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Kritik:
Epic - Verborgenes Königreich


von Marco Steimels

EPIC
(2013)
Regie: Chris Wedge
US-Sprecher: Amanda Seyfried, Josh Hutcherson, Colin Farrell, Christoph Waltz
D-Sprecher: Josefine Preuß, Raúl Richter, Tobias Kluckert, Christoph Waltz, Oliver Kalkofe

Story:
Mary Katherine, kurz MK, besucht ihren verschrobenen Vater, einen Professor, der davon überzeugt ist, dass im Wald kleine Menschen leben, die die Natur beschützen. Durch einen Zufall gerät MK an die Königin der so genannten Leafmen. Die Königin stirbt, gibt jedoch eine wichtige Knospe an MK weiter und lässt sie auf Leafmen Größe schrumpfen. MK ist die letzte Hoffnung der Leafmen gegen den bösen Mandrake und seine Boggans. 

Kritik:
Mit den Ice Age Filmen haben die Blue Sky Studios um Regisseur Chris Wedge bereits einige Erfahrungen im Animationsfilm-Bereich sammeln können. Ihr neuester Streich führt uns aber nicht in die Eiszeit, sondern in einen fantasievollen Wald in dem sich die beiden Völker der Leafmen und Boggans seit vielen Jahrhunderten bekämpfen. Und mitten in diesem Krieg muss die Hauptprotagonistin Mary Katherine in einer fremden aber doch so nahen Welt zurechtkommen. Nach dem Tod ihrer Mutter versucht Mary Katherine, welche mittlerweile lieber M.K. genannt werden möchte, wieder einen Zugang zu ihrem exzentrischen Vater zu finden. Dieser hat sich der Suche nach winzigen Waldmenschen verschrieben und dadurch seine Familie vernachlässigt. M.K. (Gesprochen von Josefine Preuß) muss jedoch erkennen, dass ihr alter Herr sich nicht geändert hat und möchte das verwaiste Anwesen im Wald verlassen, als sie jedoch mitten in einen Konflikt zwischen den wirklich existierenden Waldbewohnern gerät. 

Alle 100 Jahre erwählt die Königin der Leafmen eine Knospe aus, die die Nachfolgerin aussucht. Mandrake, der Anführer der bösen Boggans hat jedoch seine eigenen Pläne mit der Knospe. Wird diese bei der Sommer Sonnenwende nicht vom Mond beleuchtet, wird sie verdorben und bringt den Untergang für den Wald. Während eines Angriffs auf die Leafmen wird Königin Tara tödlich verletzt und kann mit schwindenen Kräften M.K., die den entflohenen Familienhund Ozzie einfangen will, schrumpfen und ihr die Bürde des Schutzes der Knospe aufladen. Ehe sie sich versieht ist sie unterstützt von Ronin, dem General der Königswache, dem jungen und ungestümen Nod sowie den beiden Schnecken Mub & Grub (Oliver Kalkofe & Oliver Welke) auf dem Weg die Knospe zu ihrer Bestimmung zu verhelfen und erlebt dabei einige Abenteuer.

Die Story ist leider nicht revolutionär und lässt sich problemlos auf viele andere Filme übertragen. Die Charaktere sind relativ flach und vor allem Mandrake (auch im O-Ton von Christoph Waltz gesprochen) wirkt sehr eindimensional und ist offensichtlich nur Mittel zum Zweck. Jedoch gibt es bis zum vorhersehbaren Finale des Films einige unterhaltsame Minuten, die aber nicht wirklich im Gedächtnis verbleiben werden. Am Ende gibt es wie erwartet dann das Happy End. Technisch gibt es an Epic nichts zu bemängeln. Die Animationen sind hervorragend und auch das Setting wurde stimmungsvoll in Szene gesetzt. Die Action-Sequenzen sind trotz der Masse im Schlachtgetümmel recht übersichtlich und der Film wartet mit sehr vielen schönen Details auf, die durch den 3D-Effekt erfahrungsgemäß gut transportiert werden.

Fazit:
Ein typischer kurzweiliger Animations-Film mit einem gewissen Unterhaltungsfaktor, der aber wie viele andere in der Masse der mittelmäßigen Kollegen untergehen wird. Für Kinder jedoch garantiert ein großer Spaß und für die Eltern trotz einer kleinen Gesangseinlage nicht zu kitschig.

6 / 10

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