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KRITIK:
FREITAG, DER 13. II
von
Christian Mester
FRIDAY THE 13TH PART II (1981)
Regie: Steve Miner
Cast: Adrienne King, Amy Steel
Story:
Zwei Monate nach den Ereignissen des ersten
Teils wird Alice (Adrienne King) eines Nachts in
ihrer Wohnung attackiert – und verschwindet.
Betreiber eines ähnlichen, ganz in der Nähe
gelegenen Feriencamps rätseln über die erfolgten
Camp Crystal Lake Morde und heißen den neuen Mörder
kurz darauf selbst willkommen, der sie mit Beil und
Mistgabel nacheinander ins Jenseits befördert.
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Im Film greift Heldin Ginny zu einer
Kettensäge -
ein klarer Wink auf TEXAS CHAINSAW MASSACRE |
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Kritik:
Gut 500.000 Dollar hatte der erste gekostet und das
120fache wieder eingespielt. Nur ein Narr hätte das
nicht fortgesetzt, weswegen „Freitag, der 13. Teil
II“ genau 12 Monate später in den Kinos anlief. Teil
II traut sich jedoch leider nichts und versucht
lediglich, das Konzept des ersten Films dreist zu
wiederholen: ein neues Feriencamp voller junger
Erwachsener trifft auf einen neuen Mörder. Gleiches
Aufteilen und Morden, gleiche ahnungslose,
halbnackte Jugendliche, gleicher Score, ähnlicher
Bösewicht und vergleichbares Survivor-Girl. Gleiche
Qualitäten?
Ursprünglich hatte man gehofft, beim Zweiten auf die
persönliche Bindung Alices zu den passierten
Ereignissen aufbauen und dem Film damit emotionale
Tiefe verleihen zu können, doch da Adrienne King im
wahren Leben von einem unheimlichen Stalker
belästigt wurde, bat sie nur kurz gezeigt zu
werden. Daraus resultiert eine Kopie des ersten
Films, der über gesamten Filmverlauf immerhin noch
all das bietet, was Fans am Vorgänger grundsätzlich
mochten.
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Jason wurde 1957 geboren und stirbt 1984
- als Untoter ist er somit auf ewig 27 |
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Neue
nette Jugendliche werden nacheinander zu Schaschlik
verarbeitet, das Anschleichen des Bösewichts
funktioniert noch immer und Manfredinis Score sorgt
ein weiteres Mal für die eine oder andere Gänsehaut.
Die Story des ersten Films wird ein wenig ausgebaut
und legt den Grundstein für alle folgenden Teile.
Mag man den ersten, darf man zwei folglich fast
ebenso gern haben und ihn einen würdigen Nachfolger
nennen.
Ist man etwas kritischer, krankt „Freitag, der 13.
Teil II“ darunter, seinem Vorgänger dann doch zu
ähnlich zu sein. Die dreiste Beinahe-Wiederholung
des ersten Films sorgt dafür, dass man den Aufbau
dieses Mal bereits genauestens kennt und weit weniger gespannt
verfolgt, was in den Wäldern Crystal Lakes passiert.
Die Atmosphäre wird zudem durch plumpe
Plakativszenen gestört, in denen Hintern in engen
Shorts fokussiert werden oder Nacktszenen nur Voyeurismus zu Gute kommen. Man merkt, dass die
Macher beim zweiten bereits ein Stückchen vom
anfänglichen Ernst
wegrücken. Ein wenig besser ist die Positionierung
einer Hauptfigur, da Amy Steel von Anfang an
offensichtlicher in den Mittelpunkt gerückt wird und
in ihrer Rolle auch eine akzeptable Figur macht.
Dass Steve Miner („Halloween H20“) Sean Cunningham
hinter der Kamera ablöst, fällt kaum auf. Er
orientiert sich am Stil seines Vorgängers, bringt
zwar ein wenig mehr Dynamik ins Bild, ist aber
ansonsten kaum sichtlich besser oder schlechter als
sein Kollege.
Am Ende des Films versucht sich die Crew an einem
erneut umwerfenden Schock-Ende, doch der neue
Versuch will nicht ganz sitzen. Teils, weil er
dieses Mal erwartet wird, teils, weil es beileibe
nicht so schaurig ist wie der effektvolle Knockout
des Erstlings. Spielt aber keine große Rolle, da die
finale Jagd angenehm viel Zeit bekommt.
Fazit:
Wer Spaß am ersten hat, dem gefällt auch das
gleichartige Sequel,
da auch dieser alle unterhaltsamen Elemente des
Vorgängers beinhaltet. Es lässt sich allerdings
nicht leugnen, dass es eine offensichtlich ideenlose
Nachmache ist.
5 / 10
10 -
Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
Trivia:
- hat mit 15 Minuten einen der längsten
Pre-Vorspannszenen
- Jason wurde im Film von drei Personen gespielt:
einer Frau in der Eröffnungsszene, einem Stuntman
den ganzen Film über und in der Demaskierung am Ende
von einem dritten
- die Szene mit dem mumifizierten Mutterkopf sollte
ursprünglich damit enden, dass der Kopf plötzlich
die Augen aufreißt, aber den Schockmoment hielt man
für zu billig
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