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Kritik:
Daddy ohne Plan


von Christian Mester

The Game Plan
(2007)
Regie: Andy Fickman
Darsteller: Dwayne Johnson

Story:
Joe Kingman ist ein millionenschwerer Quarterback und selbstverliebter Dummbatz, dessen Alltag nur aus wilden Parties, Fernseh-Ruhm und leichten Frauen besteht. Als eines Tages ein kleines Mädchen vor seiner Tür steht und behauptet, seine Tochter zu sein, stellt sich dem Muskelberg jedoch plötzlich seine bisher größte Herausforderung entgegen...

Kritik:
Immer wenn Actionstars kurzweilig ins Comedygenre wechseln (um ihren Marktwert zu steigen), geht das für gewöhnlich in die Hose. Denkt man da an Granaten wie Stop, oder meine Mami schießt (Stallone), Junior (Schwarzenegger) oder sämtliche Hulk Hogan-Filme, so wird schnell klar, das muskelbepackte Actionhelden doch eher zuhause bleiben sollen.

Nur in wirklich seltenen Fällen geht sowas glimpflich aus; wie etwa in Arnie's Weihnachtsfilm Versprochen ist versprochen oder in Vin Diesel's Der Babynator, in denen die Haudegen tatsächlich für viele Lacher sorgen und sich selbst auch mal auf die Schippe nehmen können, ohne das es peinlich wird. Daddy ohne Plan scheitert vergeblich an der Comedy. Zwar macht die Kleine (niedlich, aber belanglos gespielt von Madison Pettis) einiges um The Rock in Peinlichkeiten zu bringen, aber so wirklich lustig ist nichts davon. Wenn der kernige Wrestlingstar im hautengen Anzug beim Ballett über die Bühne tippelt oder sie seine Badewasser überlaufen lässt, dann ist das vieles, nur nicht witzig.

Da er nicht sonderlich witzig ist, könnte man zumindest etwas über die obligatorisch emotionalen Momente sagen, aber auch die hat man schon wesentlich besser in anderen Filmen gesehen. Mehrfach fragt die Kleine zB, was das beste sei, das Rock je widerfahren sei. 27 mal später sieht
er sie schließlich strahlend an und sagt, (trommelwirbel) das sie es ist. Und dann singt er ihr auch noch "Are you lonesome, tonight" von Elvis vor.

Begleitet wird das ganze von der wohl langweiligsten Lovestory der letzten Familienfilmjahre, in der Rock mit seiner Ballettlehrerin Roselyn Sanchez (die seit Rush Hour 2 noch besser aussieht) anbandelt. Anfangs soll man glauben dass sie ihn überhaupt nicht mag, was aber aufgrund ihrer lüsternen Blicke und dem starken Charme Rock's (dem man den Mistkerl einfach nicht abnehmen kann) völlig unglaubwürdig bleibt. Rock selbst ist eigentlich nicht zu kritisieren. Er gibt sich viel Mühe, hat aber aufgrund des schlechten Scripts keine Chance, seine lustige Art zu zeigen - die er ja mit Be Cool schon bewiesen hat. Da Joe in der ersten Hälfte des Films als egoistischer Macho dargestellt wird, wäre es auch angebrachter gewesen, einen wirklich harten Knochen wie zB Mickey Rourke zu besetzen, und nicht so einen absoluten Traum-Schwiegersohn wie Dwayne Johnson.

Von der Regie her ist Daddy gesichtslose Standardware, die jeder halbwegs erfahrene Regieassistent hätte machen können. Insgesamt ist Daddy ohne Plan auch kein wirklicher Hit für Kids, da es einfach viele bessere, lustigere, bewegendere und actionreichere Kinderfilme gibt.

Fazit:
Eine witzlose Komödie und ein Familienfilm ohne Emotionen; für Erwachsene zu langweilig, für Kids zu uncool. Das traurige: es ist Rock's zweitgrößer Erfolg bisher an den Kinokassen.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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