Story:
Bruce Banner (Edward Norton) wurde vor Jahren unfreiwillig hoch verstrahlt
und hat seitdem ein Problem: wird er wütend, verwandelt er sich in einen
unbesiegbaren Muskelberg, der kaum aufzuhalten ist. Die Army versucht ihn
zu fangen, doch als das nicht klappt, stellt man ihm einen ehrgeizigen
Supersoldaten (Tim Roth) entgegen...
regie :
louis leterrier
cast :
edward norton, liv tyler, tim roth
kritik :
matthew sole
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Kritik:
"Der
unglaubliche Hulk" ist laut, hat aber im Endeffekt nicht viel zu bieten.
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Dieses Blind Date hatte sie sich anders
vorgestellt.
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Hulk war noch nie tiefsinnig und hatte auch nie den Witz und Charme eines Peter Parker
oder Bruce Wayne, und genau das spiegelt sich auch in Marvels neuem Versuch für
Hulk wieder. Edward Norton mag auf den ersten Blick entschieden
hoch gecastet sein, doch was ja bei Robert Downey Jr und Iron Man klappte, hätte
auch hier besonders werden können. Ist es aber nicht.
Man sieht zwar, dass Norton sich unentwegt bemüht und das Material liebt, aber
als Zuschauer hat man nicht viel davon, da Norton selbst relativ wenig zu sehen
ist. Es gibt viele Momente in denen er sich in den Hulk, und damit in CGI
verwandelt, aber ebenso viele, in denen es um seine alte Freundin, seinen
Erzfeind oder um
seinen Rivalen geht. All das nimmt viel Zeit von der Figur
des Banner weg, die nur angeschnitten wird und von der man viel zu wenig zu
sehen kriegt.
Norton ist gut, aber das gleiche kann man über den Rest nicht unbedingt sagen.
Die Beziehung mit Liv Tyler funktioniert nicht, weil sie keinerlei Romantik
miteinander haben. Jennifer Connelly hatte schon ihre Schwierigkeiten im
ersten Versuch, aber mit Liv klappt es noch weniger. Vielleicht liegt es
generell an der Figur Banner, aber es ist schwierig, an ihre Beziehung zu
glauben, noch schwieriger, wenn sie das Monster an sich zähmen will.
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"Tötet Smoochy? HuaarrrghghhhH!!!"
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Auf Seiten der Bösen sieht es
schwach aus. Tim Roth hat Spaß daran, den überengagierten Soldaten zu spielen,
aber er hat keinerlei Verbindung zu Banner. Er sieht Banners Stärke und will
sich zum Test damit messen, aber verglichen mit anderen Comic-Filmen fehlt die
persönliche Verknüpfung. Falsch läuft es auch mit dem Major, der den Hulk fangen
will. Anfangs noch engstirnig, sieht er später seinen Fehler ein und macht
nichts mehr außer brummend herum zu sitzen. Noltes verrückter Vater im ersten
Film gab da einen besseren Gegenspieler ab.
In Sachen Action kann Leterriers Hulk teils und teils überzeugen. Die Kämpfe
sind lang und gut inszeniert, aber die Technik sieht einfach nicht immer
überzeugend aus. Da man wie gesagt kaum Bindung an Held und Feind aufbaut, fällt
es auch schwer, sich später im Kampf für eine der beiden Figuren zu interessieren. Man
hat im Grunde das gleiche Gefühl das man hat, wenn man andere beim Spielen eines
Videogames beobachtet.
Unter dem Strich ist der neue Hulk kein schlechter Film; er ist schnell, hält
sich nicht mit ruhigen Momenten auf und hat einen der längsten Showdowns der
letzten Jahre, aber er ist weit entfernt, ein Spider-Man, Batman oder Iron Man
zu sein. Zumindest der Score hinterlässt einen sehr guten Eindruck.
Fazit:
In der Reihe der
vielen Comic-Verfilmungen der letzten Jahre reiht sich der neue Hulk eher im
Mittelfeld ein, kann aber je nach Anspruch vielen gefallen.
6,5 / 10
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