BG Kritik:

Dracula - Die Hammer Studios Ära


Chefredakteur und Gründer von BG. Schrieb u.a. für GameStar und Gameswelt, betreute Online-Werbekampagnen für Kinofilme und schaut weiterhin möglichst alles.

Er war Saruman in den Herr der Ringe Filmen, Count Dooku in zwei Star Wars Episoden und der Mann mit dem goldenen Colt in Der Mann mit dem goldenen Colt (BG Kritik): Christopher Lee. Der Brite, der in über 200 Filmen mitgespielt und mit 90 Jahren noch ein Metal Album aufgenommen hat, darf nicht nur seiner Körpergröße wegen zu den Größten gezählt werden, er war schon ikonisch, bevor die meisten von uns überhaupt geboren waren.

Lee spielte den blutsaugenden Grafen von 1958 bis 1973 in den berühmten Hammer Studios Produktionen, die bis heute Kultstatus genießen. 9 Teile gabs, 8 davon mit Dracula, 7 davon mit Lee als Dracula und einen mit Kung Fu. Ja, Kung Fu.

Mit reichlich Knobi und angespitztem Holz im Gepäck schlendern wir also über Hammers Friedhof und stellen alle Teile der ebenso kultigen wie charmanten Reihe näher vor.

Dracula / Horror of Dracula (1958)


Story: Im rumänischen Landstrich Transsilvanien entdeckt Vampirjäger Harker das Schloss von Obervampir Graf Dracula, wird aber von diesem überwältigt. Hungrig nach mehr widmet sich Dracula Harkers Freunden, doch auch Dr. Van Helsing ist nicht weit.

Ende der 50er Jahre gab es zwei Vampirfilme, die man als Horrorfan kennen musste: den deutschen (!) S/W-Stummfilm Nosferatu: Eine Symphonie des Grauens (1922), eine inoffizielle Dracula-Verfilmung mit Max Schreck, und natürlich, Universals Klassiker Dracula (1931) mit Bela Lugosi. Weil der Universal-Dracula in den USA zu einem der ersten Franchises mit Sequels, Spin-offs und Crossovern wurde, wollten es die britischen Hammer Studios nachmachen und verfilmten den Grafen also einfach auch mal. Schrecks Nosferatu kam als bizarr aussehender Weirdo rüber, der sich fast wie ein menschengroßer Parasit über seine Opfer hermachte. Lugosi spielte ihn als schwer unheimlichen Gastgeber, der sich bei Gästen einschleimte, sie manipulierte und sich in eine Fledermaus verwandeln konnte. Im Hammer-Film Dracula / Horror of Dracula ist der Fürst der Finsternis noch menschlicher. Wie Lugosis Dracula bewohnt Christopher Lees ein staubiges Schloss, doch im Umgang mit seinen Gästen erscheint er normaler, weniger verführerisch und sogar weniger elegant. Fast schon gelangweilt führt er durch seine Behausung. Im Vampir-Modus bekommt er rote Augen und attackiert mit animalischer Ekstase; er wirkt daher wie ein Serienkiller, der sich nur mit Mühe eine menschliche Maskerade aufrecht erhalten kann.

Lees Dracula kann sich im ersten Film nicht verwandeln, hat nur geringste Kräfte und ist – wie es die ganzen Folgefilme dann auch zeigen werden, lachhaft leicht mit allerlei Antivampir-Folklore besiegt. Lee ist somit nicht so gruselig wie die anderen Beißer vor ihm, aber eines liegt ihm prächtig: die jeweiligen Konfrontationen mit seinen Opfern und Gegnern machen alle Spaß. Das ist in jedem der 7 Filme immer ein wahrlich gelungener Oh-Shit Moment, wenn der Graf plötzlich durch-vampirt und er nach Blut dürstend geifernd zulangt. Davon abgesehen ist der erste Teil insgesamt ein brauchbarer, aber nicht allzu legendärer Horrorfilm an sich. Die nur entfernt an Bram Stokers Buch erinnernde Handlung ist bloß solide inszeniert und man wartet darauf, dass Christopher Lee und der laufend woanders stöbernde Peter Cushing endlich aufeinander treffen. Durchaus interessant ist der Stil des Films geraten. So könnte dieser der erste Vampirfilm gewesen sein, der den Vampir mit sexueller Erregung verknüpfte. Die Ausschnitte der Frauen sind für damalige Verhältnisse sehr gewagt, Dracula geifert den Frauen nach und die Bisse sind viel langgezogener, intimer inszeniert. Zusammen mit hellem, dickflüssigen Blut, einem lauten Soundtrack und Draculas Dauergestalke in Schlafgemächern lässt sich der Film durchaus als Vorreiter der Giallo-Ära sehen, mit der Mario Bava und Dargio Argento in der nachfolgenden Dekade das Thriller/Slasher-Kino prägten. Als erster Dracula in Farbe nutzt er seine neue Dimension mit Überlegung.

Der Showdown des Films hat die beste Sequenz. Cushing, der im Film den brillanten und konservativen Sherlock Holmes Van Helsing gibt, fällt dem Graf fast zum Opfer, kann ihn aber ins Sonnenlicht verbannen, wo dieser effektvoll dehydriert und zu Staub zerfällt. Doch ob er tot bleiben würde?

6,5/10

Dracula und seine Bräute / The Brides of Dracula (1960)


Okay, der erste Dracula war erfolgreich, also hämmerte man bei Hammer direkt was nach. Seltsamerweise aber keinen Dracula 2, sondern ein Spin-off, in dem Dracula selbst gar nicht vorkommt. Grund dafür war Mister Lee, da er das Drehbuch dieses möglichen zweiten Teils arrogant für zu schlecht hielt. Als Folge strich man seine Figur aus der Handlung und ließ van Helsing (wieder Cushing) stattdessen gegen seine Frauen antreten.

Story: Eine junge Lehrerin reist durch Transsilvanien und wird unterwegs von einer Fürstin auf ihr Schloss eingeladen. Schnell stellt sie fest, dass ein Vampir zugegen ist. Da kann nur noch Dr. van Helsing helfen.

Obwohl es wie ein Notlösung wirkt, einen zweiten Dracula ohne Dracula zu machen, ist diese Nebengeschichte eine überaus positive Überraschung. Toll ausgestattet und ausgeleuchtet, bedient sich Terence Fisher - der alle wichtigen Hammer Horrorfilme drehte, und sehenswert drehte - seiner beachtlichen Expertise als Fachmann seines Fachs, um einen der hochwertigsten Hammer-Filme abzuliefern. Lee muss sich vor Beschämung in den Hintern gebissen haben, als er sah, was aus dem vermeintlich miesen Script geworden war.

Da es Dracula und seine Bräute an Dracula fehlt, kann Fisher clever mit dem Rätselraten spielen, wer denn nun der gesuchte Vampir ist. Während Cushing wie immer solide ist, steuert das Ganze auch noch auf ein wahrhaft starkes Ende zu, das es zugleich schafft, inmitten all der Vampirfilme als originell aufzufallen, andererseits auch noch Universals Ur-Frankenstein liebevoll honoriert. Ein echter Geheimtipp!

8/10

Blut für Dracula / Dracula: Prince of Darkness (1965)


1965 kehrte Lee kuschend für den tatsächlichen Teil 2, Blut für Dracula / Dracula: Prince of Darkness zurück. Obwohl Terence Fisher zum dritten Mal in Folge hinter der Kamera stand und man vergleichbare Arbeit erwarten sollte, ist der neue Ableger merklich dunkler und horrorlastiger. Als höchst wirkungsvoll entpuppt sich die (leider einmalige) Wahl, Dracula sämtlicher Worte zu entledigen (Lee weigerte sich angeblich, die zu schlechten Zeilen aus dem Drehbuch zu sprechen). Nach einer blutigen Auferstehung – ein Diener knöpft eine Leiche über seinem Sarg auf und lässt das Blut auf Draculas Asche tropfen – jagt der Graf eine Gruppe einfältiger Touristen, die sich auf sein Anwesen verirrt haben.

Lee zischt und faucht und erscheint damit sehr viel gruseliger. Cushing als van Helsing setzt aus und sollte auch erst spät wieder zurückkehren. Dieser Film etablierte eine neue Struktur, die nachfolgend immer gleich bleiben sollte: anknüpfend an das Ende des Vorgängers wird Dracula auferweckt; er stalkt und beißt junge vollbusige Frauen und wird dann in einem spektakulären Showdown vernichtet. Hier findet er auf dem zugefrorenem Burggraben von Draculas Schloss statt, in dessen Eis er einbricht und vermeintlich ertrinkt. Der Film ähnelt dem ersten sehr, ist von der Machart her aber runder und dramatischer. Es ist eine merkliche Verbesserung zum ersten und der eine von den Lee Draculas (Draculae?), den man gesehen haben sollte.

7/10

Draculas Rückkehr / Dracula has Risen from the Grave (1968)


Teil 3 kam 1968 und heißt im deutschen langweilig Draculas Rückkehr, im Original Dracula has Risen from the Grave (das - ist ein Filmtitel!). Weil zwei Priester nachsehen wollen ob der Graf auch wirklich hinüber ist, marschieren sie zu seinem Schloss und einer der beiden blutet nach einem Sturz versehentlich genau (!) in den Mund des eingefrorenen Draculas… was ihn wieder auferstehen lässt. Sauer drüber, dass Priester seine Burg mit einem Kruzifix versiegelt haben, schwört er Vergeltung. Teil 3 ist teilweise sehr unlogisch – so fängt der Film mit einem ausgesaugten Mädchen in einer Kirchenglocke an, obwohl der einzig aktive Vampir der zu der Zeit noch gefrorene Dracula ist, und er selbst wenn eh gar nicht erst in die Kirche hätte gehen können. Lee selbst hat nur wenig Szenen und spricht ab sofort leider wieder, was ihn wieder entgruselt. Was den Film aber interessant macht, ist die Tatsache, dass der Held Atheist ist und seinen Glauben erst finden muss. Das macht ihn bis dahin nämlich zu einem wirkungslosen Vampirjäger, der Dracula sogar pfählen kann ohne dass es was bringt. Wieder ein sehr blutiger Film, endet er damit, dass Dracula auf ein stählernes Kreuz fällt und aufgespießt wird.

6,5/10

Wie schmeckt das Blut von Dracula / Taste the Blood of Dracula (1970)


Teil 4 heißt Wie schmeckt das Blut von Dracula / Taste the Blood of Dracula (1970). In diesem geht es um einen verklemmten Vater, der seiner Tochter einen Freund verbietet, selbst aber ins Bordell geht. Eines Abends trifft er auf einen exzentrischen Schwätzer, der ihm und Freunden etwas besonderes zeigen will. Das besondere ist natürlich Draculas Auferstehung, die er einleitet, als er Draculas Blut trinkt, das am Ende des letzten Films aufgesammelt wurde. Dracula ist alles andere als erfreut und setzt die flüchtenden Herren auf die Speisekarte. Es sind natürlich die unschuldige Tochter und ihr Freund, die Dracula besiegen. Der Film ist wie Dracula has Risen from the Grave ein teils unsinniger, aber solide gemachter Ableger, hat aber ein maues Ende. Dracula folgt dem jungen Paar in eine Kirche, nur um sich infight plötzlich bewusst zu werden wo er ist – und zu Staub zu werden. So langsam müsste der Graf auch mal seine Erfolgsquote überdenken, da er andauernd vernichtet wird. Wie das Blut Draculas also schmeckt? Dank Lees Spaß ganz okay.

6/10

Dracula – Nächte des Entsetzens / Scars of Dracula (1970)


Als Christopher Lee 1970 Dracula: Nächte des Entsetzens / Scars of Dracula drehte, stand er knapp davor, seine hundertste (!) Filmrolle zu spielen. Er war ein absolutes Arbeitstier und obwohl er die Rolle des bleichen Grafen bereits lange satt war, legte er den Umhang noch einige Male mehr um. Teil 5 lässt eine Fledermaus Blut auf die sterblichen Überreste des Grafen spucken und ihn dadurch wieder auferstehen. Lange passiert nichts, dann verläuft sich ein Junge in seine Burg und wird von einer von Draculas Dienerinnen verführt. Dann wird’s wild: als sie ihn beißen will, geht Dracula erpicht dazwischen, ersticht sie und trinkt von ihr. Dann bringt er den verdatterten Jungen um und spießt ihn in seiner Burg als Deko auf. Ein völlig seltsames Verhalten, das nicht weiter erklärt wird und so auch weitergeht, als weitere junge Leute in seine Burg kommen. Eine versuchte Umdenke, da es bisher nie lange klappen wollte? Am Ende will Dracula sie alle pfählen, wird beim Hochhalten einer Stange aber von einem Blitz getroffen und fällt brennend hinab in seinen Burggraben (in dem er ja schon am Ende von Teil 2 gestürzt war). Ein brauchbar gemachtes Sequel, das inhaltlich wie Frankensteins Monster aus verschiedenen Ideen zusammengenäht wirkt und so nur stolpernd lebendig wird.

5/10

Dracula jagt Minimädchen / Dracula AD 72 (1972)


Mit Teil 6 musste frischer Wind nach Transsilvanien, also mit der Demeter endlich nach England rüberschippern? Nicht nur das, der Film beginnt in London, aber nach kurzem Prolog wacht man 100 Jahre später im Jahr 1972 auf. Also London und Kontemporäres! In Dracula jagt Minimädchen / Dracula A.D. 1972 heißt es ganz nach Austin Powers „Swinging Sixties, Baby, yeah Baby yeah!“. Die „Minimädchen“ des Titels sind junge Frauen, die zum Schrecken ihrer Eltern in kurzen Fummeln abdancen und mit suspekten Hippies abhängen. Einer von ihnen mit dem einfallsreichen Namen Alucard (Dracula rückwärts) lässt Dracula per Ritual auferstehen, und so haben wir den Grafen diesmal inmitten hipper Jugendlicher. Genau, alberner Versuch, den bereits leergesaugten Franchise für ein junges Publikum wiederzuerwecken, zumal Dracula dann dennoch in gleicher Gegend bleibt. Es gibt keine Szene wie in Freitag der 13te: Todesfalle Manhattan, wo der unmenschliche Killer durch die Stadt läuft und mit Alltag kollidiert. Nope, Dracula selbst bleibt die ganze Zeit in einer alten Kirche. Jazzige Trompetensounds wirken wie Soundboard-Töne aus der Batman 66er Serie, angesagte 70er Musik soll wohl überspielen, dass man nichts aus der Idee macht, Dracula in die 70er gebracht zu haben. Keine Dracula French Connection, kein Dracula trifft Shaft. In den 70ern sollten später schließlich noch Alien, Dawn of the Dead, Der weiße Hai, Texas Chainsaw Massacre und der erste Halloween folgen. Dracula 6 war dagegen ein verstaubtes Artefakt vergangener Zeiten und da brachte es auch nichts, den anderen großen, immer motivierten Hammer-Star Peter Cushing als Van Helsings Urenkel zu verpflichten. Am Ende spritzt Van Helsing Dracula Weihwasser ins Gesicht und schubst ihn in eine Punji-Falle, um dann zu sagen „Ruhe in Frieden – auf ewig“. Ein gut gemeintes Versprechen, das weder Hammer, noch Cushing, noch Lee einhielten würden.

2,5/10

Dracula braucht frisches Blut / The Satanic Rites of Dracula (1973)


Es war Fakt: Teil 6 war nicht funky und modern, sondern reiner Schrott geworden. Kritiker liebten Lee als Dracula, verabscheuten aber, was aus der nun mülligen Hammer-Reihe geworden war. Wie es der deutsche Titel sagt: Dracula braucht frisches Blut (OT: The Satanic Rites of Dracula). So ist Teil 7, der an das 70er Szenario andockt, ein nicht mehr auf Teens ausgerichteter, ernster Okkultismus-Thriller. Eine nackte Frau wird von einem Kult geopfert, ein mysteriöser Motorradfahrer verfolgt eine Frau. Die Vorbilder waren nun Filme wie Coma oder Teufelskreis Alpha. Cushing ist wieder als Van Helsing dabei und gibt trotz schwacher Regie eine passable Performance. Misslungen ist, dass sich der zuvor so zurückgezogen lebende Dracula als Konzernleiter zeigt und mit der Hilfe satanischer veranlagter Politiker eine tödliche Pest-Seuche entwickelt hat, die die gesamte Welt vernichten könnte. Die sehr viel ernstere Gangart als beim letzten Teil lässt wieder aufatmen, nur ist der Sprung vom Meuchelmörder zum Seuchenterrorist ein wenig stark. Außerdem - was hätte Dracula von einer ausgestorbenen Erde?

Man muss an Halloween 6 denken. Der Stalker ist plötzlich mit einem Kult verbunden, der Heldenschauspieler ist schon viel zu lange in seiner Rolle und sichtlich außer schauspielerischem Atem. Es ist ein Film, der seine Identität verloren hat und in einer neuen Art zu suchen versucht, die aber so gar nicht zum vorherigen passen wollte. Schon vor den Minimädchen hätte man den Graf schlafen lassen und rebooten sollen. Dracula stirbt diesmal, als er sich in einem Dornenbusch verheddert (gleiche Buschart, aus der Jesus' Dornenkrone ist) und zum dritten Mal von Cushings Van Helsing vernichtet wird (nachdem es mit silbernen Kugeln nicht klappen mag). Zeitlich ist es der finale Tod des Hammer-Draculas, da der nächste, letzte Film mit ihm wieder davor spielt. Auch für Lee war es das Ende, da er die Gummizähne und den schwarzen Umhang endgültig ablegte. Er brachte im gleichen Jahr noch den Bond "Der Mann mit dem goldenen Colt" raus, der ihm sicher lieber war als der darauffolgende Kung Fu Dracula...

4/10

Die 7 goldenen Vampire / The Legend of the 7 Golden Vampires (1974)


Dracula und Kung Fu. NATÜRLICH, was sonst? Shoryuken. Vielleicht waren es die extrem beliebten Bruce Lee Filme der frühen 70er oder der langsame aufkommende Shaw Bros. Eastern-Hype, aber irgendwer im Hause Hammer meinte, das wäre das nächste Kapitel. True Story, denn im Film trifft Dracula, jetzt völlig überschminkt gespielt von John Forbes-Robertson, auf einen chinesischen Mönch, der ihn in seine Heimat zu den legendären 7 goldenen Vampiren einlädt. Der Fürst übernimmt dessen Körper um sich die Sache näher anzusehen. D.h. Dracula läuft fast den gesamten Film über als chinesischer Mönch mit langen Haaren herum. Bei dem Konzept hätte man auch dreist Lees vorherige Szenen neu dubben können, wenn er die meiste Zeit nicht wie Lee ausschaut. Der Film spielt zeitlich zwischen The Satanic Rites of Dracula und Dracula jagt Minimädchen, 1904, und ist wieder mit Peter Cushing als Van Helsing.

Der zurecht völlig verwirrt wirkt, da dieser A Chinese Ghost Story in schlecht ein komplettes Durcheinander ist. Es gibt maskierte Vampire, taffe Kämpfer, die mit Kung Fu gegen sie angehen und Van Helsing, der rein zufällig in China ist und einen Vortrag hält, bevor er in das Schlamassel hineingezogen wird und mitmacht. Er kriegt keine Kung Fu Szenen, darf aber wieder ein wenig Vampirmythologie erklären. Hätte Bruce Lee mitgemacht, hätte man Christopher Lee vielleicht zu einem Lee vs Lee Spektakel überreden können. So, mit unbekannten Vampirgeistern, Kung Fu Kämpfern und einem miserablen neuen Dracula, der vielleicht zwei Minuten überhaupt zu sehen ist und den kürzesten aller Showdowns bekommt, ist dieser Film einer zuviel für Cushing, der zusammen mit Lee hätte abdanken sollen. Als Konzept eine witzige Idee, aber zu ernst aufgezogen um spaßig zu sein, zu aufwendig gemacht, als dass es unfreiwillig komisch wirken könnte.

Knoblauch/10

Fazit:


Im Gegensatz zu vielen anderen Horrorreihen erlitten die Hammer Draculas fortlaufenden Qualitätsverlust, der nicht mehr wieder gut gemacht werden konnte – es gab also keinen Jason X oder Halloween H20. Die letzten drei Teile im Angesicht der damals nahenden 70er-Klassiker wie Der weiße Hai, Alien oder Dawn of the Dead sehen in heutigem Licht besonders mies aus. Die ersten drei aber sind ordentliche Giallo-Prototypen, von denen Teil 2: Draculas Rückkehr / Dracula: Prince of Darkness als das Highlight besteht. Schade drum, dass der große Peter Cushing in dem nicht mitspielt, aber wer Jieper auf einen Christopher Lee Dracula hat, sollte sich den mal ansehen.

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