Kritik:
Alpha und Omega
von Christian Mester
ALPHA AND OMEGA
Regie: Anthony Bell
Story:
Die Wolfsteenager Kate und Humphrey
sind Freunde seit Welpentagen. Doch
spätestens wenn sie erwachsen sind,
werden sich ihre Wege trennen. Denn
Kate gehört als Alpha-Wölfin zur
Führungsgruppe des Rudels und nimmt
ihre Verantwortung bereits jetzt
sehr ernst. Ganz anders Humphrey.
Der junge Omega-Wolf hat nichts als
Unsinn im Kopf. Aber zwei
Betäubungspfeile ändern die
Situation dramatisch. Parkranger
fangen die beiden ein und bringen
sie weit weg in einen Nationalpark,
wo sie für Nachwuchs sorgen sollen.
Keine schlechte Idee - meint
Humphrey. Doch Kate will unbedingt
heim nach Kanada, soll sie doch
durch Wolfsheirat die Vereinigung
zweier konkurrierender Rudel
sichern. Es ist ein langer Weg - und
viele Abenteuer und Gefahren später
wird zwischen den beiden nichts mehr
so sein, wie es einmal war ...
Die Hauptfiguren Kate und Humphrey
sind ein ungleiches und dennoch
äußerst liebenswertes Zweiergespann.
Tapfer und unerschrocken begeben sie
sich in ein aufregendes Abenteuer.
Sie freunden sich mit einer Golf
spielenden Gans und deren Caddy-Ente
an, müssen sich gegen wütende Bären
wehren und sich an steil abfallenden
Klippen entlang kämpfen.
Kritik:
Dass Alpha und Omega technisch nicht
mit den Animationsfilmen von
DreamWorks und Pixar mithalten kann,
das sieht man auf den ersten Blick.
Der visuelle Haken hat jedoch einen guten Grund: für seinen Film
über niedliche Wölfe hatte Regisseur
Anthony Bell nur rund 20 Millionen
Dollar zur Verfügung - ein Zehntel
des Budgets eines Rapunzel. Zieht man
also einen gerechten Vergleich, darf
man Bells "Low Budget" Vertreter
durchaus sehr loben. Er mag
optisch nicht so detailliert wie ein Wall-E sein, überzeugt aber mit
einer
schlichten, kunterbunt schönen Optik
und liebevoll umgesetzten Figuren,
deren Bewegungen mit denen der
großen mithalten können. Vor allem
Titelheld Humphrey hat ein sehr
ausdrucksstarkes Gesicht.
Die beiden tierischen Protagonisten Humphrey und
Kate überzeugen gemeinsam als lustiges
Pärchen, die sich im Zuge eines
aufregenden Abenteuers ineinander
verlieben, dazu gibt es - wie so oft -
amüsante Sidekicks und
abwechslungsreiche Orte. Eine verrückte Gans und gefährliche
Bären runden den mit 84 Minuten sehr
kurzweiligen Familienspaß ab, der
somit nie Längen aufweist.
Rundum ist es ein gelungener
Animationsspaß, der trotz
technischer Einschränkungen zu
empfehlen ist - wenn auch eher für
ein
jüngeres Publikum. Der Spaß bleibt
familienfreundlich und leicht zu
verstehen, bleibt aber sehr
oberflächlich und beinhaltet keine
zweideutigen Elemente für Ältere.
Somit richtet sich dieses wölfische
Abenteuer in
erster Linie an junge Zuschauer unter
10 Jahren, ist für diese aber eine
schöne Zeit.
Extras:
Auf der DVD des Films mit enthalten
ist ein interessantes dreiteiliges Making Of.
Anschaulich wird hier die Entstehung des
Kinderfilms geschildert, wobei
besonders interessant ist, wie die
Wölfe von ersten Zeichnungen zu
aufwendigen 3D Modellen wurden. Ein
rund 15minütiger Bericht stellt
echte Wölfe in der Wildnis vor, was
zum Teil von
dem Macher des Films kommentiert
wird. Dazu gibt es ein 25 Minuten
langes Video, in dem die
US-Synchronsprecher (u.a. Justin
Long, Dennis Hopper, Danny Glover)
ausschweifend über ihre Rollen
sprechen und erklären, wie sie den
Charakteren liebevoll Leben
eingehaucht haben. 7 Trailer
weiterer Filme runden das
Extras-Paket ab, das sich mit seinem
überraschenden Umfang als
vorbildlich erweist. In der Blu-ray
Variante ist der Film zudem im 3D
Format erhältlich.
Fazit:
Alpha und Omega ist ein witziger
Kinderfilmspaß mit lustigen Figuren.
Technisch nicht auf der Höhe der
Zeit, als DVD-Spaß aber ein rundum
gelungener Film für jüngere
Animationsfans.
5 /
10
10
- Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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