Story:
David Banner (Nick Nolte) ist
ein genialer Forscher, der an einer speziellen neuen Mutation arbeitet. Er will
unermessliche Energie kontrollieren und macht Versuche an sich selbst, die
jedoch nicht anzuschlagen scheinen. Als rund 30 Jahre später sein Sohn Bruce
(Eric Bana) in einer Gammasphäre einer extremen Strahlung ausgesetzt wird,
bricht sie schließlich in dessen Genen aus.
Wann immer Bruce von Wut erfüllt ist, verwandelt er sich nun in den Hulk, einen
vier Meter großen primitiven Menschenberg, der natürlich sofort von dem
US-Militär gejagt wird. David ist darauf wild entschlossen, die Energie seines
Sohnes für sich zu gewinnen...
regie :
ang lee
cast :
eric bana, jennifer connelly
kritik :
christian mester
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Kritik:
Alle haben von
Hulk einen hirnlosen 90 Minütigen Actionklotz erwartet, doch was der Regisseur
von Tiger & Dragon letztendlich ablieferte, war vielen dann doch zu lang und
wirr.
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Das Geheimnis grenzenloser Macht: lila Shorts.
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Ang Lee's Hulk besteht im Grunde
aus drei verschiedenen Teilen, die mal mehr, mal weniger funktionieren.
Zum einen geht es um die fanatische Geschichte des alten Banners, der genial von
einem alternden Nick Nolte gespielt wird. Völlig wirr, auf 180 und durch und
durch gefährlich ist er der schlecht getimete Bösewicht, der sich im Laufe der
Story immer weiter entwickelt. Aufgrund eines zu vollgepackten Drehbuches aber
geht es etwas unter, sodass man oft nicht sicher ist, ob jetzt Banner der Böse
ist - oder aber der General der Army, der den Hulk für Forschungszwecke
einfangen will.
Spätestens beim zweiten Ansehen der kompliziert gedrehten Story, die von viel zu
viel Rückblicken und Querverweisen durchzogen ist, zeigt sich jedoch, wie gut
Nolte eigentlich ist.
Dann wäre da die unglaublich abgedrehte Action, die man im voraus wohl als
einziges erwartet hatte. Und in diesem Bereich liefert Ang auch ungewohntes -
statt Riesenmonster kämpft Hulk gegen Hulk-Hunde, und die Kampfszenen mit dem
Militär sind so schräg gefilmt - gut, aber einfach total verrückt - dass man
nicht weiß, ob man lachen, weinen oder staunen soll.
Größter Schwachpunkt des Films ist dann Sohnemann selbst, denn obwohl Eric Bana
sich bemüht und in Troja und München klasse war, bleibt er als Bruce Banner viel
zu still und starr. Man glaubt einfach keine Sekunde, dass Jennifer Connelly
sich in ihn verlieben könnte, und es fällt auch schwer, irgendeine Emotion ihm
gegenüber aufzubauen.
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"Pass auf, statt Effekte nehmen wir einfach Lou
Ferrigno, und mit dem Ersparnis fliehen wir nach Mexico. Ok? Ist ein todsicheres
Ding, Eric."
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Mit 140 Minuten ist Hulk auch
noch viel zu weit gezerrt, und vom Schnitt her gefühlte 7 Stunden lang. Die
Überblendungen sind zwar traumhaft gut im Comic-Style eingeführt, aber die Story
wird extrem anstrengend und schwierig erzählt, dass ihr nicht jeder folgen kann.
Dabei ist gerade das Ende äußerst interessant. Während sich Bruce endlich seinem
Vater stellt und damit die Dämonen seines ganzen Lebens konfrontiert, greift
David (in neuer Form) nach der puren Energie, die wiederum sein Leben
dominierte. Sowohl optisch als auch filmerisch ein grandioses Ende, das im
Verständnis jedoch bei wenigen ankam. Wie schon gesagt, ist die Lovestory
zwischen Bruce und seiner Freundin Betty absolut nicht glaubhaft, was dazu
beiträgt, dass viele der Szenen kraftlos erscheinen und sich wie Kaugummi in die
Länge ziehen.
Während der Score gut rappelt, sind die Effekte ein zweischneidiges Schwert. Auf
der einen Seite sieht der Hulk teils wirklich gut aus (für einen vier Meter
großen Menschen), auf der anderen aber ist das Design seines Gesichts zu
Kleinkindhaft, was darin resultiert, dass der Hulk oftmals eher zu belächeln
statt zu bestaunen oder fürchten ist. Die Action? Originell und
abwechslungsreich, auch wenn sie mitunter an der Schwere der Story und Machart
leidet.
Der Film wäre jedoch besser gewesen mit einer wesentlich kürzeren Laufzeit,
einem emotionaleren Bruce Banner und einem deutlich erwachseneren Hulk-Design.
Fazit:
Hulk verlangt Geduld, und wer die mitbringt und nicht nur Bambam-Action wie die
von Mr Hyde in Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen erwartet, der bekommt
einiges geboten. Ang Lee's Hulk ist schlichtweg der etwas andere Superheldenfilm
- groß, grob und zeitbedürftig, aber auch nicht makellos.
7 / 10
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