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KRITIK:
BLOOD AND BONE
von
Christian Mester
BLOOD AND BONE (2010)
Regie: Ben Ramsey
Cast: Michael Jai White, Bob Sapp
Story:
Ex-Knacki "Bone" Isaiah (Michael Jai White)
schwört Rache, weswegen er sich aufmacht, sich über
einen illegalen Untergrundring von
Wettbewerbskämpfen zu seinem Ziel (Julian Sands) zu begeben.
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Michael Jai White hatte eine Szene in KILL
BILL,
die jedoch vor Kinostart geschnitten wurde |
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Kritik:
B-Action Fans freuen sich über den
Videotheken-Output der letzten Monate:
"The
Tournament",
"Icarus",
"Command Performance",
"Ninja"
und
"Universal Soldier III" gehören für viele
bereits zu den heimlichen Topfilmen des Jahres, doch die
eigentliche Hausnummer stand noch aus. "Blood and
Bone" mit Martial Arts Star Michael Jai White (Spawn
aus "Spawn", zuletzt gesehen in
"The Dark Knight")
hatte den Ruf, das große Jahresmatch zu gewinnen.
Jetzt ist er erhältlich, doch kann er seinem voraus
geeilten Lob entsprechen?
In gewisser Hinsicht ist "Blood and Bone" ein
Meisterwerk. B-Action Fans wird das Wasser im Munde
zusammen laufen, da es der wohl würdigste Nachfolger
von Filmen wie "Leon", "Bloodsport" und "Best of the
Best" ist, den es in den letzten zehn Jahren zu
sehen gab.
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Jai White hat sieben schwarze Gürtel
verschiedener Kampfsportarten |
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Zwei
Pfeiler gibt es in der B-Movie Action, die bei jedem
Titel auf die Waage gelegt werden. Wichtigstes
Element ist natürlich nach wie vor die Action
selbst, die in diesem Fall vortrefflich gelungen
ist. White bekommt zahlreiche Möglichkeiten, seine
beeindruckenden Fähigkeiten und seinen olympisch
trainierten Körper zu zeigen und wischt in mehreren
spektakulären Action-Szenen den Boden mit seinen
Gegnern auf. Es geht ihm so leicht zu Hand, dass es
großen Spaß macht, den muskelbepackten, aber dennoch
bemerkenswert schnellen Ausnahmesportler bei seiner
Arbeit zu sehen... auch wenn es zuweilen auch gern
noch härter sein könnte.
Regisseur Ben Ramsey (schrieb das Drehbuch zu "Dragonball:
Evolution") fängt das Geschehen stets ordentlich
ein, ohne auf lästige Kameraeile oder unnötige
Schnitte zu setzen. Schön ordentlich sieht man alle
Kämpfe in vorbildlicher Übersicht.
Der zweite Punkt ist der Hauptdarsteller selbst.
Dolph Lundgren wertet die meisten seiner eher
schwachen Filme allein durch sein
Charisma auf, während es bei Steven Seagal
weitestgehend reine Nostalgie an lange vergangene
Rollen ist, die das Gesehene bessern. Jean-Claude
van Damme hat seine ganze Karriere seiner
zugänglichen Persönlichkeit zu verdanken und da wird
es Zeit, dass Michael Jai White endlich selbigen
Status erlangt. White, der erst kürzlich in der
amüsanten 70er Blaxploitation Parodie
"Black
Dynamite" toll auftrat, zeigt sich in diesem Film
mit der Sympathie, die in "Undisputed II: Last Man
Standing" schon Wesley Snipes nicht vermissen ließ.
Er gibt einen ansprechenden Titelhelden, der
inmitten der banal flachen, 0815-Genrehandlung
positiv hervor sticht und so begabt ist, dass er zu
mehr als nur Posieren und Kämpfen taugt.
Fans werden sich freuen, da die beiden relevantesten
Elemente ihrer Sympathien bestens bedient werden -
in der Hinsicht geht "Blood and Bone" streng auf 10
Punkte zu - doch zwischen all den gebrochenen
Knochen finden sich auch welche am Film. Die besagte
Handlung könnte einfallsloser nicht sein und macht
den Eindruck, einzig und allein hastig zusammen gekritzelte Ausrede für
dramatische Kampfeinlagen zu sein. Ramsey
inszeniert die Kämpfe so, wie man sie haben will:
flott, fesselnd und sehenswert, den Rest vergisst
man allerdings. Zwar spart man sich glücklicherweise
allzu großen Fokus auf irrelevante Nebenfiguren,
aber alles, was von White und dessen Fäusten
weggeht, verfällt. Weder Bösewicht Julian Sands (der Warlock aus "Warlock"), noch Sidekick Dante Basco (Rufio
aus Spielbergs "Hook") vermögen es, der Handlung
irgendetwas zu entlocken. Ramsey holt viel aus dem
geringen Budget von gerade einmal 4 Millionen Dollar
heraus, allerdings ist man offensichtlich gezwungen
gewesen, Abstriche in Kamera, Beleuchtung und Sets
zu machen. Da ist es noch das Beste, dass der Film
eine überraschende Kurzweiligkeit an den Tag legt
und es im Gegensatz zu vielen anderen Genrekollegen
nur minimale Längen gibt.
Fazit:
Michael
Jai White macht sich langsam aber sicher einen
Namen. B-Action Fans, die "Undisputed II" lieben,
müssen unbedingt zugreifen und sich auch Whites
neuen zulegen. Für sein Zielpublikum ein
Meisterwerk, für sein Budget ein Achtungserfolg, für
White hoffentlich Sprungbrett zu Höherem.
6 / 10
10 -
Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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