hauptseite  |  kritiken |  news |  trailer showroom |  jetzt im kino  |  community  |  impressum



 

 

Kritik:
Elysium


von Daniel Schmitt

ELYSIUM
(2013)
Regisseur: Neill Blomkamp
Cast: Matt Damon, Sharlto Copley, Jodie Foster

Story:
Im Jahre 2154 ist die Erde überbevölkert und die Umwelt zerstört. Die Reichen leben auf Elysium, einer Raumstation im Erdorbit, auf der es keine Krankheiten oder sozialen Probleme gibt.
Auf der Erde lebt der Rest der Menschheit unter ärmlichen Bedingungen. Als Max, ein Fabrik-arbeiter mit krimineller Vergangenheit, bei der Arbeit schwer verletzt wird, hat er nur noch eine Möglichkeit zu überleben. Er muss nach Elysium...

Kritik:
2009 gab der Spezial-Effekte Spezialist Neill Blomkamp sein Regiedebüt, mit einem originellen Konzept aus eigener Feder. Der daraus resultierende Science-Fiction Thriller „District 9“ überraschte alle Kritiker durch seine gelungene Kombination aus guter Geschichte und Action. Die Geschichte einer außer-irdischen Rasse, die auf der Erde gestrandet ist, was Probleme für Aliens und Menschen mit sich bringt, überzeugte und war ebenfalls ein Durchbruch für den Schauspieler Sharlto Copley. Copley, der danach als Murdock im A-Team Reboot zu sehen war, ist nun auch in „Elysium“ vertreten und scheint ein Dauergast in Blomkamps Filmen zu werden. Auch in seinem nächsten Streifen "Chappie", wieder ein Sci-Fi Titel, wird er wieder mit dabei sein. Ein Traumduo ist geboren, welches hoffentlich immer wieder überzeugen kann. Ist „Elysium“ wirklich das hochgelobte Paradies oder doch nur teurer Weltraumschrott?

Max (Matt Damon) träumte immer von Elysium. Das wahre Paradies im Erdorbit. Aufgewachsen als Waisenkind in den Slums, könnte er nicht weiter von diesem Traum entfernt sein, der nur den Superreichen vergönnt ist. Jung verfiel er einem als Räuber und Autodieb. Zurück auf gerader Spur und hoffnungsvoll, da er seiner Jugendliebe Frey (Alice Braga) wieder begegnet ist, erleidet er einen Arbeitsunfall und wird tödlich verstrahlt. Seine letzte Hoffnung ist Elysium, da die dortige Technik ihn retten könnte. Seine einzige Möglichkeit dort hinzukommen, ist sein früherer Arbeitgeber Spider (Wagner Moura), welcher Flüchtlinge nach Elysium schleust. Dieser verpasst Max ein Exo-Skelett, welches ihm die Kraft eines Androiden und eine mögliche Schnittstelle zu jedem Computer verleiht. Ausgerüstet für das Äußerste, gerät Max mitten in die Machtkämpfe um die Station, weswegen die Verteidigungsministerin Elysiums Delacourt (Jodie Foster) ihm den Auftragskiller Kruger (Sharlto Copley) auf den Hals hetzt.

Matt Damon, als halb Mensch, halb Kampfmaschine, halb USB-Port, spielt zwar nur seine Actionroutine ab, die er schon während Zeit als Jason Bourne perfektionierte, wirkt dabei aber weder gelangweilt noch übertrieben. Im Gegensatz zu Jodie Foster. Ihre Rolle als skrupellose Verteidigungsministerin ist weder kreativ erzählt, noch gut gespielt und vollkommen austauschbar. Das absolute Highlight ist jedoch Sharlto Copley als verrückter Söldner und Auftragskiller Kruger, welcher eindeutig Freude an seiner Rolle hatte. So wie man als Zuschauer Spaß hat, ihm zu zusehen.

Neill Blomkamp versteht es, düstere Dystopien zu erschaffen. Wie schon in „District 9“ gelingt es ihm, dem Zuschauer eine bevölkerte und glaubhafte Welt vorzusetzen. Wo man sich jedoch bei „District 9“ über die metaphorische Bedeutung streiten kann, wird man in „Elysium“ geradezu damit erschlagen. Nur leider wird die hintergründige Flüchtlingsthematik nur oberflächlich behandelt. Technisch wiederum ist alles gelungen. Nicht übertrieben aber durchaus abwechslungsreich, visualisiert Blomkamp in experimentierfreudigen Kamerafahrten die Geschichte, welche aber gegen Ende erzählerisch ein wenig ins Stocken gerät. Plötzliche Bremsen in den, ansonsten gelungenen, Actionsequenzen und der vorhersehbare, aber dann doch nicht näher dargelegte Motivwechsel einer der Hauptfiguren, sind ein paar der wenigen Probleme von Blomkamps Zukunftsvision. Nichts zu beanstanden gibt es beim gelungenen Soundtrack des Komponisten Ryan Anon, welcher für „Elysium“ seinen ersten Soundtrack komponierte.

Fazit:
Matt Damons Flucht in das himmlische Elysium weist einige Mängel auf, ist aber sonst erneut ein gelungen inszenierter und sehr realistisch wirkender Sci-Fi Thriller, mit nahezu toller Besetzung. Nicht so gut wie „District 9“ und auch nicht so paradiesisch wie Elysiums Utopia, aber eine willkommene Ablenkung von unserem, doch so tristen Alltag auf der Erde.

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

> Deine Meinung zum Film?

 

Copyright © 2004-2050 bereitsgesehen.de, alle Rechte vorbehalten
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websites verantwortlich