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Kritik:
Das ist das Ende


von Daniel Schmitt

THIS IS THE END
(2013)
Regisseur: Evan Goldberg, Seth Rogen
Cast: James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Craig Robinson, Danny McBride, Jay Baruchel, Emma Watson

Story:
Sechs Freunde, welche gleichzeitig Hollywoodstars sind, werden während einer Party in James Francos Haus von der Apokalypse überrascht. Nun sind sie gezwungen, miteinander auszukommen und irgendwie zu überleben...

Kritik:
2012 ging so manches in die Hose, aber die größte Enttäuschung war wohl der Weltuntergang, der, anstatt eines flammenden Infernos, nicht mal ein laues Lüftchen entfachte. Während die Bunkertüren offen stehen blieben und die Anti-Zombie-Kits nun doch in der Ecke verstauben, haben Filmstudios überall auf der Welt den Trubel um das Ende genutzt, um mächtig Rubel zu machen. Während die ernsteren Versuche des menschlichen Massensterbens mit „2012“ und „World War Z“ fürs Erste hinter uns liegen, lachen wir uns nun mit den Machern von „Ananas Express“ und „Your Highness“ zu Tode. „Das ist das Ende“ (Nicht dieser Kritik, sondern der Titel vom Film) geht dabei schonungslos, mit der derzeitigen amerikanischen Comedy-Elite um und schickt Los Angeles zur Hölle. War ja auch nur eine Frage der Zeit.

Jay Baruchel wollte eigentlich nur einen ruhigen Abend mit seinem besten Freund Seth Rogen verbringen, als dieser auf die Idee kommt, zur Einweihungsparty von James Francos neuem Haus zu gehen. Widerwillig geht Jay mit. Gerade als die beiden Zigaretten holen wollen, bricht die biblische Apokalypse los. Während alle guten Menschen zum Himmel aufsteigen, bleiben alle schlechten auf Erden. Logischerweise hat das auf James Francos Party keiner mitgekriegt, bis sich im Vorgarten plötzlich ein gewaltiger Schlund zur Hölle bildet und dutzende Partygäste verschlingt. Die sechs Freunde James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Craig Robinson, Danny McBride und Jay Baruchel, sitzen nun in Francos Haus fest und müssen miteinander klar kommen, bis sie gerettet werden oder sich gegenseitig umbringen.

Alle Figuren in diesem Film spielen sich prinzipiell selbst - lediglich überspitzt dargestellt. Zum Beispiel pflegt James Franco eine beinahe homoerotische Freundschaft zu Seth Rogen, welcher selber ein absoluter Feigling ist. Jay Baruchel (Duell der Magier) wird religiös und beginnt einen Exorzismus am, vom Teufel besessenen Jonah Hill durchzuführen, welcher sich die ganze Zeit als netter Mensch darstellt, aber eigentlich ein totaler Dreckskerl ist. Da hört es aber nicht auf. Der Film lebt von den absurden Dialogen und den Versuchen der Bande, sich die Zeit zu vertreiben, die zwar oft ins Profane abgleiten, aber trotzdem witzig bleiben. Er steckt auch voller Details, wie die Tatsache, das Craig Robinson, seit dem Ausbruch der Apokalypse immer mit einem Handtuch über der Schulter zu sehen ist. Eine klare Anspielung an „Per Anhalter durch die Galaxis“.

„Das ist das Ende“ ist das Co-Regiedebüt von Seth Rogen, welcher vorher nur als Autor und Schauspieler bekannt war. Hierbei gibt es eigentlich kaum etwas zu beanstanden, außer dass der Film gegen Mitte ein wenig an Fahrt verliert, hier hätte der ein oder andere Gag den Film runder gemacht. Man fragt sich auch, in welche Richtung die Untergangskomödie nun endlich gehen will, wie lange die Belze-Buddys noch in ihrem Haus sein werden, da der Film sich nicht zu entwickeln scheint. Das Finale beginnt dafür aber recht plötzlich, präsentiert noch ein paar tolle, blasphemische Effekte und einem wahrlich herzerweichenden Soundtrack, der zu Tränen rührt. Aber auch hier treibt man es wieder einen Tick zu lange. „Das ist das Ende“ scheint in der Tat kein Ende zu finden.

Fazit:
Ein großartiger Spaß für alle, die „Ananas Express“, „Your Highness“, „Superbad“ und alle anderen Komödien des neuen Ratpacks mochten. Wer aber etwas gegen Blasphemie oder profanen Humor hat, sollte es lieber lassen. „Das ist das Ende“ dieser Kritik.

7 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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