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Ausblick 2012:
Der Maya Kalender verheißt bis zum Ende Gutes...

(von Christian Westhus)

Der Rückblick 2011

Weil wir ja alle den Mayas oder Roland Emmerich glauben, ist 2012 Schicht im Schacht mit der Erde. Irgendwann Ende Dezember (oder so) geht uns das Licht aus. Es ist das letzte Jahr der Menschheitsgeschichte. Angeblich. Zum Abschied muss es doch was Besonderes geben in der Filmwelt. Ein würdiger Abschied von der Kunst des Filmemachen, ein Farewell auf hohem Niveau, weil man doch aufhören soll, wenn es am schönsten ist. – Das ist natürlich totaler Käse (hoffentlich), aber ein paar nette Filme darf es 2012 trotzdem geben. Wie üblich bewegen sich einige noch zu sehr unter dem Radar und wie üblich entpuppen sich manche Hoffnungen hinterher als grobe Enttäuschungen. Aber hier jetzt meine persönlich ausgewählten Highlights für dieses Jahr, zusammen mit einem ganzen Batzen weiterer Nennungen, von denen vielleicht einige erst 2013 den Weg zu uns finden werden. Denn aus der Erfahrung weiß man, dass sich Starttermine immer noch kurzfristig ändern können. Für 2012 eine Liste mit 12 Tipps und heiß erwarteten Filmen. Von hinten nach vorne:


12. Prometheus (von Ridley Scott)
Warum ist der interessant? Es ist ein neuer „Alien“. Ohne Predators. Von Ridley Scott. Mit HR Giger Designs ffs! Dass es (höchstwahrscheinlich) ein Prequel ist, dass es möglicherweise die Space Jockeys entmystifiziert und dass es ein erstes Script gibt, das ein paar – gelinde gesagt – absurde Ideen zu viel hatte, sei mal noch weitgehend ignoriert. Ist der Film nötig? Wahrscheinlich nicht. Aber ich bin einfach mordsmäßig gespannt, wie er wird. – Tja und bevor der Trailer erschien, stand dieser Film noch auf Platz 5 dieser Liste. Im Trailer bestätigen sich für mich leider all die Zweifel und Befürchtungen, dass der Film wie nahezu alle Prequels/Vorgeschichten mehr Schaden als Nutzen bringen wird. Das fängt beim hilflosen Titeldesign-Zitat an, geht über zum Hufeisen-Raumschiff und hört bei der Szene mit dem „Stuhl“ des Jockeys sicherlich noch nicht auf. Nun ist es mehr Bangen als Vorfreude, aber Pflicht ist der Film dennoch.
- Trailer
- Wann im Kino? Nach aktuellem Stand heißt es am 9. August in Deutschland wieder „Im Weltraum hört dich keiner schreien.“

11. Take Shelter (von Jeff Nichols)
Warum ist der interessant? „Take Shelter“ ist noch so ein Sundance 2011 Kind. Aus dem Nichts war der erst zweite Film von Autor und Regisseur Jeff Nichols plötzlich überall im Gespräch. Von allen Seiten gab es Lob, sei es für den Film an sich, das Script oder die Darsteller Michael Shannon und Jessica Chastain. Der Trailer versprach schon mal viel, auch wenn so was schnell traniger Käse wie Travoltas „Phenomenon“ werden könnte. Es geht um einen Arbeiter, der plötzlich apokalyptische Visionen von Stürmen und großem Chaos hat. Er beginnt, einen Schutzbunker zu bauen und wird dafür von allen belächelt. Doch was, wenn er Recht hat? Oder ist er nur ein Irrer mit Wahnvorstellungen?
- Trailer
- Wann im Kino? Am 22. März in Deutschland.

10. Django Unchained (von Quentin Tarantino)
Warum ist der interessant? Der neue Film von Quentin Tarantino. Nachdem er mich mit „Inglourious Basterds“ überrascht und überzeugt hat, bin ich zur Abwechslung mal richtig gespannt auf einen neuen Tarantino. Ein Southern-Western: Die Geschichte eines Sklaven (Jamie Foxx), der sich und seine Frau aus den Fängen eines brutalen Plantagenbesitzers (Leonardo diCaprio) befreien will. Ich bin kein Fan von Foxx, aber abgesehen davon ist die Bestzung (u.a. noch Christoph Waltz, Sam Jackson, Kurt Russell und Joseph Gordon-Levitt) fast schon zu gut.
- Wann im Kino? Imdb sagt einen US-Start am 25. Dezember voraus, also sehen wir den eh nicht, weil am 21. ja schon die Welt untergeht.. Das Datum macht es eigentlich mehr als unwahrscheinlich, dass es der Film noch 2012 zu uns schafft. Aber vielleicht verschiebt sich ja noch was oder der startet zeitgleich auch hier.

09. Cloud Atlas (von Tom Tyker & den Wachowski Siblings)
Warum ist der interessant? Das muss man mal versuchen sich vorzustellen: Tom Tykwer und die Wachowski Geschwister verfilmen David Mitchells Roman (Deutsch „Der Wolkenatlas“). Darin gibt es sechs verschiedene Geschichten, sechs Perspektiven und sich überschneidende Personenkonstruktionen. Zwischen den einzelnen Geschichten liegen teilweise mehrere Jahrhunderte. Von einer einsamen Insel im 19. Jahrhundert bis in eine ferne post-apokalyptische Zukunft. Tom Hanks, Hugo Weaving, Halle Berry, Ben Whishaw und weitere Prominenz spielt mit und alle werden in mehreren Rollen in den verschiedenen Episoden auftauchen, mal männlich, mal weiblich oder ganz anders. Klingt wahnsinnig ambitioniert, unglaublich spannend und eigentlich auch komplett unvorstellbar. Das Ganze auch noch zu einem Großteil in Deutschland (Babelsberg) gedreht und produziert.
- Wann im Kino? Im Herbst angeblich in den USA und dann hoffentlich bald auch bei uns. Obwohl der Film als überwiegend deutsche Produktion vielleicht auch schon vor den Amerikanern zu uns kommen könnte.

08. Stoker (von Park Chan-wook)
Warum ist der interessant? Der koreanische Regisseur Park Chan-wook wurde mit „Oldboy“ weltberühmt und hat auch mit den nachfolgenden Werker (insbesondere sein einzigartiger Vampirfilm „Thirst“) viel Freude gemacht. Sein erster US-Film basiert leider nicht auf einem eigenen Drehbuch von ihm und hat entgegen des Titels (höchstwahrscheinlich) auch nichts mit Vampiren zu tun. Als Mystery Thrillerdrama angekündigt, geht es um eine junge Frau (Mia Wasikowska) die nach dem Tod des Vaters Besuch von ihrem unheimlichen Onkel (Matthew Goode) erhält. Ihre Mutter (Nicole Kidman!) kann den Besucher auch nicht durchschauen. Klingt spannend und ist vor und hinter der Kamera interessant besetzt. Ergo: Wird geguckt.
- Wann im Kino? Abgedreht ist er, aber noch gibt es keine genauen Daten zum Start. Ich könnte mir eine Premiere in Venedig im September vorstellen und von da aus dann überall sonst. Hoffentlich schnellst möglich bei uns.

07. The Dark Knight Rises (von Christopher Nolan)
Warum der interessant ist, dürfte den meisten Leuten wohl einleuchtend sein. Christopher Nolan will seine Batman-Version beenden und karrt markante Schurken und gute Darsteller heran. Man sollte sich zurückhalten, das ultimative Meisterwerk bekommen zu wollen. In erster Linie freue ich mich auf einen runden Abschluss einer geschlossenen Superheldenversion eines Regisseurs. So etwas gab es noch nicht und es kommt gerade richtig, als mich Nolans Stil so langsam langweilt. Ein letztes Mal bitte konzentriert abliefern. Danach darf Batman gerne wieder etwas deutlicher Fantasy werden. Mit ein paar Jährchen Pause natürlich.
- Trailer
- Wann im Kino? Höchstwahrscheinlich wie nahezu überall sonst auch, Ende Juli.

06. Wuthering Heights (von Andrea Arnold)
Warum ist der interessant? Spätestens seit „Fish Tank“ bin ich auf jeden neuen Film von Andrea Arnold gespannt. Ihre Version des schon mehrfach verfilmten Literaturklassikers (Deutsch „Sturmhöhe“) um eine nicht geduldete Liebe sorgte nicht nur mit der Besetzung der männlichen Hauptrolle (es geht um die Hautfarbe) für Kontroverse, sondern scheint auch den rauen und intensiven Sozialrealismus ihrer anderen Filme auf das 19. Jahrhundert zu übertragen. Der Trailer ist eine Wucht, auch wenn die Reaktionen auf den Film gemischt waren. Bis zum Start wird der Roman gelesen und bis zum Exzess Kate Bush gehört.
- Trailer
- Wann im Kino? Für Deutschland ist es noch nicht sicher. Bei einigen europäischen Nachbarn läuft er im Frühsommer, also bleibt die Hoffnung, dass er nicht viel später auch hier läuft.

05. Gravity (von Alfonso Cuarón)
Warum ist der interessant? Seit dem fantastischen „Children of Men“ hat Alfonso Cuarón keinen Film mehr gedreht. Es geht um die einzige Überlebende einer zerstörten Raumstation (Sandra Bullock, aber George Clooney spielt auch noch mit), die im All umher trudelnd versucht, irgendwie zu ihrer Tochter auf die Erde zurückzukehren. Fast komplett auf die ein, zwei handelnden Personen beschränkt, dreht Cuarón Weltraum und Schwerelosigkeit in 3D, was Kumpel und Kollege Guillermo del Toro zu Jubel und Lob verleiten ließ. Mit der weiblichen Hauptrolle bin ich nicht vollends glücklich, aber alles andere klingt einfach nur gigantisch.
- Wann im Kino? Imdb weiß schon irgendwas von einem UK-Start im Oktober. Vielleicht reicht es dann noch für einen Winterstart Ende 2012 in Deutschland. Ansonsten sehen wir uns nächstes Jahr auf dieser Liste wieder.

04. Martha Marcy May Marlene (von Sean Durkin)
Warum ist der interessant? Vor fast einem Jahr in Sundance mit einem Knall gestartet, wurde das Indie-Thrillerdrama das ganze Jahr über von allen Seiten mit Lob überschüttet. Ein bomben Trailer unterstrich, dass das Regiedebüt von Sean Durkin mindestens so etwas werden könnte, wie der nächste „Winter’s Bone“. Story: Eine junge Frau flüchtet aus einem semi-religiösen Kult und versucht bei Familie und Freunden die düstere Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein.
- Trailer
- Deutscher Trailer
- Wann im Kino? Offiziell ab 8. März in Deutschland.

03. Shame (von Steve McQueen)
Warum ist der interessant? Alles daran ist interessant. Der vorige Film des Regisseurs („Hunger“), die Hauptdarsteller (Michael Fassbender und Carey Mulligan), die Story, der Trailer und nicht zuletzt die Reaktionen von Leuten, die den Film schon gesehen haben. Das Thema Sexsucht und ein paar äußerst offenherzige und emotional unromantische Szenen haben dem Film in den USA das ungeliebte NC-17 Rating eingebracht und einen Ruf wie Donnerhall eingebracht. Aber ehrlich, Leute, dieser Trailer! So hat das auszusehen. Viel besser kann ein Trailer nicht sein.
- Trailer
- Wann im Kino? Offiziell ab 1. März in Deutschland.

02. We need to talk about Kevin (von Lynne Ramsay)
Warum ist der interessant? Der Film stand ja letztes Jahr schon auf meiner Liste. Ich habe das grandiose Buch gelesen und annähernd alles an der Verfilmung gefällt mir. Lynne Ramsays vorherigen beiden Filme sind absolut faszinierend, Tilda Swinton und Ezra Miller sind perfekt gecastet, und der/die Trailer sah/en großartig aus. Die Adaption scheint sich in der Erzählweise ein paar Freiheiten zu nehmen, aber dafür scheint es audiovisuell höchst effektiv zu werden. Und inhaltlich ist es ja auch Zündstoff pur: Eine Frau rekapituliert, wie ihr Sohn 15jährig ein Massaker an einer High School angerichtet hat. Von der Zeit vor seiner Geburt, den Kindheitstagen bis zu jenem verhängnisvollen Tag.
- Trailer
- Wann im Kino? Unfassbar, aber wahr: der Film hat noch immer keinen deutschen Starttermin. Das sollte aber definitiv 2012 irgendwann machbar sein. Vermutlich Herbst.

01. The Master (von Paul Thomas Anderson)
Warum ist der interessant? Ein neuer Film von Paul Thomas Anderson. Damit der nicht mindestens auf Platz 3 einer solchen Liste wie dieser steht, müsste das anstehende Kinojahr schon bersten vor filmischer Spitzenqualität. „The Master“ könnte auch der Titel von Andersons Autobiographie sein, aber er nimmt hier eine Sekte in den 1950ern unter die Lupe, in der es zu Spannungen zwischen dem mysteriösen Anführer und seinem engsten Vertrauten kommt. Manche sagen, Anderson wolle damit insgeheim Scientology durchleuchten, aber diesen Zusatz braucht es gar nicht. Das wird auch so interessant. Mit dabei sind Philip Seymour Hoffman, Joaquin Phoenix und Amy Adams.
- Wann im Kino? Noch ist nicht mal sicher, ob er in den USA überhaupt 2012 startet. Aber der Film müsste eigentlich abgedreht sein und Anderson ist keiner, der sich zwei Jahre lang im Schneideraum einschließt. Ich tippe auf einen US-Start Anfang Dezember, was die Aussicht auf einen Deutschlandstart 2012 nicht all zu rosig gestaltet. Wir werden sehen.

Das ist aber natürlich nicht alles. Und bevor es Haue gibt: Natürlich freue ich mich auf den „Hobbit“ am Ende des Jahres. Der Trailer hat die Vorfreude auch durchaus verstärkt, aber ich könnte auch in einer Welt leben, in der es diesen Film nicht gibt. Und aufmerksam machen muss man auf den Film eh nicht, denn spätestens ab Sommer werden selbst weniger am Kino interessierte Leute kaum übersehen können, dass da gegen Ende des Jahres eine neuer Film in/aus Mittelerde ansteht. Meine letztjährige Liste hat noch ein paar Lücken, die immer noch nicht durch einen deutschen Kinotermin geschlossen wurden. So warte ich weiterhin auf „Tinker Tailor Soldier Spy“, aber das lange Warten hat zumindest verhindert, dass er es dieses Mal auf die Must-See-Liste fürs anstehende Kinojahr schafft. Dann war Steven Spielberg ja ungewohnt fleißig und steht nach „Tim und Struppi“ jetzt Donnerstag (hätte hier gestanden, wäre er nicht auf den 16. 02. verschoben worden) schon direkt mit seinem nächsten Film „Gefährten“ („War Horse“) auf der Matte. Zu dem Zeitpunkt hat man sich aber kaum von 2011 verabschiedet. David Finchers Remake/Neuverfilmung zu „Verblendung“ darf natürlich auch genannt werden, aber da der auch schon am 12.01.2012 anläuft, lohnt das nicht, auf ihn aufmerksam zu machen. Übereilter US-Remake-Aufguss hin oder her; ein Fincher der einen 100 Millionen Dollar R-Rated Thriller dreht, muss einfach neugierig machen. Und von einem Daniel Craig Film zum nächsten: „James Bond: Skyfall“ ist auch jetzt schon ein sicherer Kandidat fürs Kino, der nach einigen Querelen hinter den Kulissen endlich kommt und mit Sam Mendes einen interessanten Regisseur hat. Aber es ist kein Film, den ich jetzt mit erhöhter Spannung erwarte. Und dann steht mit „Brave“ (oder bei uns „Merida: Legende der Highlands“) ja auch wieder ein Pixar-Film an, auf den man (ich) sich wirklich freuen kann. Aber auf dem Zettel muss man die Pixars ja auch irgendwie jedes Jahr haben.

Ganz besonders freue ich mich daher, neben den 12 Erwähnten, weniger auf diese no-brainer Kinopflichttermine, sondern zum Beispiel auf dem Retro-Stummfilm „The Artist“, auf das Liebesdrama „Like Crazy“ mit Anton Yelchin, Felicity Jones und Jennifer Lawrence. Oder auf den Zeitreise Science-Fiction Thriller „Looper“ mit Bruce Willis und von „Brick“ Regisseur Rian Johnson. Ang Lee verfilmt den Roman „Life of Pi“ in 3D, über einen Jungen, der mit Zootieren Schiffbruch erleidet. In Deutschland bekannt unter dem Kinderbuch-artigen Titel „Schiffbruch mit Tiger“. Trotz der kleinen Enttäuschung mit „Eine dunkle Begierde“ und der allgemeinen Verwirrung, wie weit sich David Cronenberg noch von dem entfernen wird, was ihn einst bekannt machte, ist „Cosmopolis“ ebenfalls noch ein ganz heiß erwarteter Film. Die Verfilmung des Romans von Don DeLillo handelt von einem jungen, reichen Mann, der innerhalb eines Tages bei der Fahrt durch die Großstadt droht, alles zu verlieren was er hat. Und dann ist ja auch Terrence Malick plötzlich im totalen Arbeitswahn und hat schon drei weitere Filme angekündigt. Einer davon, der meist mit „The Burial“ betitelt wird und seit Sommer 2011 abgedreht ist, könnte es 2012 zu uns schaffen. Aber bei Malick ist es irgendwie wahrscheinlicher, den erst 2014 zu Gesicht zu bekommen. Besonders, weil er scheinbar erst die anderen Filme im Kasten haben will, statt den ersten im Schnitt zu beenden. Ein Film namens „Damsels in Distress“ mit Greta Gerwig und Analeigh Tipton wurde mir ebenfalls schon durch positive Reaktionen äußerst schmackhaft gemacht. Ein Deutschlandstart steht aber noch absolut und in den Sternen und so, wie ich unsere Pappenheimer kenne, startet der 2013 (!) direkt und ohne viel Trara für den Heimkinomarkt. Aber ich irre mich in diesem Fall äußerst gerne. Derweil hat die Jack Kerouac Verfilmung „On the Road“ mittlerweile tatsächlich einen Starttermin. Sogar für Deutschland: 4. Oktober 2012!

Und es gibt noch mehr: Wes Anderson, Regisseur von „The Royal Tenenbaums“ und „Fantastic Mr. Fox“, liefert mit „Moonrise Kingdom“ seinen neuen Film ab. Darin geht es um ein Liebespaar auf der Flucht, die von Leuten gesucht werden, die das Paar für vermisst halten. Mit dabei: Tilda Swinton, Billy Murray, Bruce Willis, Edward Norton und weitere Großkaliber. Bäm! Dann steht noch – wenn auch wahrscheinlich doch erst 2013 – Jim Jarmushs Vampirfilm mit Michael Fassbender, Tilda Swinton und Mia Wasikowska an. Diese fünf Zutaten reichen mir eigentlich schon, um den Film ohne weitere Infos sehen zu wollen. Und wo wir gerade bei Vampiren sind: Neil Jordan, der ja mal den starken „Interview mit einem Vampir“ gemacht hat, bringt mit „Byzantium“ erneut Untote auf die Leinwand. Darin spielen Gemma Arterton und Saoirse Ronan Mutter- und Tochtervampir. Oder so. Klingt schon mal ansehnlich und soll angeblich 2012 kommen. Fernando Meirelles („City of God“) verfilmt mit „360“ Arthur Schnitzlers satirisches Beziehungsdrama „Reigen“ und fährt Schauspielprominenz wie Jude Law, Rachel Weisz und Anthony Hopkins auf. Da der Film aber auf den 2011er Festivals überwiegend verrissen wurde, ist das Interesse am Film nicht mehr ganz so hoch. Ganz sicher geguckt wird auch „Alpeis“ („Alpen“), der neue Film vom Regisseur der griechischen Groteske „Dogtooth“. Der Regisseur des herrlichen „Brügge sehen… und sterben“ versammelt in „Seven Psychopaths“ Christopher Walken, Colin Farrell, Sam Rockwell, Abbie Cornish und Woody Harrelson, um die Geschichte eines Drehbuchautors zu erzählen, der sich in seinem eigenen Krimi-Plot verirrt. Oder so. Der Gangster-Film „Cogan’s Trade“ vereint Brad Pitt mit seinem „Jesse James“ Regisseur Andrew Dominik. Und wir wissen ja alle, dass „JJ“ ein verdammtes Meisterwerk war. In „Upside Down“ haben Kirsten Dunst und Jim Sturgess eine Romanze in einem alternativen Universum, Baz Luhrman („Moulin Rouge“) inszeniert mit Leo DiCaprio seine Version des Literaturklassikers „Der große Gatsby“ in 3D, und nachdem Sony Sam Raimi abgesägt hatte, gibt es ja den Spider-Man Reboot, nach dem eigentlich noch keiner gefragt hatte. Ein erster Trailer sah nicht uninteressant aus und irgendwie tat ein Tapetenwechsel nach „Spider-Man 3“ auch gut. Nur vielleicht nicht so schnell. Zumindest wird interessant sein zu sehen, wie anders (oder gleich) die Herangehensweise hier wird. Und das riesengroße „Avengers“ Klassentreffen braucht man auch kaum genauer erwähnen, sich aber vielleicht tatsächlich drauf freuen, nachdem „Thor“ und „Captain America“ ja relativ gut funktioniert hatten.

Zum Abschluss – von diesem Artikel und von der Welt – sei noch auf „Seeking a Friend for the End of the World“ verwiesen. Dort sucht Steve Carell seine alte High School Liebe für die letzten Tage auf der Erde, nachdem bekannt wird, dass das Ende naht. Er findet Keira Knightley, die ihn auf seinem Road Trip begleitet. Irgendwelche Dummbatzen haben allerdings schon einen US-Start im April (!) angesetzt. Die haben entweder einen anderen Weltuntergangskalener oder das System nicht kapiert, wäre dies doch eigentlich der perfekte Film, sollte die Welt Ende Dezember tatsächlich untergehen. Bis der große Knall jedoch kommt: Bewegt eure Hintern ins Kino.

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