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KRITIK:

GESETZ DER STRASSE
Brooklyn's Finest


von Christian Mester

BROOKLYN'S FINEST (2010)
Regie: Antoine Fuqua
Cast: Ethan Hawke, Richard Gere

Story:
Sal (Ethan Hawke) hat große Probleme, denn daheim droht Schimmelgefahr. Das Geld reicht nicht, umzuziehen, weswegen er sich immer wieder in Versuchung fühlt, Diebesgut für sich zu konfiszieren. Andere Probleme hat der nervöse Butler (Don Cheadle). Er ist befreundet mit dem kürzlich entlassenen Drogenbaron Caz (Wesley Snipes), der ab nun für den Rest seines Lebens clean sein will. Vorgesetzte schreiben dem Undercover-Agenten Butler jedoch vor, Caz absichtlich erneut aufzulaufen zu lassen. Eddie (Richard Gere) liebt leichte Mädchen und ist feige, denn der alte Polizist geht Konflikten immer gezielt aus dem Weg. Alles kulminiert, als sich die Schicksale aller drei Charaktere treffen...

Snipes DVD-Karriere seit BLADE 3: 7 SECONDS, THE MARKSMAN, CHAOS, THE DETONATOR, HARD LUCK,
THE CONTRACTOR, THE ART OF WAR II, ausstehend: GALLOWWALKER, GAME OF DEATH

Kritik:
Er kanns. Antoine Fuqua hat mit "Training Day" einen der besten Cop-Thriller der letzten Jahre inszeniert und da Ethan Hawke darin eine der Hauptrollen spielte, konnte man eigentlich davon ausgehen, dass ihr gemeinsamer neuer, "Gesetz der Straße: Brooklyn's Finest" auch wieder voll zulangen würde. Er langt zu, allerdings kommt es dieses Mal leider zu keinem echten Knockout. Der Kontrahent 'Schwäche' schwankt zwar und ist sichtlich lädiert, zu mehr als das will es aber nicht reichen.

In Runde 1 treffen die Athleten ein und beanspruchen den tosenden Saal für sich. Der gewohnt gute Cheadle bringt sich mit leichten Jabs ins Spiel, Ethan Hawke macht sich in der Ringecke warm und der alte Richard Gere zeigt beim Öffnen seines Mantels, dass er zwar kein Balboa, aber immer noch fit genug ist, um sich mit der Konkurrenz duellieren zu können. In Runde 4 hat sich das Team gut eingeboxt. Milieu ist bestens eingefangen, Musik und Kamera passen und Wesley Snipes' kurze Auftritte dominieren jeden Moment. Diesen Herren darf man gern zu einem größeren Comeback einladen.

Richard Gere lehnte die Hauptrollen in STIRB LANGSAM
und WALL STREEET ab

Während die Pausengirls leicht bekleidet ihre Schilder hochhalten, bleibt aber nicht zu übersehen, das "Gesetz der Straße" relativ sauber ist. Um richtigen Biss zu haben, fehlt Dreck, fehlen stärkere Emotionen, fehlen ausdrucksstärkere Momente. Langsam aber sicher verstärken sich die Entwicklungen und Gere überrascht in seiner wahrscheinlich gegensätzlichsten Rolle zum alten Womanizer-Klischee, doch trotz aller Zufriedenheit will das Siegesgefühl nicht kommen.

In der achten Runde hängt 'Schwäche' einmal kurz in den Seilen, kriegt nach gut gemeinten Zurufen von Coach 'Makel' und Assistent 'Langeweile' jedoch ein paar gute Tipps, sich wieder ins Rennen zu bringen. Einige Szenen lassen den Film kurzweilig über sein Gesamtbild heben, doch immer wieder zehren schwach pointierte Szenen und fehlende Charaktermomente am Endeindruck. Die Jury ist sich unsicher, zählt jeden Schlag genau, während der Referee ständig dazwischen geht um sämtliche, spät auftauchenden Ermüdungsumarmungen zu unterbrechen. In der letzten Runde stapfen beide, augenscheinlich übermüdeten Gegnerparteien ein letztes Mal aufeinander zu und landen einige Treffer, doch das Publikum (darunter "Training Day", "New Jack City", "Street Kings", "Copland" und "Dark Blue") haben, trotz gegebener Amüsanz, keinen Grund zur Standing Ovation. Im Anschluss kommentiert Sylvester Stallone, dass "Gesetz der Strasse: Brooklyn's Finest" nicht unbedingt Tommy Gunn ist, aber mindestens Hulk Hogan oder Mr.T ebenbürtig sei
.  


Fazit:
"Gesetz der Straße: Brooklyn's Finest" gewinnt nach Punkten, geht aber ohne größeren Beifall nach Hause. Kein Kampf, an den man sich lange erinnern wird, kein Kampf, den man sich gewünscht hätte, aber auf der anderen Seite auch nichts, was man jemals bereuen würde. Gong zur Skepsis sei gegeben. Wer nicht allzu viel Action erwartet, Milieu und Darsteller liebt, wird sich gut unterhalten fühleln.

6 / 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel


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