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Film Kritik
 
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Kritik: Hostel

Story:
Josh und Paxton sind zwei Amerikaner auf Urlaubsreise, die mal richtig die Sau rauslassen wollen. Zusammen mit Saufkumpan Oli probieren sie alles aus: ob
Drogen aller Art oder Prostituierte; in Osteuropa fühlen sie sich wie im Paradies.

Als sie jedoch schließlich in einem Hostel in Bratislava landen, ändert sich bald alles - Oli verschwindet spurlos.

regie :
eli roth
cast  : jay hernandez, derek wilson
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Eli Roth's Hostel ist ein Film, der Gemüter teilen wird; das steht fest.

Im Gegensatz zu den letzten größeren Gruselfilmen The Descent und The Hills have Eyes ist er nämlich kein Horror im klassischen Sinne - eher erinnert eher an die Rape & Revenge Streifen aus den 70ern, mit denen Wes Craven berühmt wurde.

Das schlägt sich vor allem in der gruseligen Stimmung nieder: die ist nämlich unangenehm, schonungslos, und, das ist der wichtigste Punkt - wirkt äußerst real.

Die Ereignisse in Hostel beruhen natürlich auf reiner Fiktion, jedoch sind sie so nah an der Realität angesiedelt, dass die Möglichkeit ihrer Existenz beunruhigend ist. Sehr beunruhigend sogar, und von diesen Urängsten schürt der Film.

In Hills und Descent waren die Bösewichte Mutanten, die auch wenn sie noch so bedrohlich waren, stets als reine Märchengestalten gesehen werden. Niemand, der den Saal verlässt glaubt daran, dass es irgendwo auf der Welt so etwas geben könnte - weil es zu unreal ist.

Hostel dagegen ist besonders gemein und führt einen der sadistischen Killer bereits im vorraus unbemerkt ein, als normalen Menschen. Ein wenig komisch vielleicht, aber jemand, den es durchaus so geben könnte. Hört man nun, dass es um eine geheime Institution geht, in der man für Geld Menschen zu Tode foltern kann, spannt das die Nerven... denn so wie wir bereits an den Killer glauben können, ist die Kammer noch schrecklicher. Gedanklich schockt nun nicht nur das Geschehen, sondern auch die Möglichkeit dieses.

Die Kammer selbst liegt in einer alten Fabrik versteckt und ist nirgendwo verzeichnet. Bewacht von ost-europäischen Soldaten ist sie eine Geldmaschinerie, die reichen Leuten die Lösung ihrer extremsten Fantasien bietet; ein Greuel.

Sehr gut gelungen sind Eli's Hauptfiguren; Josh, Paxton und Oli sind drei Trottel, nicht unbedingt sympathisch, dafür aber äußerst glaubhaft. Wer schon öfters im Urlaub war, der weiß das es genau solche Leute gibt, die nur Unsinn und Frauen im Kopf haben.

Alle Schauspieler machen ihre Sache gut, vor allem wenn es dazu kommt, die Angst und den Schrecken rüber zu bringen. Der ist vor allem zum Ende hin stark gesät und überaus graphisch geworden. Kein übertriebenes Blutbad, aber die Intensität der Szenen ist sicher für den einen oder anderen zuviel des guten. Eingefleischte Horrorfans dürften jedoch auf ihre Kosten kommen (den Cameo von Takashi Miike nicht verpassen!).

Trotz der Thematik ist allerdings durchaus Anspruch vorhanden. Eine nette Hintergrundgeschichte verleiht einer der Szenen wesentlich mehr Kraft, und auch wenn es später einige extreme Zufälle gibt, lösen sich alle Spannungsbögen wunderbar auf.

Hostel ist eine starke Gruselgeschichte, die für viele vielleicht zu echt wirkt. Gerade das macht sie aber zu einem spannendem Erlebnis für hartgesottene.


8
/ 10

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