BG Kritik:

Annabelle


von Michael Herbst

Annabelle (US, 2014)
Regisseur: John R. Leonetti
Cast: Ward Horton, Annabelle Wallis

Story:
Als die schwangere Mia und ihr Mann John eines Abends von Anhängern eines Kultes angegriffen werden, gelingt es ihnen den Anschlag zu überleben. Weil dabei Blut eines Opfers in eine von Mias kostbaren Sammlerpuppen läuft, werfen sie diese weg. Schon bald ziehen sie weg, um die Sache hinter sich zu lassen, doch Puppe Annabelle lässt sie nicht in Ruhe…

Die Vorgeschichte der unheimlichen Puppe aus Conjuring – Die Heimsuchung.

Furchterregende Puppen faszinierten bereits Conjuring Regisseur James Wan, der mit Dead Silence einen eigenen Puppenfilm gedreht hatte. In seinem Geisterfilm Conjuring gab es die Puppe Annabelle, die so beliebt schien, dass sie nun eine eigene Geschiche erhielt, die automatisch auch als Prequel zu Conjuring gilt.

Conjuring 2 ist bereits in Planung


Die Puppe ist dieselbe, doch die Macher sind es bei diesem Prequel nicht. Statt James Wan (Saw, Insidious, Conjuring) inszenierte Aushilfskraft John R. Leonetti (Butterfly Effect 2, Mortal Kombat 2), das Drehbuch stammt sogar von einem Autor mit gänzlich unbekannten Filmen. Das kann hin und wieder zur Entdeckung unerkannter Talente führen, leider nicht in diesem Fall. Annabelle ist ein Schnellschuss geworden, das zu erwartene mangelhafte Ergebnis unklug gewählter Kreativer, der eigentlich eher direkt auf DVD hätte veröffentlicht werden können, wie eben Butterfly Effect 2.

Wieso man Conjuring noch vor dem dritten Film Conjuring 2 also derart schadet, löst Skepsis aus. Das sollte eine längere Filmreihe werden, was man sich aber abschminken kann, versalzt man die Suppe bereits derart früh.

Auch von der berühmtesten Gruselpuppe Chucky folgen weitere Teile


Die Handlungen von erfolgreichen Titeln wie Insidious, Sinister und den Paranormal Activity Filmen zeugten nicht gerade von größten Einfallsreichtum, hatten aber effektiv gesetzte Überraschungsmomente und eine konsequent anhaltende Spannung mit befriedigendem Abschluss. Dass dämonische Mächte, unheimliche Erscheinungen und Angriffe unsichtbarer Gegner nicht schon von allein funktionieren, zeigt dieser schwache Ableger. Wie beim maroden Devil Inside baut sich die Handlung schleppend langweilig auf, mit vielen plötzlichen Schockszenen, die in der Form schnell nervig werden. Die sympathischen Geisterforscher Lorraine und Ed Warren aus dem ersten Film werden vermisst, kommen nur am Rande vor. Wenn es schon ein Prequel zu Conjuring werden sollte, hätte man das beste an dem Film, die beiden, übernehmen müssen.

Der größte Makel ist die komplette Offenlegung aller Geheimnisse. In Conjuring war die Puppe so verlockend gruselig, weil man nichts über sie wusste und man sich selbst ausmalte, zu was sie fähig war. In diesem Film wird genauestens erklärt, wie die Puppe Annabelle besessen wurde, von wem, was sie kann und was sie vorhat. Das ist klischeebeladen und vorhersehbar gelöst, und raubt der Puppe das Unheimliche. Leonetti bekam das Budget für einen guten Filmlook, inszeniert aber trotzdem unterdurchschnittlich.

Fazit:

Annabelle ist eine Mogelpackung. Sie stellt sich als neuer Conjuring vor und sieht vergleichbar gut aus, ist aber von sehr viel talentärmeren Seelen entwickelt worden. Zu viele Erklärungen und fehlende Spannung machen Annabelle zu einem Prequel, das man bei Conjuring gefallen besser meidet.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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