BG Kritik:

3 Days to Kill


von Michael Herbst

3 Days to Kill (FR, 2014)
Regisseur: McG
Cast: Kevin Costner, Amber Heard, Hailee Steinfeld

Story:
CIA-Spezialagent Ethan (Kevin Costner) hat sein Haltbarkeitsdatum längst überzogen und sollte sich endlich seiner Familie widmen, doch der Job lockt ihn immer wieder zurück.

Kevin Costner versucht sich also als Gentleman-Attentäter.

Von der Produktionsfirma der 96 Hours Filme


In "Leon der Profi" zeigte der Franzose Luc Besson vor zwanzig Jahren bereits eine in groben Zügen ähnliche Handlung. Ein gealterter Auftragskiller, der sich plötzlich an den Gedanken eines Familienlebens gewöhnt, dann aber noch eine letzte aufregende Mission bestreiten soll. Ein kleines Meisterwerk, das bis heute erhobenen Kopfes überdauern konnte.

Den neuen Abkömmling 3 Days to Kill mit Kevin Costner in der US-Variante der Jean Reno Rolle hat Besson, der im übrigen als Künstler selbst schon sehr viel bessere Tage gesehen hat, allerdings nur produziert. Regie führte der ideenlose McG (Terminator: Die Erlösung, Das gibt Ärger, 3 Engel für Charlie) weswegen der Film dann auch substanzlose "wenn, dann frühestens auf Blu-ray" C-Ware geworden ist.

McG hat zuvor Terminator 4 versiebt


Entweder war es Costners falsche Entscheidung, Costner falsch besetzt oder das Drehbuch falsch ausgelegt, aber Hauptcharakter Ethan passt weder zu Costner, noch zum Film. Ethan ist ein meistens unmotivierter, lässiger 60jähriger, dem man ansieht, dass er lieber bei einer alten Dean Martin Platte an einem Vogelhaus weiterbasteln würde als Verdächtige zu verhören oder hinter flüchtenden Mördern herzurennen. Lustlos wechselt seine Handlung zwischen oder Terroristenfahndung und Gesprächen mit seiner Tocher her, nur dass McG weder ein Gefühl Familienbindung, noch für Spannung hat. Costner darf sich jedoch nicht allein schuldig fühlen, denn auch die Nebendarsteller ermüden. Amber Heard als Femme Fatale mit roten Lippen verfehlt versuchte Leinwanddominanz und wirkt so ernstzunehmend wie ihre Rolle aus dem Quatschfest Machete Kills, und dass Hailee Steinfeld und Connie Nielsen schon mal in Oscar-Werken mitgespielt haben, sieht man nicht.

Ein Vater im Paris, der Gangster jagt und laufend über seine Tochter spricht, Luc Besson und die gleiche französische Produktionsfirma von 96 Hours? Ergo Kevin Costner als neuer Liam Neeson? Trifft leider nicht zu. Wenn 3 Days to Kill mit den Actionsequenzen Bessons anderer Produktionen wie The Transporter, Taxi oder Colombiana mithalten könnte, wäre da Raum für Schauwerte, aber McGs Actionszenen sind mit Geiz inszeniert und daher oft auf TV-Niveau, mit noch größerem Desinteresse in Szene gesetzt wie im besseren letzten Costner, Jack Ryan: Shadow Recruit. Was 3 Days to Kill jedoch am meisten zu Schaffen macht, ist der klägliche Humoreinsatz. Dass die Actionszenen schwach ausfallen und Costner wenig Bereitschaft aufbringt nagt schon genug am Interesse, doch wenn dann noch regelmäßig ein lustig gemeinter Teenager-Klingelton bimmelt oder Costner sich Erziehungstipps von seinen verprügelten einholt, ist Sympathiefeierabend.

Fazit:

3 Days to Kill wirkt wie ein 96 Hours Abklatsch, den Liam Neeson zu recht ablehnte. Lahme Handlung, öde Figuren, schwache Action lassen tunlichst raten, sich lieber in der sonstigen, mit so vielen guten Filmen gespickten Filmographie Costners umzusehen.

2,0 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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