Story
Teil 1:
Faultier Sid wacht eines
Tages auf und merkt, dass all seine Verwandten schon ohne ihn auf große Reise
gegangen sind: kein Wunder, die Eiszeit bricht an. Geknickt macht er sich also
gleichfalls auf den Weg und trifft auf das zynische Mammut Manfred, das sich
erst nur widerwillig mit den kleinen Trottel einlässt. Erst als den beiden ein
Baby in die Hände fällt beschließen sie, es gemeinsam zurück zu den Menschen zu
bringen. Das verspricht auch der plötzlich dazu stoßende Säbelzahntiger Diego,
der insgeheim plant, das Baby seinen Kollegen zum Frühstück zu bringen...
Story Teil 2:
Panik im Eiszeittal: es
beginnt zu tauen, und mit dem steigenden Wasser tauchen zwei große Raubfische
auf, die für Angst und Schrecken sorgen. Das vermeintlich letzte Mammut Manny findet
indes erstmals eine Freundin und zwei neue Begleiter, irre Opossums, halten mit ihrer
verrückten Art alle auf Trab...
Story Teil 3:
Als Sid eines Tages eine versteckte Welt mit Dinosauriern findet, wird er
spontan Ziehvater für drei Tyrannosaurier-Babies. Ihm auf der Spur sind
daraufhin Diego, Manny und seine Freundin, die
ihrerseits dabei sind, Eltern zu werden...
regie :
carlos saldanha
cast :
-
kritik :
christian mester
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Kritik:
Fox' Mammut-Trilogie ist faultierstark.
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Ice Age:
Als 20th Century Fox 2002 mit animiertem Säbelzahntiger gegen Genre-Kollegen wie
Monster AG antrat, ahnte niemand, dass es der Start einer der erfolgreichsten
Filmreihen aller Zeiten werden würde. Die dreiteilige Geschichte von Sid, Scrat,
Manny und Diego hat heute weltweit mittlerweile schon über eine Milliarde Dollar
eingespielt und während Teil 3 gerade mächtig an den Kassen abräumt, ist auch
ein vierter schon im Gespräch.
Gern erinnert man sich daran zurück, wie alles mal angefangen hat. Jeder,
ausdrücklich jeder, hatte damals herzlichst zu lachen, als Urzeit-Eichhörnchen
Scrat im Trailer zum ersten Mal gierig über die Leinwand fetzte und keuchend
versuchte, einem einstürzenden Riesengletscher zu entkommen. Herrlich skurriler
Humor sollte langfristig eins der Markenzeichen der lustigen Serie werden,
ebenso wie die Hauptstars, die dank ihrer tollen Persönlichkeiten zu Recht als
Plüschtiere in Millionen Kinderzimmern landeten. Grafisch war
Ice Age zwar damals wie heute kein Vergleich zu den Pixars, legt aber schon beim
ersten glücklicherweise großen Wert auf das Wichtigste: auf die Mimik. Auch wenn
manches noch wie klobiges Spielzeug aussieht, sind die Blicke und
Augenspielereien zumeist derart gut gelungen, dass man bei der eher simpel gehaltenen
Optik gern mal ein Auge zudrückt. Darüber hinaus bietet der erste aber sogar noch
weit mehr.
Wer nach dem albernen Trailer typisch lustigen Kinderklamauk erwartete, durfte
Bauklötze staunen: neben den zu erwartenden niedlichen, albernen Figuren und
typischen Action-Szenen birgt der Film viele eher nachdenkliche Momente und
wirkungsvolle Charakterszenen, mit denen man sicher nicht rechnet (und das schaffen sie sogar,
ohne die Figuren singen zu lassen). Selbstredend liegt das Hauptaugenmerk
weiterhin auf dem Humor, doch ein, zwei stimmige Szenen berühren sehr, was bei
einem komplett im Computer animierten Film immer große Kunst ist.
Schön ist auch, dass die Gags im Film recht gut jongliert werden: zum einen
immer familienfreundlich und damit selbst für Kleinste immer lustig, zum anderen
aber nie nervig-dämlich; im Gegenteil, laufend werden viele Seitenhiebe und
Doppeldeutigkeiten gebracht, über die nur Erwachsene so richtig schmunzeln können. Eine
Rarität für Filme wie diesen, die die Geschichte nur schöner und spannender
machen.
Was man am ersten hauptsächlich kritisieren kann ist, dass sowohl die Action als
auch die Optik unglücklicherweise sehr spartanisch ausfallen. Gerade im
Vergleich mit den anderen beiden fällt es immens auf, dass der erste in dieser Hinsicht
viel zu zurückhaltend war.
6,5 / 10
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"Wiesel Plissken"
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Ice Age
2 - Jetzt tauts:
Teil 2 kam nur vier Jahre nach dem ersten, doch was einfach nicht zu übersehen ist,
ist der gewaltige Sprung der Technik. War der erste Film noch extrem detailarm
und bestand größtenteils aus nur wenigen Farben und Details, ist 2 ohne Zweifel
durch und durch bildschön. Ob es nun die Felle der Tiere sind oder die vielen Eis- und
Wasserelemente; alles sieht atemberaubend gut aus und ist gerade in HD eine
absolute Augenweide.
Inhaltlich ist das Sequel größtenteils gewohnte Kost geworden: mit Scrat kommen
neue Nuss-Sketche, Sid stolpert erneut gekonnt durch die Gegend und Manny nölt. So viel schöner Ice Age
2 aber sein mag, so lässt sich leider ebenso wenig übersehen, dass sich das Hauptaugenmerk verlagert hat. Wechselte das Original
noch zwischen Fun und gutem Ernst, wechselt 2 nunmehr zwischen Fun und...
weniger guten Fun. Den rührenden Part schenkt man sich dieses Mal nämlich
komplett um stattdessen mit neuen Figuren, wie zwei hyperaktiven
Jackass-Opossums und einem weiblichen Mammut (deren vorhersehbare Love-Story mit
Manny schrecklich öde ausfällt) den bereits witzigen Teil noch weiter
auszubauen.
Mehr Scrat ist in der Tat besser, aber die restlichen Figuren kommen mit der
verstärkten Jagd nach Späßen eher weniger gut klar. Die Oppossums nerven mit
überdrehtem Date Movie-Humor, Diego bekommt fast nichts zu tun und so bleibt nur
noch Sid, der aufgrund der vielen neuen Figuren gehörig zurückstecken muss.
Überhaupt bleibt beim Abspann ein recht fader Beigeschmack zurück, gerade weil
der erste noch so gut war. Schlimm ist, dass der Humor sich hier
fast exklusiv an die Kleinsten richtet; wirklich gute Gags bleiben insgesamt eher
aus.
Schade, denn die aufpolierte Optik ist eine Wucht und schon allein für Scrats neue Untaten
lohnt sich der Besuch, aber die besondere Note, die den ersten noch wertiger als
Genre-Kollegen machte, fehlt hier.
4,5 / 10
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"Scrat, das sind die falschen Nüsse..."
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Ice Age
3 - Die Dinos sind los:
Nach dem allgemein großen Lob am ersten durfte sich 2 verstärkt Kritik über
verlorene Werte anhören, aber auch 3 versucht es gar nicht erst, zu alten
Stärken zurückzukehren. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, da er
stattdessen andere Stärken gelungen ausbaut.
Den Autoren sei Dank ist der Humor im dritten nicht mehr ganz so flach
und bedeppert wie zuvor, und den fehlenden Anspruch ersetzt man einfach mit
völlig verrückten Momenten - und mehr Action. Ob im Wasser, zu Land oder
neuerdings auch in der Luft, durchweg geht es flott zur Sache, wobei die Dinos
fast immer klasse eingesetzt werden. Da braucht man sich auch nicht wundern,
wenn Kids nach dem Kino über beide Backen strahlen und wie
Flugsaurier durch die Gänge segeln, oder gar lauthals ihre liebsten Sid-Szenen
nachspielen.
Während Scrat mit seiner Nuss mal wieder mit die besten Szenen bekommt (sein Act
wird langsam zur Mr. Beanschen Selbstnummer), bekommt der werte Sid (wieder
klasse von Otto Waalkes gesprochen) endlich mal wieder mehr
zu tun; als frisch gebackener Dino-Papa darf er laufend gepflegten Unsinn
verzapfen und wie ein wilder Mix aus Charlie Chaplin und Goofy
über die Leinwand tollen. Statt pansiger Love-Story gibt es darüber hinaus den wohl besten
Tyrannosaurus seit Jurassic Park II: The Lost World und zum Glück auch
wieder Gags, bei denen auch die älteren Semester wieder was zu Lachen haben -
wenn man denn ein gesundes Maß an Schadenfreude mitbringt.
Visuell ist der dritte ohne Frage wieder top, was nach dem zweiten aber eh nicht
anders zu erwarten war. 3 springt also guter Dinge in die Mitte der Vorgänger
und dürfte jeden bestens unterhalten, der schon die anderen zwei nett fand.
5,5 / 10
Ice Age ist und bleibt
solide Familienunterhaltung, die Filmen wie Ratatouille, Incredibles und Wall-E
zwar weiterhin nicht das Wasser reichen kann, trotzdem aber den ein oder anderen
Besuch wert ist - allein schon wegen Scrats irren Eskapaden.
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