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KRITIK:

DAS LEUCHTEN DER STILLE


von Ann Collins

DEAR JOHN (2010)
Regie: Lasse Hallstrom
Cast: Amanda Seyfried, Channing Tatum

Story:
Savannah Curtis (Amanda Seyfried) verliebt sich Hals über Kopf in John Tyree (Channing Tatum), einem Soldaten, der nach zwei Wochen trauter Zweisamkeit in den Dienst berufen wird. Savannah und John fangen an, sich gegenseitig sehnsüchtig Briefe zu schreiben.

Channing Tatum spielte die Hauptrolle in
GI JOE: GEHEIMAUFTRAG COBRA

Gelungen:
Nicholas Sparks hat einen der besten Schmacht-Filme aller Zeiten geschrieben: „Wie ein einziger Tag“ mit Ryan Gosling und Rachel McAdams. Die Verfilmung seines neuen Buches „Das Leuchten der Stille“ erreicht die Stärken des ersten Filmes an mancher Stelle. Der Einstieg ist sehr gelungen und lässt schnell in die Liebe der beiden Verliebten finden. Amanda Seyfried (“Mamma Mia!“) ist gut und spielt die leidenschaftliche und besorgte junge Frau mit viel Herz. Wie im Buch ist die erste Zeit der beiden Verliebten das Beste. Man glaubt ihre Liebe und fühlt bewusster mit ihnen, wenn es im zweiten Abschnitt des Films dann wie erwartet tragisch wird. Rührend ist die Performance von RIchard Jenkins, der Johns kranken Vater spielt.

Ausgesprochen gut ist der verträumte Acoustic-Soundtrack, der wunderbar zu Panorama-Aufnahmen der wunderschönen Gegend Carolinas passt.

Amanada Seyfried schreibt weitere Liebesbriefe in
BRIEFE AN JULIA

Nicht gelungen:
„Das Leuchten der Stille“ ist eine nur einseitig funktionierende Liebesgeschichte. Man glaubt, dass Savannah John liebt, versteht aber nie, wieso. War Ryan Gosling in „Wie ein einziger Tag“ ein leidenschaftlicher und liebevoller Charakter, ist Channing Tatum ("Step Up") als Partner Savannahs gefühlsarm. Er ist verschlossen und zeigt seine Liebe nicht. Im Buch funktioniert dies besser. Darin ist John ein interessanter und tragischer Charakter, Tatum spielt die Rolle ohne erkennbares Herz. Das Beste am Buch ist die Beschreibung ihres Kennenlernens, doch im Film wird diese Zeit reduziert um rasch zu den tragischen, späteren Momenten zu kommen. „Das Leuchten der Stille“ verlangt Tränen und ist vorhersehbar (sie spielt 2001!)
, aber alle Szenen mit John als loyaler Soldat sind schlecht gespielt. Tatum ist kein Tom Cruise.

"Das Leuchten der Stille" ist ein guter Film zum Abschalten und Träumen, lädt aber eher ein, eins oder mehrere Nicholas Sparks Bücher zu lesen.

Fazit:
„Das Leuchten der Stille“ fängt sehr romantisch an, aber Channing Tatum ist kein Ryan Gosling.  Wer das Buch gelesen hat, wird enttäuscht.

5 / 10


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