichtet. Allein schon, weil Potter und Co. im ersten Teil gerade einmal elf
Jahre alt sind und es somit schwer fällt, sich in sie hinein zu versetzen (zumal
sie unentwegt mit sprechenden Hüten und Bildern etc. zu tun haben). Ähnlich
niedlich fällt also die Geschichte aus, und während er fraglos einen netten
Einstieg in die Welt und Figuren bietet, ist die Geschichte an sich durchweg
eher oberflächlich und kindlich gehalten. Dazu kommt, dass die Effekte zwar
abwechslungsreich und vielfältig sind, technisch aber nicht immer überzeugen
können. Gerade Szenen in der Luft oder beim öden Quidditch lassen sehr zu
wünschen übrig, was zumindest vom guten Soundtrack wieder aufgefangen wird.
Ein solider Einstieg in eine große Fantasy-Reihe, dessen beste Zeiten jedoch
noch vor ihr lagen.
5 / 10
Teil 2:
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Die Fortsetzung setzt nahtlos am ersten an, wobei alles Bisherige effektiv
Stückchen für Stückchen erweitert wird. Sämtliche Charaktere bekommen ein wenig
mehr Tiefe, die grundlegende Geschichte verdichtet sich und auch sonst gibt es
für alle mehr von Allem. Zwar ist der Anfang etwas schleppend geraten und
Jar-Jar Binks-Verschnitt Dobby nervt gehörig, doch spätestens wenn es am Ende in
besagte Kammer und gegen dessen schuppigen Bewohner geht, erreicht die Serie
ihre bis dato besten Szenen.
Ein etwas dunklerer und ernsterer Ton tut der Geschichte gut, wodurch das
komplette Geschehen direkt weniger handzahm und sorglos, sondern allgemein
ernstzunehmender wird. Eine aufpolierte Fortsetzung, wenn auch noch immer nicht der
ganz große Schlag, was vor allem an der übertrieben langen Lauflänge von fast
drei Stunden liegt, die der Film nicht vernünftig füllen kann.
5,5 / 10
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"Potter, ts."
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Teil 3:
Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Nummer 3 unterscheidet sich maßgeblich von seinen Vorgängern, was mit Sicherheit
vor allem am vollzogenen Regieabtausch liegt. Nachdem Kinderfilm-Regisseur Chris
Columbus (Kevin allein Zuhaus) nach zwei Inszenierungen den Regiestuhl abgab,
übernahm der mexikanische Dramenspezialist Alfonso Cuaron (Children of Men), der
die Story, die Figuren und auch die Umgebung bedeutend reifen lässt. Vorbei sind
die haltlosen Geplänkel, vorbei die kindlichen Spielereien - zum ersten Mal
bekommt man wirklich das Gefühl, dass es im Großen und Ganzen um etwas geht.
Dass Voldemort in der Tat eine ungemeine Bedrohung darstellt, dass die Welt
nicht nur von sprechenden Hüten und ulkigen Muggels dominiert wird, dass ihre Zeit in
Hogwarts nicht nur Spaß im Feriencamp bedeutet. Der Wechsel schlägt sich in fast
Allem wieder: die Figuren (obwohl erst 14) wirken gereifter, gefestigter,
nachdenklicher, der gesamte Stil ist merklich düsterer und die Story
tiefschichtig. Auch die Nebenfiguren, im Vorfeld schon gut besetzt, werden hier
mit Gary Oldman und David Thewlis klasse erweitert. Da Richard Harris verstarb,
übernahm Michael Gambon für Oberzauberer Dumbledore, der in der Rolle zufällig
einen sogar noch besseren Job machen kann.
Nummer 3 ist auch der erste, bei dem die lange Laufzeit von über zwei Stunden
nicht zu Lasten der Geduld fällt, sondern durchweg gut genutzt wird. Was dem
Film jedoch bei allen guten Dingen fehlt, ist ein ordentlicher Showdown, wie man
ihn noch beim zweiten genießen konnte.
7 / 10
Teil 4:
Harry Potter und der Feuerkelch
Wahrlich erstaunlich: nachdem jeder der vorherigen Filme schon besser war als
sein Vorgänger, trifft das auch auf den vierten zu, der zweifellos bis dato mit
Abstand der beste von allen Teilen ist. Das trimagische Turnier ist Fantasy vom
Feinsten, und selbst wenn man die Bücher oder vorherigen Filme nicht kennen mag,
ist er eine deutliche Empfehlung für jeden, der ein Faible fürs Genre hat.
Effekttechnisch eine Wucht, kämpfen Potter und seine Freunde sich hier durch
enorm abwechslungsreiche Örtlichkeiten und Herausforderungen, die wunderschön in
Szene gesetzt und mit tollen Action-Szenen beeindrucken. Nicht nur das - auch
die Story fasst wieder guten Fuß. Sie ist zwar nicht mehr so düster wie die des
Vorgängers, jedoch weiterhin wunderbar ernstzunehmen. Im Verbund mit dem sehr guten
Showdown, an dem Ralph Fiennes offensichtlich große Freude hatte, kann man kaum
zufriedener sein.
Die typischen Randelemente sind natürlich ebenfalls alle wieder mit dabei: die
spaßigen Momente, das frühe Liebesgeplänkel und skurrile Lehrer, wobei gerade
Alan Rickman als Snape immer interessanter wird. Harry Potter 4 ist nicht nur
der bisweilen beste der Reihe, er ist als Stand-Out einer der besten
Fantasyfilme der letzten Dekade.
8,5 / 10
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"Bains..."
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Teil 5:
Harry Potter und der Orden des Phoenix
Es musste ja irgendwann einmal passieren, und nun war es soweit: Phoenix
markiert den ersten größeren Abstieg der Reihe, da er es nicht vermag, den
außerordentlich guten vierten Teil zu toppen, geschweige denn, ihn zu erreichen.
Nach dem sehr bunten und Action-lastigen Turnier geht es in diesem wieder etwas
gemäßigter zu, was daran liegt, dass der Großteil der Geschichte wieder in der
Zauberschule spielt.
Dort herrscht aber keine neue Leichtigkeit, denn gezeichnet von den erlebten
Ereignissen herrscht noch immer Bedrohung, was man den Jugendlichen unentwegt
anmerkt. Verängstigt fangen sie an zu trainieren, um später einmal um ihr Leben
kämpfen zu können - diese Ernsthaftigkeit hält ebenfalls Einzug in Form einer
neuen Lehrerin, die mit ihrem Terrorregiment für viele gute Szenen sorgt.
Gegen Ende wird es dann auch wieder etwas actionreicher, da die Kids ihre
gelernten Kräfte auf die Probe stellen müssen, was in einem zwar etwas zu kurz
geratenem, aber visuell und narrativ tollem Showdown endet. Potter 5 reicht
somit nicht ganz an seinen erstklassigen Vorläufer heran, übernimmt die Staffel
aber mit Schwung und ist ebenfalls ein wirklich guter Fantasy-Film.
7,5 / 10
Zur Reihe:
Wer sich bislang noch
unsicher ist, sollte sich einen Ruck geben und unbedingt einmal in den vierten
hineinschauen, der eigentlich für jeden Fantasyfan tolle Unterhaltung bieten
dürfte. 3, 4 und 5 sind allesamt gut, wobei man die ersten beiden dabei zum
Verständnis nicht unbedingt gesehen haben muss, da die übergreifende Handlung
eigentlich jedes Mal kurz erklärt wird, bzw. sich aus der Handlung ergibt (geht nämlich auch ohne Texttafel, George). 1+2 sieht man also besser als
Prequels an, die ähnlich wie die erste Star Wars Episode diverse Probleme mit
sich bringen - will man die Helden der späteren Taten unbedingt als Kinder
sehen? Das sollte man sich eventuell als Option offenstehen lassen, nicht aber
als Muss sehen.
Auffällig ist, dass diese ersten fünf Filme allesamt jeweils mehr als zwei
Stunden gehen, was für Fan-DCs auf DVD annehmbar wäre, den Filmen aber nicht
immer gut tut. Mindestens drei der ersten fünf sind zu lang, zwei davon sogar
viel zu sehr. Von den rund 900 Minuten Gesamtlänge hätte man locker zwei ganzen
komplette Stunden weglassen können, ohne Wichtiges zu verlieren.
Schauspielerisch muss man leider feststellen, dass Harry-Darsteller Daniel
Radcliffe leider bis heute nichts wirklich dazu gelernt hat und als
einzelstehende Rolle niemals funktionieren würde. Rupert Grint (Ron) und Emma
Watson (Hermine) sind da leider auch nicht viel besser, da sie in allen Teilen
immer nur jeweils den trotteligen Vogel und die strebsame, aber loyale Freundin
spielen, die nie aus ihren gewohnten Rollen ausbrechen oder durch ihr
Spiel überzeugen können. Das ist aber nicht allzu schlimm, da sie als Personen
relativ sympathisch sind und von unzähligen Aspekten unterstützt werden -
meistens von grandioser Optik, einem starken Soundtrack und diversen
Topschauspielern wie Gary Oldman, Helena Bonham-Carter, Michael Gambon und Alan
Rickman, die jedes Mal trotz Nebenrolle unheimlich viel zum Film beitragen.
Natürlich wird es vielen Älteren ein Dorn im Auge sein, dass die Hauptfiguren
dieser langen Geschichte Kinder bzw. Jugendliche sind, wer sich aber darauf
einlassen kann, wird mit einem originellen und ansprechenden Fantasyepos
belohnt. Da die Schauspieler auch bisher nicht neu besetzt wurden, kommt auch
eine gewisse Familiarität auf, dessen Vertrautheit im Laufe der Serie angenehm
bleibt. Es spricht die weiteren Teile selbstredend nicht von Fehlern frei,
lässt über diese zeitweise jedoch hinweg schauen. So gibt es auch in späteren
Teilen teils alberne Kleinigkeiten, die aber von dem mittlerweile gereiften
Rahmen zur Seite geräumt werden.
Die extreme Pottermania ist also vielleicht etwas hoch gegriffen, aber die
regelmäßige Vorfreude auf den jeweils nächsten Film ist berechtigt, da sie
fortlaufend angenehm unterhält.
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