BG Kritik:

Backcountry - Gnadenlose Wildnis


Hat BG vor 10 Jahren gegründet und seither eine Menge neuer Filme gesehen. War als Redakteur für GameStar und Gameswelt tätig.

Backcountry (US 2015)
Regisseur: Adam MacDonald
Cast: Missy Peregrym, Eric Balfour

Story: Was kann passieren, wenn man im Jagdrevier eines ausgewachsenen Schwarzbären campt? Zwei Großstädter richten sich dem Bären versehentlich als Dinner an…

Wie Ted 2, nur ganz anders.

Brummelig und hungrig: der Bär


Auf dem Wasser dominiert immer die gleiche Tierart in Tierhorrorfilmen: Haie. Egal ob an Küsten, in Seen oder neuerdings ja auch in Wirbelstürmen, die Vettern des Weißen Hais sind schier überall anzutreffen und behaupten das Genre größtenteils für sich. Tierhorrorfilme mit Landtieren sind seltener, aber auch da hat sich über die Jahre eine spezielle Spezies als Zuschauerfavorit herausgestellt. Was das auch sein mag, Bären sind es jedenfalls nicht, denn von denen gibt’s nur wenige Filme, wie Grizzly, Grizzly 2, Grizzly Park, Grizzly Rage, Red Machine, The Prophecy und Auf Messers Schneide.

Backcountry ist ein neuer solcher, und wird laut Blu-ray Cover als „Höllentrip“ gefeiert, der dafür sorge, dass man „nie wieder Campen gehen wolle“. Auf dem Originalposter steht sogar die Behauptung, er sei das für Wälder, was Spielbergs "Der Weiße Hai" für das Meer sei. Trifft das zu? Ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Der Film von Adam MacDonald ist kein schlechter, bleibt aber sehr hinter seinen Möglichkeiten zurück. Hauptfiguren Alex und Jenn sind relativ gut gespielt, und wie so oft kriselt es in ihrer Beziehung. Sie will eigentlich lieber wieder zurück in die Großstadt, während er darauf wartet, ihr im richtigen Moment einen Antrag machen zu können. Dafür entführt der selbsternannte Pfadfinderguru sie in die Wildnis, was besonders romantisch werden soll. MacDonald schafft es nicht, ihr Beziehungskuddelmuddel interessanter zu gestalten.

Dumm und recht langweilig: die Camper


Bärig wird’s dann also nach langer Einleitungsphase, wenn der Bär auftaucht. Und das ist zur Überraschung mal kein Grizzly Bär, sondern ein Schwarzbär. Der groß ist, aber nicht allzu gefährlich ausschaut. Er sieht, wie Schwarzbären nunmal aussehen, fett und gemütlich aus, aber immerhin echt. MacDonald hat tatsächlich viele Aufnahmen mit einem echten Bären hinbekommen, ohne auf Stock Footage zurückzugreifen. Für Nahaufnahmen greift man auf simple Animatronics zurück, oder konzentriert sich auf Geräusche. Das ist recht gelungen und lässt den Film mal nicht, wie es sonst oft der Fall ist, wie Schrott ausschauen. Auch der Klang ist sehr gelungen und liefert ein gutes Beispiel ab, wie das wohl ist, wenn man im Zelt sitzt und draußen ein Bär rumbärt. Überhaupt ist MacDonalds Regie ganz in Ordnung und auf hohem direkt-auf-DVD Niveau.

Winnie Puh hats oft geschafft, seinen Kopf im Honigpott stecken zu haben. Das kann man wohl auch über Regisseur MacDonald sagen, der hier sehr auf Authentizität aus ist. Hollywood ist hier nix. Die beiden Camper hiken in den Wald, campen und locken den Bären versehentlich mit blutigen Klamotten an, werden angegriffen und das wars so dann auch schon. Keine spannende Verfolgungshatz, keine gewitzten Fallen, keine anderen Tiere für ein Royal Rumble, auch kein Faustkampf gegen den Bären. Der Film ist insgesamt realistisch gehalten. MacDonald lässt den Bärenangriff dadurch recht real und schaurig wirken, aber nur für diese Szene 90 Minuten mit einem eher langweiligen Paar zu verbringen, und wirklich nur den Bärenangriff als Teelöffel Honig im Pott zu haben, ist zu wenig für größeres Lob.

Fazit:

Bärenstark? Nicht wirklich. Backcountry ist ein passabler kleiner Tierhorrorfilm mit anständigen Effekten und einem akzeptablen Niveau, nur zieht sich bis zum Bärenangriff alles eher langweilig in die Länge, und dann passiert insgesamt einfach viel zu wenig. Wäre als Kurzfilm effektiver gewesen.

4 / 10
10 - Meisterwerk // 8-9 - sehr gut // 6-7 - gut // 5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend // 0-2 - gar nicht mal so gut

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