Story:
Dr. Henry "Indiana" Jones (Harrison Ford) ist ein Geschichtslehrer, der in
seiner Freizeit auf große Reisen geht und dabei Jagd auf besonders seltene
Artefakte macht.
Als ein paar Regierungsleute ihn auf die Fährte seines alten Mentors Abner
Ravenwood schicken, der angeblich etwas mit einem historischen Fund und den
Nazis zu tun hat, trifft Indy auf dessen Tochter Marion (Karen Allen), die sich
mit ihm auf die Suche nach der Bundeslade macht - jener Kiste, die die 10 Gebote
von Moses beinhielten.
regie :
steven spielberg
cast :
harrison ford, karen allen
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der erste Indiana
Jones ist ein wahrer Klassiker, der auch heute noch problemlos funktioniert.
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Die erste Verfilmung von Pinball Dreams.
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Spielbergs Homage an die alten
Groschenabenteuerhefte der 30er und 40er ist damals wie heute ein absolut
erstklassiger Film, der auf sämtlichen Ebenen alles richtig macht. Als
Popcornfilm schafft er das nahezu unmögliche: eine spannende, abenteuerliche
Geschichte originell und ohne Lücken zu erzählen, die zudem top gespielt und
hervorragend gemacht ist.
Einer der Hauptverantworter für den großen Erfolg ist natürlich Harrison Ford, der
als knausriger Lehrer ebenso gut getroffen ist wie als bärtiger Weltenbummler.
Man kauft ihm ohne Frage ab, um die Welt zu reisen und regelmäßig tödlichen
Fallen und hinterhältigen Feinden zu entkommen, ohne aber dass er je zu einer
übernatürlichen Superfigur wird oder an seinen vorherigen Helden Han Solo
erinnert.
Dazu ist er gleichzeitig ein witziger Schussel, der durch Ungeschick und Zufälle
immer wieder in missliche Lagen gerät, ein lustiger Angsthase, aber auch ein
knallharter Kämpfer, der durch Mut und Herzhaftigkeit verdient, was er schafft.
Ford kam gerade von Das Imperium schlägt zurück und machte danach Blade Runner -
kein Wunder, dass er zu einem absoluten Megastar wurde.
Auch der Rest der Besetzung ist ideal getroffen. Karen Allen überzeugt als
bissige Archäologentochter genau so wie die Darsteller der Bösen, die zwar recht
nah am Klischee agieren, bei der großartigen Regie aber nie wirklich schlecht
auffallen.
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"Plissken??"
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Der zweite große Star des Films
ist der Mann hinter der Kamera, Steven Spielberg, der mit Indiana Jones einen
seiner besten Popcornfilme abliefert.
Der getroffene Ton ist einfach perfekt: während die Story sich nach und nach
recht interessant über verschiedene Locations entwickelt, gibt es immer wieder
abwechslungsreiche Momente voller Action und Humor. Stephen Sommers
Die Mumie kam vor rund 10 Jahren relativ nah dran, doch war dann doch ein
kleines Stück zu albern, so dass man sich niemals gut in die Geschichte hinein
versetzen konnte. Man sah zu, war aber nicht dabei.
Ähnlich gut klappt es mit den Rollen. Verglichen mit Die Jagd nach dem Juwel vom
Nil mit Michael Douglas etwa ist klar zu sehen, dass beide Filme auf gleiche Art
mit ihren Rollen umgehen, aber Indys wirken einfach noch authentischer. Sind die
Schlagabtäusche im Spielberg schon sehr lustig, ist
das Gestreite im Juwel schon wieder zu übertrieben und unrealistisch. Obwohl es
aufgrund der Story und der Sequels Quatsch ist, fiebert man zudem bei jeder
Herausforderung Jones' mit, was nur dafür spricht, wie gut sie geschrieben ist.
Klasse ist auch, dass die Action, auch wenn sie bei näherer Überlegung absolut
nicht groß oder spektakulär ausfällt, sensationell gut umgesetzt ist. Sicherlich
ist das auch dem genialen Score von John Williams zu verdanken, aber in den
vielen, vielen Actionszenen passt einfach alles: Stevens Kamera fängt es
aufregend ein, während man trotzdem immer den vollen Überblick hat und nichts
mit hektischen Schnitten aufgepusht wird.
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"Hey Sallah, was meinst du bringt das Ding bei
eBay?"
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Hervorragend ist auch das
Drehbuch von Lawrence Kasdan. Rasant geht es von der genialen Eröffnungssequenz
in Peru nach Amerika, von da nach Nepal, dann nach Kairo, und es wird immer
wieder mit ungeplanten Wendungen in neue Richtungen geschoben. Wenn Indy und
Marion mit dem Schiff fliehen, tauchen die Nazis plötzlich mit einem U-Boot auf;
wenn sie mit einer LKW-Kolonne davon fahren, kann Indy im Alleingang sämtliche
Nazis abhängen, und wenn sie ihn mal loswerden, steht er plötzlich mit einem
Raketenwerfer vor ihnen. Marion wird gefangen und Indy geht sie besuchen, doch
statt sie zu retten, lässt er sie dort; in der Stadt fordert ihn ein
Schwertkämpfer zum Duell, doch in dieser berühmten Szene erschießt er ihn
einfach - wieso ist dieser Moment so berühmt? Weil er aus dem Nichts kommt und
mit Neuem zu begeistern weiß. So geht das den ganzen Film hindurch.
Toll ist auch, dass jede Szene Sinn hat. Wenn gezeigt wird, dass Marion
trinkfest ist oder dass Indy Angst vor Schlangen hat, kann man Gift drauf
wetten, dass es später im Film noch mal zur Geltung kommt, und das tut es.
Letztendlich kann man sagen, dass der erste Indiana Jones auch heute noch genial
ist und wirklich jeder ihn gesehen haben sollte.
Fazit:
Indiana Jones ist in jeder Hinsicht vorbildlich: abwechslungsreich, voller
Action und Humor, super gespielt, genial inszeniert und dann auch noch mit so
guter Musik unterlegt, dass man Gänsehaut bekommt.
10 / 10
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