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Kritik:
Dinosaurier - Im Reich der Giganten 3D


von Michael Herbst

Walking with Dinosaurs 3D
(2013)
Regisseur: Neil Nightingale, Barry Cook
Cast: Otto Waalkes


Story:
Patchi ist ein kleiner Pachyrhinosaurus, der mit seiner Herde einen weiten Marsch zurücklegt und dabei aufregende Abenteuer erlebt. Begleitet wird er von seinem dominanten Bruder Bruto, einem weiblichen Tier namens Juniper und einem Vogel namens Alex.

Kritik:
„Walking with Dinosaurs“ ist eine beliebte britische Fernsehdokumentarreihe der BBC, die es bis heute sehr erfolgreich auf mehrere TV-Specials und eine weltweite Hallentour mit nachgebildeten Dinosauriern aus Pappmaché gebracht hat. Wegen des scheinbar nicht auszusterbenden Anklangs stapfen die Saurier jetzt zusätzlich noch ins Kino, dem Familien-Geldbeutel zuliebe natürlich in 3D. Für die Inszenierung der Kinofassung verantwortlich waren Neil Nightingale, ein großer Name des BBC, und Barry Cook, Co-Regisseur von Disneys Mulan und Arthur Christmas.

Für die Serie drehte man bereits an diversen Schauplätzen auf der Welt, in die man dann später wie bei Jurassic Park per Computer verschiedene Dinosaurier einpflegte, um veranschaulichen zu können, wie diese sich bewegt und einander gejagt haben. Ein Verfahren, das auch beim Kinofilm zum Einsatz kommt. Die Dinos sehen zwar niemals so echt wie die in Jurassic Park aus, an die gewählte Optik kann man sich allerdings schnell gewöhnen. Mit viel Liebe zum Detail zum Leben gebracht, macht sich innerlich dann durchaus wieder bemerkbar, wieso uns von all den vorherigen Kreaturen auf der Erde ausgerechnet diese noch immer so faszinieren. Zusammen mit den Naturaufnahmen und der geschaffenen Räumlichkeit durch das 3D ergibt sich ein visuell attraktives, faszinierendes Fenster in eine andere Zeit, durch das man gerne blickt.

Wäre da nicht die Schattenseite, die die Kinderbegleitung zur schweren Strapaze macht. Nicht nur, dass die Handlung verdächtig nah am Zeichentrickklassiker In einem Land vor unserer Zeit angesiedelt ist, dessen Emotionen aber außen vor lässt, ist er schwer zu ertragen. Weil Ice Age eine der erfolgreichsten Kinotitel Deutschlands ist, entschied man, Otto Waalkes als sprechenden Vogel mit ins Boot zu holen, der Patchis Abenteuer nonstop kommentiert. Otto mag schon bei Ice Age immer albern klingen, hält sich bei Sid aber zurück und verleiht dem Faultier zusätzlich eine herzliche Note. Sein gefiederter Dinosaurierbegleiter in diesem Film jedoch ist nur eines - penetrant bis zum geht nicht mehr, mit Witzen, mit denen man keinen 7jährigen hinter dem Tannebaum hervorholen kann, auf Nickeleodon Kleinkind-Programmniveau ("oh schau mal, die Krabben tanzen Gangnam-Style, voll krass cool")-.

Irritierend ist auch, dass die Dinosaurier erst nachträglich Dialoge verpasst bekommen haben, sich ihre Gesichter dementsprechend nicht zum Sprechen bewegen. Das sieht selbstverständlich sehr komisch und unfertig aus, wie bei frühen Animationsfilmen, wo man Gesichter noch nicht animieren konnte.

Fazit:
Für den Familientrip mit den ganz Kleinen ein harmloser Kinospaß, aber Mama und Papa warten doch lieber auf eine Blu-ray mit Tonspur ohne Ottos überkrassen Dauerkommentar.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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