Story:
In einem kleinen Provinznest
in Alaska wird ein junges Mädchen ermordet aufgefunden. Aufgrund des
ungewöhnlichen Falles holen sich die dortigen Beamten zwei Topermittler aus Los
Angeles, die den Fall übernehmen sollen. Officer Dormer (Pacino) kommt die Sache
sehr gelegen, denn zuhause läuft gerade eine interne Ermittlung gegen ihn und
seinen Kollegen. Als er bei der Jagd auf den Killer aus Versehen seinen Partner
erschießt, sieht er sich gezwungen, sich mit dem Mörder auf einen Deal
einzulassen...
regie :
christopher nolan
cast :
al pacino, robin williams
kritik :
bernd berger
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Kritik:
Der Titel Insomnia - zu deutsch Schlaflosigkeit - bezieht sich in erster Linie
auf den Zustand von Al Pacino's Figur. Neben der Tatsache, dass er wegen der
alaskischen Sonnenverhältnisse (sie geht nicht unter) nicht schlafen kann,
plagen ihn auch die Dämonen seiner eigenen Verbrechen aus Vergangenheit und
Gegenwart. Genauso ruhelos wie Dormer durch den Fall wandelt, verfolgt der
Zuschauer mit Spannung die nächsten Szenen um das Dreigespann der wichtigsten
Figuren - Dormer, dann eine junge Polizistin, deren größtes Vorbild der
Topermittler aus LA ist, sowie Krimiautor Walter Finch, der sich als cleverer
und reumütiger Täter gibt.
Hier geht es dieses Mal nicht darum, wer denn der Killer des Mädchens ist - das
wird ziemlich früh beantwortet. Vielmehr geht es um die Beziehung der drei
genannten Figuren. Der schlaflose Cop mit der dreckigen Weste, die gutgläubige
Polizistin die gegen ihn ermitteln muss sowie der zwielichte Killer selbst, der
alles versucht um die Geschichte nach seinem Schema zu beenden.
Nolan erzählt Insomnia in vielen kühlen Bildern und schafft damit ein
beeindruckendes Set für diesen Psychothriller. Die gewaltigen Panoramabilder
Alaskas geben einiges her, so bleiben vor allem die Jagd im Nebel und die
Verfolgung über die schwimmenden Baumstämme in Erinnerung. Die Spannung bleibt
zwar stets zwischen wenig spannend bis einigermaßen spannend, aber mit
fortlaufender Story will man unbedingt dranbleiben und sehen, wer von dreien
gewinnen wird. Insgesamt ein sehr ruhiger Film, der selten Fahrt aufnimmt.
Fazit:
Getragen von der dezenten Hintergrundmusik gibt sich so ein origineller und
interessanter Thriller, mit tollen Außenaufnahmen und drei gewohnt guten
Spitzenschauspielern.
06 / 10
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