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(von Christian Mester)
Keine Zeit um es zu erklären, aber hier noch mal das bisherige Kinojahr im Schnelldurchlauf:


JANUAR

BEREITS GESEHEN:

The Wolf of Wall Street *Tipp*
- schon witzlos, wenn der vermutlich beste Film des Jahres direkt im ersten Monat anläuft...

12 Years a Slave *Tipp*

- Steve McQueen (nicht der tote) lässt mitleiden, wenn Chiwetel Ejiofor (Tschu-Ettel-Edschio-For) als Sklave 12 Jahre lang Baumwolle und Best Picture Trophäen pflücken muss. Sehenswert.


Zwei vom alten Schlag
- Rocky puncht wieder gegen Schweinehälften: dass Stallones Non-Rocky keine Altblamage geworden ist, überrascht positivo. Auch für den in letzter Zeit weniger ambitionierten Robert De Niro eine belebende Schmunzelei.

All is Lost
- Robert Rettungsring hatte das Pech, nach Life of Pi und Cast Away und 20.000 Meilen unter dem Meer und Robinson Crusoe anzulaufen. Seine Seenot ist unterhaltsame Takelei, aber charakterlich zu weit weg von uns um zu berühren und noch nicht stürmisch genug, um zu packen.

Homefront
- Stallone schrieb diesen Jason Statham Film vom alten Schlag mit.... Artrebell James Franco als Bösewicht? Passable B-Action für den DVD Markt.

Das merkwürdige Leben des Walter Mitty
-
Von wegen Tropic Thunder: Ben Stiller inszeniert sich als Bürosmäuserich, der sich von Tagträumen motiviert auf die Suche nach Fotograf Sean Penn macht. Wäre in den Händen imaginationsreicher Regisseure wie Jeunet oder Anderson aufregend geworden, so... zu unmerkwürdig.

Paranormal Activity: Die Gezeichneten
- Film Nummer 6 des Poltergeist Trabbels lässt es wieder mehr rappeln als der madige fünfte (Teil 4, der mit dem blonden Mädchen), aber wir sind da langsam fraglos beim Nightmare 6 oder Saw 4 der Reihe angelangt. 7 wurde ja weit verschoben: gutes Zeichen. Bla.

NACHZUHOLEN:

Le Passe - Das Vergangene
- unbedingt nachzuholen, da neuer Film vom Regisseur von Nader & Sinim: Eine Trennung.

Nebraska

- Alexander Payne (The Descendants, Sideways) kann nervöse Männer auf wackeligen Beinen vor schweren Entscheidungen inszenieren, aber der schwarz-weiße Nebraska mit einem 3000 Jahre alten Bruce Dern verlangte eine gewisse Bereitschaft, die zu dem Zeitpunkt einfach nicht da war.

Nicht mein Tag

- ein erdünnter Axel Stein geht mit Moritz Bleibtreu auf Bankraubtour durch deutsche Kassen; sicherlich heiter.

Anchorman 2
- bereits von Anchorman 1 gabs zwei Fassungen, und auch Anchorman 2 hat zwei, die man dann am besten kurz hintereinander schaut - außerdem war AM2 fürs Kino seltsamerweise geschnitten.

NICHT:

47 Ronin
- 47 Ronin sah von Anfang an geringfügig nach 47/10 aus, also erst auf Blu-ray.

I, Frankenstein
- schien wie die Underworld Filme, nur ohne Kate Beckinsale im Catsuit. Triftige Argumente.

Die Pute von Panem: The Starving Games
- RottenTomatoes sagt 0%.

Diana
- Naomi Watts in Ehren, aber es gibt zwei gurköse Oberdramengurken des Jahres und das scheint die eine zu sein.


Februar

BEREITS GESEHEN
:

Dallas Buyers Club *Tipp*
- Oscars für Matt McConaughey und Jared Leto. Beide zu recht vergeben. Starkes Drama mit spritziger Prise Galgenhumor. Wird über die Zeit noch wachsen.

American Hustle
- dass David O. Russells Film bei den Oscars ziemlich leer ausging, wird ihn vor Folgehäme bewahrt haben. Ein nur guter Film, der unter dem Gewicht der Oscarverantwortung schwer zu schleppen gehabt hätte. Spaßig: Christian Bale mit Fettbauch.

Robocop

- Robos Rückkehr ist im Vergleich zum Original ein glatt geschliffener, polierter 0815 Actionfilm geworden, der nicht im Entferntesten die Rohheit und Schärfe der Tropa de Elita Filme aufweist. Held Alex verkommt zum Avatar für eine halbseidene Drohnenpolitikkritik, die zu oberflächlich bleibt. Dennoch fällt's schwer ihn zu zerreißen, da er gefahrlos kompetent inszeniert ist. Annehmbar, wie das Total Recall Remake.

NACHZUHOLEN:

Stromberg
- die wohl größte Auslassung dies Jahr meinerseits, da sich die Sterne irgendwie nie passend setzen konnten. Serie gern verfolgt und was man hörte, scheint der Film dem ganzen einen wundervollen Endstein zu legen.

Nymphomaniac Vol. 1
- erst uncut.

The Monuments Men
- bisschen Drama, bisschen Comedy, gab nur ein bisschen Interesse. Wird später noch erwischt.

Pompeji
- sicher solide Blu-ray Unterhaltung. Bevor jetzt die Fackeln angezündet werden - Paul WS Anderson hat schon Mortal Kombat, Death Race und Die drei Musketiere zu gut verdaulichen Actionhappen gemacht, da wird der Vulkanfilm mit Baby Doll und Jon Snow schon nicht verfehlen. 

- Vaterfreuden oder Blutgletscher?
Beide zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesehen und nicht ganz sicher, welchen zuerst nachzuholen. Scheinen ja inhaltlich sehr ähnlich zu sein.


NICHT:

Jack Ryan: Shadow Recruit
- 12 Jahre lagen zwischen Der Anschlag und Shadow Recruit, weil es niemand auf die Reihe brachte, Jack Ryan ein spannendes neues Abenteuer zu schreiben. Chris Pine ist nun nicht Erstgedanke für eine Actionrolle, aber im direkten Vergleich mit Toms Mission: Impossible Reihe wirkte alles Promomaterial des Rekruten wie warme Luft.

Winter's Tale
- Winterlich kitschiges Schneeromanzenmärchen mit Will Smith als Luzifer. After Earth ist noch nicht lang genug her.

Tarzan
- nein, dann lieber auf die kommende Realverfilmung warten. Animiert hatten wir schon Disney.


MÄRZ

BEREITS GESEHEN:

The Grand Budapest Hotel *Tipp*
- nach Moonrise Kingdom nahm ich an Wes Andersons Peak seines Schaffens gesehen zu haben, aber der Mann hat sich 2014 leichtfüßig wiederholt (oder übertroffen?). Ich habe ihn erst einmal geschaut, kann aber bereits eidesstattlich zu Protokoll geben, den Film zu lieben. Wundervolles Kino, das neugierig auf Andersons weiteren Pläne macht.

Her *Tipp*
- wenn Wolf der beste Film im Januar und Dallas der beste Film im Februar war, dann Her der beste im März. Großartig gespielte, nachdenklich stimmende Zukunftsvision.


Captain America 2: The Winter Soldier *Tipp*

- Marvel wird immer selbstbewusster. Captain America 2 wäre vor zehn Jahren noch Flopgarantie gewesen und hätte vor allem außerhalb Amerikas Desinteresse bedeutet, aber das ist ein Film, der sich mutig auf das erkämpfte Vertrauen stützt, mutig neue Wege beschreitet und die aktuelle MCU Unterhaltungsqualität auf seinem Niveau behält.

300 2: Rise of an Empire

- hatte kein Recht dazu, so unterhaltsam zu werden. Eva Green knuspert die Leinwand so genüßlich, dass sie die irre Idee eines 300 Teil 2 fast solo rechtfertigt.

Non-Stop
- der bessere Taken 2.
BG Kritik lesen

NACHZUHOLEN:

Man of Tai Chi

- sah sehr liebevoll gemacht aus, besser als Keanus 47 Ronin. Klotzte Ronin mit CGI und Mega-Budget, scheint der von Keanu selbst gedrehte kleine Low Budget Klopper eine Ode an den Martial Arts Film geworden zu sein, auch ohne The Raids Hyperbrutalität.

Saving Mr Banks

- Tom Hanks als netter Onkel Walt Disney, der die Entwicklung des Mary Poppins Films begleitet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem wegen Emma Thompson sehenswert.

Veronica Mars: Der Film

- in ferner Zukunft einmal. Serie gemocht, aber kein Marshmellow.

Need for Speed
- nach seinen großartigen Bemühungen in Breaking Bad verdient Aaron Paul einen eigenen großen Kinofilm, aber ob es Need for Speed: Der Film sein musste? Immerhin darf der sich damit rühmen, spektakuläre Stunts mit zahlreichen echt geschrotteten Autos zu haben.

Lone Survivor
- neue Militärglorifikation en masse vom Battleship Macher? Oder Hochspannung auf Tuchfühlung?

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
- konfus-kuriose Komödie aus dem Norden, so heißt es. Gerne bei Gelegenheit mal.

Im August in Osage County
- Meryl Streep als Leatherface im neuen Texas Chainsaw Film. Eigentlich ein Must-See.
  

APRIL

BEREITS GESEHEN:

Snowpiercer *Tipp*
- Wolf, Dallas, Her, Snowpiercer.

The Lego Movie *Tipp*
- wenn die Transformers Filme nur so wären wie der Lego Movie. Simpel, bonbonbunt und überdreht, aber immer witzig, actionreich und wenn dämlich, dann gezielt selbstironisch. Größte Überraschung des Jahres!

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
- in vielerlei Hinsicht anders als der unausgegorene erste, dennoch in vielerlei Hinsicht ähnlich schwach. Als Fazit lässt sich ziehen, dass alle humorvollen Spidey-Szenen sitzen, alle dramatischen nicht und die Gegner zu unauffällig bleiben. Raimis > Webbs.

Sabotage
- The Last Stand war eine nur mittelmäßige Rückkehr Schwarzeneggers, der sein richtiges Karacho-Comeback wohl erst mit Terminator 5 finden wird.
BG Kritik lesen

NACHZUHOLEN:

Nymphomanic Vol 2

- erst uncut.

Die Bestimmung - Divergent
- Buch gelesen, für kurzweilig aber weniger fesselnd als Hunger Games befunden. Dennoch bestehendes Interesse aufgrund von Newcomer Woodley. Auf BD.

Spuren
- Mia Wasikowska stapft allein durch die Wildnis, wie in The Way Back, nur nicht als Kriegsflüchtling und diesmal freiwilliger. Sicherlich ein bewegender Trip.

Auge um Auge

- Zahn um Zahn, der neue Christian Bale Thriller. Aber erst auf DVD.

NICHT:


Transcendence
- Johnny Depp scheint gerade in der Ed Wood Phase seiner Filmografie zu sein.



MAI
BEREITS GESEHEN:

Edge of Tomorrow *Tipp*
- Tom macht den South Park Kenny auf dem Warhammer Schlachtfeld. Unerwartet zynisch lustiger Sci-Fi Actioner, den zu viele übersehen haben.

Godzilla

- groß trifft es ganz gut. Massives Remake, das seinen Spaß wie im Holland/Mexiko Achtelfinale anstrengend lange zurückhält, am Ende aber mit Erfolg wieder abtaucht.
BG Kritik lesen

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
- nachdem sich die Befürchtungen im Vorfeld summierten, erleichterte Bryan Singers dritter Film alle Erwartungen mit einem wirklich guten neuen X-Ableger. Der frische Wind First Class' war weg, dafür erhöhter Popcornspaß. Im nächsten bitte mehr von Quicksilver.
BG Kritik lesen

Bad Neighbors

- solide Sommerunterhaltung ohne größere Nachhaltigkeit.
BG Kritik lesen

NACHZUHOLEN
:

Enemy
- noch mehr Psycho-Thrill: Jake Gyllenhaal erneut mit dem Prisoners Regisseur, das kann nur erneut fantastisch sein. Nachzuholen!

Stereo

- bleibt nachzuholen: interessant aussehender Psycho-Thriller aus der Heimat, mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu.

Maleficent - Die dunkle Fee
- nach Hunger Games und Die Eiskönigin rüttelt auch Jolie am festgefahrenen Klischee, dass nur Filme mit männlichen Hauptdarstellern das ganz große Geld machen können. Ich gönne's ihr, auch wenn der Film in etwa so ausschaut wie Burtons Alice im Wunderland.


A Million Ways to Die in the West
- Seth MacFarlane ist in der Regel immer lustig, wenn er seine Stimme für Family Guy Folgen verändern darf. Ob er in Mel Brooks' Fußstapfen überzeugen und als City Slacker gut im Sattel sitzen kann, muss sich für mich noch zeigen.

NICHT:

Zulu

- nachzuholen, soll ja besser sein als sein nichtexistenter Ruf.

The Legend of Hercules

- bislang zu großes Muffensausen gehabt, dass er meine Jahresfavoritenliste knacken könnte.

Die Schadenfreundinnen
- nein.

Three Days to Kill
- pro: Kevin Costner, contra: McG.

Devils Due
- der The Devil Inside des Jahres?

Grace of Monaco
- das wäre die andere Gurke.


JUNI
BEREITS GESEHEN:

Die Fussball WM. Doch, wenn so ziemlich jeden Tag Fussball ansteht, fällt es relativ schwer, Kino noch irgendwie dazwischen unterzubringen.

NACHZUHOLEN:

Boyhood
- ein weiterer nachzuholender Pflichtfilm, siehe Christian Westhus' Kritik.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
- geschrieben vom Mental Floss Youtube-Star entpuppt sich Das Schicksal als eine der kleinsten größten Überraschungen des Jahres. Nachzuholen.

No Turning Back
- mit Bane im PKW. Hoffentlich besser als Adrien Brodys Wrecked.

Wolf Creek 2
- im Horrorbereich dürstet es nach neuen Pflichttiteln. Ob WC2 das sein kann? Bezweifle ich, aber wer weiß, was da alles noch so im Outback warten mag.

Mädelsabend
- wenn es eine ständig zu Nebenrollen reduzierte Darstellerin gibt, die Sympathie schon fast radioaktiv ausstrahlt, dann ist es Elizabeth Banks.

NICHT:

Brick Mansions
- schade drum, dass Paul Walker in einer seiner letzten Rollen in einem Ghettogangz Remake mitspielen musste, denn er hätte mehr als das gekonnt. Siehe Running Scared.


RESÜMEE
Bislang war es ein etwa befriedigendes Kinojahr. Bezüglich Blockbustern sah es bisher noch dünn aus, aber da kommen ja noch ein paar und 2015 wird es sogar noch voller. In Sachen Horror sah es wie schon im Podcast angesprochen dagegen echt finster aus, und auch im Animationsbereich schwächelt man vor sich her. Wie so oft bewies es sich als Trend, dass ein paar der besten Filme in den "Oscar-Monaten" Jan-Feb starten. Dass der Juni wegen der Fussball-WM so knapp ausfällt, ist ärgerlich, aber da kann man die sparsamen Abstecher ins Kino auch nachvollziehen.

Favoritenliste:

01. The Grand Budapest Hotel
02. Her
03. The Wolf of Wall Street
04. Snowpiercer
05. Dallas Buyers Club
06. Captain America 2
07. The Lego Movie
08. Edge of Tomorrow
09. 12 Years a Slave
10. 300: Rise of an Empire

Favoritenliste noch kommende Filme 2014:

01. Drachenzähmen leicht gemacht 2
02. Gone Girl - der neue David Fincher
03. Interstellar - der neue Christopher Nolan
04. Planet der Affen 2: Revolution
05. Guardians of the Galaxy - der neue Marvel Film
06. Wie der Wind sich hebt
07. The Raid 2
08. The Signal - Interessante Sci-Fi
09. Exodus: Gods and Kings - Christian Bale ist Moses für Ridley Scott
10. I Origins - der neue Film von dem Sound of my Voice Regisseur

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