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Film Kritik
 
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Kritik: Hostel

Story:
Die drei Freunde Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) sind Rucksacktouristen, die auf ihrem Trip durch Europa nur eines interessiert: Jede Menge willige Mädels und Sexorgien. Von einem Unbekannten bekommen sie den Tipp, dass ihre Wünsche in einer Heerberge tief in der Slowakei in Erfüllung gehen.

Klar, dass die Jungs keine Sekunde zögern und sich auf die Reise machen. Dort angekommen scheinen sie das Paradies auf Erden gefunden zu haben. Jeden Tag stehen Party und hübsche Frauen auf dem Programm, bis einer von ihnen, Oli, urplötzlich verschwindet.

Auf der Suche nach ihrem Freund, machen sie eine grässliche Entdeckung. Oli wurde Opfer einer menschenverachtenden Bewegung, die jedem, der genug zahlt, es ermöglicht, Menschen auf bestialische Art und Weise zu foltern und zu töten. Paxton und Josh stehen auch auf ihrer Liste …

regie :
eli roth
cast  : jay hernandez, james irvin
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Was hat man im Vorfeld nicht alles gelesen über Regisseur Eli Roths neuen Horrorschocker „Hostel“. Ein Horrorschocker, der selbst hart gesottenen Genrefans Angst machen würde und das Blut in den Adern gefrieren lies. Brutalste Folterszenen, Blutfontänen und menschenverachtende sowie perverse Szenen wurden propagiert.

Doch Eli Roth, der 2002 mit dem Horror-Schocker „Cabin Fever“ sein Regiedebüt feierte, verspricht viel und hält wenig. Kein Wunder, dass er seinen Film mit dem Namen seines Produzenten und Kumpels Quentin Tarantino (Pulp Fiction, Kill Bill) schmücken musste, um im Vorfeld Aufsehen zu erregen.

Die Geschichte ist lachhaft peinlich und langatmig erzählt. Der viel zu lange Beginn erinnert an einen C-Klassen-Porno, die Witze und Sprüche der Kids sind stupide und unter der Gürtellinie. Sexhungrige Teenies, die auf Teufel komm raus alles Nageln was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Identifizierung? Fehlanzeige.

Man baut schlichtweg keinerlei Beziehungen zu den Akteuren auf, fiebert nur selten mit ihnen mit und so kommt es, dass sie einem erst dann leit tun, wenn sie mitten im Folterprozess stecken. Bis es aber soweit kommt und wir die erste Folterszene, welches ja das Prunkstück des Filmes darstellt, quält uns Eli Roth durch ein langweiliges Drehbuch ohne Höhen und mit viel Tiefen, dass er zur Krönung auch noch selbst schrieb.

Spannung und Atmosphäre. Attribute die einfach links liegen gelassen wurden. Stattdessen müssen wir die notgeilen Gören bei ihrer Partnerschaftssuche ständig begleiten und ertragen und warten gespannt auf das Highlight des Filmes: Die Folterszenen.

Die Location legte man hier in einen dunklen, schmutzigen und heruntergekommenen Keller. Dieser bietet eine beängstigende, gar bedrückende Atmosphäre, die die Qualen und damit verbundene Schreie grässlich realistisch und schon beinahe pervers erscheinen lässt.

Die Schlichtheit der Räume, die nur mit ein paar Tischen voller Werkzeuge und Instrumente bestückt sind, sowie die bestialischen Verhaltensweisen der Mörder, erschafft ein krankes und gleichermaßen perverses Bild, dass durch seine Realitätsnähe Angst und Schrecken verbreitet.

Die einzelnen Folterszenen sind zwar quantitativ nicht sehr häufig, gehen jedoch aufgrund ihrer brutalen Intensität unter die Haut und lassen den Zuschauer den Schmerz der Opfer am eigenen Leib erfahren. Bestialisch, unmenschlich und verrückt werden die jungen Männer zugerichtet. Zange, Bohrmaschine, Motorsäge, kein Werkzeug ist zu schade, keine Maschine stellt ein Tabu dar.

Qualitativ sind die Splatter-Szenen 1A in Szene gesetzt. Ausgerissene Augen, Löcher in Brust und Bein, durchschnittene Achillessehne etc. stellen die teils menschenverachtende Szenen dar. Blut spritzt literweise, klaffende Wunden sind in Nahaufnahme zu bewundern und lassen die entsetzlichen Qualen der Personen deutlich spüren.

Außer den Folterszenen, die an Spannung, beklemmender Atmosphäre und Brutalität, besser nicht hätten inszeniert sein können, bietet der Film nichts Weiteres. Die Schauspieler spielen durchschnittlich, ihre Rolle ist aufs Krepieren beschränkt. Ihre Scherze sind selten komisch und ihr Handeln, aufgrund der Sexbesessenheit, dämlich.

Fazit:
Eli Roths „Hostel“ bietet nichts, außer qualitativ hochwertigen Splatter-Szenen. Die Story ist platt, die Akteure peinlich, die Atmosphäre, bis auf die Folterszenarien, nicht vorhanden und von Spannung nicht die Spur. Nur am Ende vermag diese gelegentlich aufzublitzen, wird aber vom typischen Hollywood-Ende zu Nichte gemacht.

Kein Wunder, dass man solch einen Schund mit einem bekannten Namen wie Tarantino bewerben muss, der aufpassen sollte, dass sein Name dadurch nicht allzu sehr in den Dreck gezogen wird.


1,5
/ 10

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