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Kritik:
2 Guns


von Daniel Schmitt

2 Guns
(2013)
Regisseur: Baltasar Kormákur
Cast: Denzel Washington, Mark Wahlberg, Bill Paxton, Paula Patton

Story:
Als der Undercoverpolizist Bobby (Denzel Washington) versucht, durch einen Banküberfall einen Drogenbaron zu überführen, stellt sich heraus, dass sein krimineller Freund Stig (Mark Wahlberg) ebenfalls verdeckt eingeschleust wurde. Beide befinden sich nun in Lebensgefahr, denn es ist ihnen nicht klar, wessen Geld sie gestohlen haben.

Kritik:
Bobby (Denzel Washington) ist Agent der Drogenvollzugsbehörde und wurde verdeckt eingeschleust, um den mexikanischen Drogenbaron Papi Greco (Edward James Olmos) hochzunehmen. Er überfällt sodann, zusammen mit Stig (Mark Wahlberg), seinem kriminellen Freund, eine Bank, um an Grecos illegales Drogengeld in den Schließfächern zu kommen. Als sie dabei aber wesentlich mehr Geld finden, als sich dort hätte befinden sollen und die anschließenden Festnahmen nicht stattfinden, wird Bobby klar, dass etwas nicht stimmt.

Schließlich haut sein Kumpel Stig (Mark Wahlberg), dann auch noch mit dem Geld ab, worauf Bobby herausfindet dass Stig ebenfalls undercover ermittelt - aber für den Geheimdienst der Marine. Nach kurzem Twist, sind sie gezwungen zusammenzuarbeiten, denn der große Unbekannte will sein Geld wieder und geht dabei nicht gerade zimperlich vor.

"2 Guns" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Graphic Novels der Boom! Studios, mit Baltasar Kormákur als Regisseur, der mit „Contraband“ schon einmal gezeigt hat, dass er weiß wie man einen Actionfilm inszeniert. Kormákur ist stilistisch kein Michael Bay, was „2 Guns“ gut tut. Er bleibt bodenständig, ohne Zeitlupe und übermäßigen Computereffekten. Wie auch in „Contraband“ arbeitet Kormákur hier wieder mit Mark Wahlberg zusammen, welcher den Marineoffizier Stig spielt und mit seiner fröhlich, unbeschwerten Art, den grimmigen Bobby zum Lachen bringt. Wahlberg kann Action, hat den Soldatenlook und seine Charaktere haben selten den Überblick über das große Ganze. Hier ist alles vereint. Ein Marineoffizier, der beginnt, seine Befehlskette in Frage zu stellen und verzweifelt einen Hafen zum Verweilen sucht. Er lässt sich dabei aber nichts anmerken und greift, wenn er nicht weiter weiß, lieber zur Waffe, anstatt über seine Situation nachzudenken. Für letzteres hat er ja jemand anderen.   

Denzel Washington kann sich seine Rollen aussuchen, aber am liebsten sieht man ihn als um sich schießenden Actionhelden. Der Oscarpreisträger kann eindeutig mehr, was er in „2 Guns“ auch zeigt, aber man sieht, das er sich auch im einfachen Genre wohlfühlt. Die Rolle des Polizisten, der eindeutig zu lange undercover war und der langsam nicht mehr weiß, wem er trauen kann, spielt er mit allen Facetten überzeugend. Es ist kein „Training Day“, aber das möchte „2 Guns“ auch nicht sein. Der Film möchte im Stile von „Lethal Weapon“ und dem ersten „Bad Boy“ simpel, aber dynamisch unterhalten und geht dabei geschickt vor, indem er inmitten von klassischen Gut gegen Böse Charakteren, einen Klecks Grau hinzugibt, der den Film kurzzeitig einen düsteren Unterton verabreicht, ohne dabei melancholisch zu wirken. „2 Guns“ ist eine Buddy Cop Komödie durch und durch und lebt dabei von seinen beiden Protagonisten. Warum auch nicht? Washington und Wahlberg funktionieren gut zusammen und stellen alle weiteren Figuren in den Schatten. Bill Paxton gibt sich als großer Unbekannter zwar Mühe bei seinem ersten Auftritt, aber jegliche Spannung verfliegt hier schnell. Die Gefahr, die von Edward James Olmos als Papi Greco ausgesehen soll, ist präsenter, hält aber auch nicht an. Was "2 Guns" demnach Ladehemmungen verpasst, sind schwach realisierte Gegner, die es mit den unterhaltsamen Hauptcharakteren nicht aufnehmen können.

Fazit:
Unbeschwertes Actionkino, dem man positiv anmerken darf, dass die Vorlage eine Graphic Novel, ohne Aliens und Superwitz ist. Weit besser als „The Losers“, aber einen Tick schlechter als seine Buddy Cop Konkurrenz aus den späten Achtzigern und Neunzigern. Wer Actionfilme mag und mit Abstrichen klar kommt, sollte sich den Pistolenläufen der „2 Guns“ ruhig stellen.

6,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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