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Hitcher 2: I've been waiting (2003)

Story:
Rund zwanzig Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils trifft Jim (C. Thomas Howell) erneut auf einen Psychopathen, der Unschuldige jagt und spezielle Spielchen spielt, wie schon der Mann, der sein Leben für immer veränderte...

regie :
robert harmon
cast  : rutger hauer, c. thomas howell
kritik :
christian mester
 

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Kritik:
Was macht ein Autor, wenn er vor zwanzig Jahren einmal zwei Hits in Folge hatte ("Hitcher, der Highway-Killer" und "Near Dark") und seine Karriere seither nur noch auf Sparflamme läuft? Die alten Kamellen natürlich schnellstens neu aufwärmen, weswegen C. Thomas Howell zwei Dekaden später erneut über die Landstraßen fetzen durfte - und das, obwohl eine direkte Fortsetzung bestenfalls schwammig werden konnte. Der Hitcher war schließlich schon tot, wie macht man daraus also ein Sequel, das auch noch "I've been waiting" - "Ich habe gewartet" heißt?

Ganz einfach: indem man es einfach mal probiert. Jake Busey, der auffällige Grinsemann aus "Starship Troopers" und "The Frighteners", darf ein gänzlich neuer Anhalter sein und im Mantel ähnlich tödliche Spielchen wie sein bekanntes Vorbild treiben. Das Entkommen ist mal wieder vergleichbar schwierig, es gibt eine ähnliche Love-Interest (Kari Wuhrer) und ein weiteres Mal will keiner der erreichbaren Cops so recht glauben, dass der Held nicht für die auftauchenden Leichen verantwortlich ist.

Trotz der unübersehbaren Imitation des Originals und der Tatsache, dass "I've been waiting" allenfalls ein reiner DVD-Titel ist, schneidet die späte Fortführung der Geschichte überraschenderweise weit besser ab, als man im Vorfeld hätte erwarten dürfen. Nach einer wirklich spannenden, wenn auch unlogischen Eröffnung entfaltet sich der Plot um Hitcher Nummer 2 relativ unterhaltsam, mit akzeptablen Szenen und aufgebretzelter Action, die sich im Bereich der B-Produktionen durchaus sehen lassen kann.

Letzten Endes kommt das Sequel allerdings bei weitem nicht an seinen aufreibenden Vorgänger heran, was hauptsächlich an zwei Dingen liegt, die dem Original seinen kleinen "Klassiker" Stempel aufdrückten: Rutgers geniale Darstellung des Ryder und Howells mitreißende Heldentour. Gary Buseys Sohn Jake Busey ist okay, aber offensichtlich kein zweiter Hauer. Und Howell? Der wirkt nicht mehr richtig, da seine Figur mittlerweile selbst einen manischen Eindruck macht und schon nach Hälfte der Laufzeit aufgrund eines Kniffs nicht mehr dabei ist.

Den Film trägt dann bloß noch Kari Wuhrer, die keinen schlechten Eindruck hinterlässt, aber doch zu sehr nach unrealer Actionheldin wirkt und es nicht schafft, die zweite Hälfte akzeptabel enden zu lassen. Mit mehr Howell und einem besseren Hitcher hätte der Film gut werden können, so bleibt es eine mittelmäßige B-Produktion, die man sich ohne große Erwartungen ansehen sollte.

Fazit:
"Hitcher 2" ist annehmbare B-Unterhaltung für verregnete Dienstage, aber weit davon entfernt, ein guter Film zu sein.


3,5 / 10

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