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Film Kritik
 
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The Hills have Eyes 2

Story:
Nachdem ein Stützpunkt der Army mitten in der Wüste wie verlassen von einem Versorgungstrupp aufgefunden wird macht sich schnell Unbehagen breit. War da etwas? Hat sich dort jemand bewegt? 

Die Hügellandschaft scheint von geheimnisvollen Kreaturen bevölkert die nicht ganz unbeteiligt am Verschwinden der stationierten Forscher sind. Man macht sich auf die Suche nach den Vermissten und muss allzu schnell feststellen, dass man nicht alleine ist...


regie :
martin weisz
cast  : michael bailey smith, derek mears
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Now, The Hills have Soldaten! Nun, das ist nicht weiter überraschend sondern der Lauf der Dinge. Nach dem Überraschungserfolg von "High Tension" - Regisseur Alexandre Aja jagte man dem überragenden Remake der "Hügel der blutigen Augen" nun eine Fortsetzung nach. Glänzte der Vorgänger mit unerbittlicher Spannung, krasser Atmosphäre und Angst einflößenden Hügelbewohnern, so strickt die Fortsetzung ein nettes Schema F- Filmchen mit literweise rotem Saft und einer ordentlichen Portion Fleischeslust.

Natürlich war es schwer das Remake zu toppen. Seit langem mal wieder verstand es ein Filmemacher einen in die Jahre gekommen Film aufzupäppeln und ihn mitten ins 21 Jahrhundert zu verfrachten. Dabei beließ er es auf Zutaten, die schon damals Horrorfilme ausmachten. Charaktere mit denen man sich identifizieren konnte, eine Atmosphäre die von der ersten bis zur letzten Minute anhielt und unerträgliche Spannung die hin und wieder durch perfekt eingefädelte Schock-/ o. Goreszenen kurz aber schmerzvoll unterbrochen wurde.

Doch die "Hügel der blutigen Soldaten" interpretierten das Thema dann doch auf ihre eigene, ideenlose und monotone Art und Weise. Anstatt der Familie, in der jeder Zuschauer einen Identifikationsmöglichkeit fand, rücken nun stereotype Soldaten in den Mittelpunkt. Überwiegend jugendliches Gemüse, die jegliche Klischees bedienen. 

Der schießgeile Mexikaner, die zurückhaltende Soldaten-Mama mit Kinder-Video auf dem Handy, der junge "Napoleon" der anfangs noch als Schwächling daherkommt und später die Führungsposition einnimmt und ein bisschen Soldatenfutter damit man die lahmen Einführungssequenzen auch "gut" übersteht.

Dann kann es ja los gehen. Mit dem Erreichen der verlassenen Forschungsstation legt sich eine unbehagene Spannung über die Hügellandschaft. Ähnlich wie nach der Autopanne im Vorgänger spielt der Regisseur hier mit guten Angst-Elementen und lässt die Soldaten wie den Zuschauer im Dunklen tappen. Doch das währt nicht lange. Spätestens mit dem vollkommenen Abschnitt von der Außenwelt beginnt der Überlebenskampf, oder sollte man sagen: Die blutige Schlacht um Leben und Tod?

Zumindest fehlender Ideenreichtum bei der Gestaltung der verschiedenen Tötungsszenarien der Soldaten kann man den Filmemachern nicht vorwerfen. Zermatschte Schädel, abgetrennte Arme, zerschossene Körper, wer Blut mag kommt voll auf seine Kosten. Wer mehr erwartet, geht meist leer aus. Es sei denn, man gehört zu der Art Cineast, der beim hunderttausendsten Mal "Mensch schaut in leeres Loch und wird urplötzlich hineingezogen" noch ernsthaft erschrickt oder dieses als originell ansieht.

Blut ist eben doch nicht alles. Da die Schamgrenze in der heutigen zeit doch beträchtlich nach unten gereicht wurde, wird bei den "blutigen Hügeln 2" mit aller Kraft versucht, fehlende Charakteridentifikation und mangelnde Spannung mit blutrünstigen Ekeleinlagen wieder wett zu machen. Das mag für ein 5 minütiges Trailer-BestOf genügen, für einen Horrorfilm ist das aber viel zu wenig.

Man fühlt nur ein einziges Mal mit den Protagonisten mit und auch hier muss sich jeder selber fragen, ob einen Mutantenvergewaltigung wirklich in einen Horrorfilm gehört. Ein paar gut platzierte Schocks, passable Spannungsbogen und tonnenweise Blut, eine klischeehafte Fortsetzung wie sie besser nicht in eine Schublade passen würde.

Horrorfilme machen für Dummies. Als Buch sicherlich ein Verkaufshit und Regisseur Martin Weisz nur ans Herz zu legen. Ein weiterer Teene-Slasher der aus den letzten Remake-Flops nichts lernte und nur dafür sorgt, dass die Ekel-Grenze mal wieder überschritten wird. Maßstäbe hat er nur in dieser Hinsicht gesetzt, in allen anderen Bereichen jedoch meist versagt. 

Fazit:
Im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger nahezu stümperhaft, ist der Film vor allem denjenigen ans Herz zu legen, die sich nach viel gut gemachtem Splatter und weniger nach einem guten Horrorfilm sehnen. Ein weiterer Film, der auf den Hügeln der blutigen Remakes verwahrlosen wird. Schade eigentlich.

3,5
/ 10

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