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Kritik:
Get Smart


von Christian Mester

Get Smart
(2008)
Regie: Peter Segal
Darsteller: Steve Carell, Anne Hathaway

Story:
Maxwell (Steve Carrell) träumt schon seit geraumer Zeit endlich mal ein großer Geheimagent zu werden, doch bislang durfte er bei der Agentur CONTROL nur Akten durchgehen - bis die Station eines Tages von den Feinden von KAOS zerstört wird. Jetzt ist Max der einzige, der dem verfeindeten Team noch unbekannt ist, und darf versuchen mit der hübschen 99 (Anne Hathaway) die Bösen aufzuhalten...

Kritik:
So vieles kann im Genre der Actionkomödie schief gehen - vermasselt in unsinnigen Schoten wie The Tuxedo, Inspector Gadget, I Spy und Das Medallion, die durch unlustige Gags und blöde Klischees nervten, an denen man sich schon zigmal satt gesehen hat.

Grob gesehen gibt die Story von Get Smart auch nicht viel mehr als das her, aber hier sind es Details am Rande, die den Film vor einer Talfahrt bewahren. In erster Linie ist das natürlich Steve Carrell als Max, der mit seiner stoisch starren Art perfekt zur Rolle passt und so amüsant ist, dass man ihm gern noch ein Sequel wünschen würde. Hat Leslie Nielsen in seinen vielen Komödien jenseits der nackten Kanone längst sein Pokerface verloren, so bleibt Carrell auch in den ärgsten Momenten in Form, was den vielen (gelungenen) Witzen zu gute kommt. Schießt er sich etwa aus Versehen kleine Pfeile durch den Körper, bleibt er weiter in seiner Rolle, statt wie Mr Bean in Johnny English Fratzen zu ziehen oder wie Jackie Chan eifrig herum zu blödeln. Die Absurdheit der starren Coolness ist Punkt der meisten Gags, die daher durchweg lustig erscheinen.

Schaut man sich mal die Damen der typischen Actionkomödien an (Jennifer Love Hewitt, Natalie Imbruglia, Beyonce), haben sie alle drei Dinge gemeinsam - sie sind hübsch, agieren als Vernunft und - sind als Figuren langweilig und nichts mehr als Kleiderträger. Gut, Anne Hathaway ist in Get Smart recht ähnlich angesiedelt, aber irgendwie schafft sie es darüber hinaus etwas mehr zu sein. Zum einen ist sie erfreulicherweise sichtlich mehr drauf bedacht schauspielerisch als optisch zu glänzen, zum anderen steckt hinter der hübschen Fassade aber auch Talent, was in forcierten Schauspielszenen einer Beyonce Knowles eher ungünstig enden musste.

Peter Segal bringt im Film zwar hauptsächlich gewohnte Gags wie typische Pannen, Versprecher, Peinlichkeiten und lustige Unfälle, packt die aber so routiniert und rhythmisch gut hintereinander, dass es fast nie eintönig wird. Kurz vor Ende fängt es an ein wenig an Kraft zu verlieren, zieht dann am Ende aber noch mal an. Auch verschwendet er nie zuviel Zeit auf der Story, die lediglich als Gerüst für Maxwells Kaspereien arbeitet und sich nicht mit unwichtigen Szenen wie der einer Lovestory aufhält.

In ihren Nebenrollen haben Alan Arkin als prügelnder Chef und The Rock als Vorzeigeagent einige lustige Szenen, aber richtig gut dagegen sind Terry Crews und David Koechner als nervige Kollegen, die am laufenden Band ihr Fett wegkriegen und für viele Lacher sorgen. Grauenhaft dagegen sind Hiro aus Heroes und noch jemand, die als alberne Techniker so grausig albern sind, dass man sie nur in DVD-Sequels stecken sollte (Anmerkung: für genau ihre beiden Figuren gibt es übrigens ein Spin-off, dass den Namen Get Smart's Bruce & Lloyd out of Control trägt).

Insgesamt ein Film, den man sich auch noch auf DVD ansehen könnte, aber
wer gern im Kino lacht, der kann beruhigt reservieren.

Fazit:
Get Smart will das Rad nicht neu erfinden und ist grundsätzlich all das, was man schon zigmal in anderen Filmen dieser Art gesehen hat. Bis zum nächsten Volltreffer ala Jungfrau 40, männlich sucht... ist er dank Carrell und Hathaway aber bodenständige Familienunterhaltung.

6 / 10 

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