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Kritik:
G.I. Joe 2: Die Abrechnung


von Marco Steimels

G.I. JOE 2: RETRIBUTION
(2013)
Regie: John M. Chu
Cast: Dwayne Johnson, Channing Tatum, Adrianne Palicki, Bruce Willis, Lee Byung-Hun u.a.

Story:
Die Joes sind zurück, um den wahnsinnigen Cobra Commander von seinem Streben nach der Weltherrschaft abzuhalten. Nach einem Attentat sucht eine kleine Truppe um Roadblock (Johnson) nach ihren Ursprüngen und einen Weg, um Cobra zu stoppen.

Kritik:
Es lässt sich nicht verleugnen, dass der Kino-Erfolg der Transformers die Pforte für weitere Spielzeug-Verfilmungen geöffnet hat. Bekannte Namen, die Kindheitserinnerungen in den Kinogängern hervorrufen und sie massenweise in die Lichtspielhäuser strömen lassen. Dahinter verbirgt sich natürlich auch eine Menge an Potenzial. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die Joes die Welt erneut retten dürfen. 2009 kam G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra ins Kino und bot überzeichnete Action mit Spaßfaktor. Unter der Regie von Stephen Sommers (Die Mumie) war der Film war zwar kein finanzieller Erfolg, spielte jedoch genug ein um eine Fortsetzung zu ermöglichen. 

Eigentlich hätten die Joes ihren nächsten Einsatz viel früher antreten sollen, allerdings entschied man sich dafür, den Filmstart um mehrere Monate zu verschieben, um ihn nachträglich in 3D zu konvertieren. Das war dann aber auch schon alles was sich in dieser Zeit am Film getan hat. Von den angeblichen Nachdrehs ist nichts zu spüren und der Film befindet sich bis auf den Sprung in die dritte Dimension noch auf dem selben Stand wie im August. Um der Frage ob sich dafür der 3D-Aufpreis lohnt entgegenzukommen, muss man leider klar verneinen. In ein paar Szenen bietet es einen netten Mehrwehrt, verschwindet darüber hinaus aber in der Bedeutungslosigkeit.

Der Film setzt da an wo G.I. Joe 1 aufhörte. Duke (Channing Tatum) befehligt mittlerweile eine kleine Einheit an Joes, während der Cobra Commander und Destro in einem unterirdischen Gefängnis ausharren. Ein Wiedersehen mit dem Team aus dem Vorgänger gibt es nicht, lediglich Snake Eyes und Storm Shadow graben ihr altes Kriegsbeil in großartigen Kampf-Choreographien wieder aus. Ergänzt wird Dukes Einheit aber unter Anderen durch Roadblock (Dwayne Johnson), Lady Jaye (Adrianne Palicki) und Flint (DJ Cotrona), welche sich meist mit vollem Einsatz durch die Szenerien prügeln und schiessen. Aber auch die Terrororganisation Cobra hat Zuwachs zu verzeichnen, denn mit Firefly (Ray Stevenson) gesellt sich ein extrem cooler und mit Sprüchen um sich schiessender Charakter zum Cobra Commander, welcher ebenfalls eine großartige Präsenz abliefert und ein wenig an Darth Vader zu erinnern vermag (Ebenfalls großartig: Die Erklärung wie er zu seinem neuen Helm gekommen ist). 

Die Handlung springt ein wenig hin und her, bevor sie sich am Ende auf das Finale konzentriert, in dem (wie soll es auch sonst sein?) Cobra Commander die Weltherrschaft anstrebt. Neben Kampfeinsätzen verschleppt es den Zuschauer in die Berge wo auch der großartige Steilwandkampf zwischen den Ninjas stattfindet. Während der Plot sich entfaltet, wird auch noch ganz beiläufig eine Großstadt in die Luft gesprengt und das Team um Roadblock sucht in ihrer Verzweiflung nach dem Namensgeber der Einheit, gespielt von Bruce Willis, welcher jedoch viel zu wenig zu tun hat. Die Schauspieler machen ihren Job soweit gut, ohne dabei herausragend zu sein. 

Die Action ist zwar etwas handfester und bodenständiger als im Vorgänger, jedoch sind diese stellenweise extrem hektisch geschnitten und zu rar gesät. Der Film fühlt sich aber dadurch nicht überlang an und man nutzt auch die Zeit um ein paar Charakteren mehr Hintergrund zu geben. Die Story bietet 1-2 nette Twists, kann darüber hinaus aber nicht sonderlich überraschen. Regisseur John Chu versprach den Fans das G.I. Joe Feeling wieder zurück zu bringen, was ihm auch ein wenig gelungen ist. Alles fühlt sich bodenständiger an und weniger nach überdrehter Comic-Action, hat jedoch trotzdem noch ein paar kleine technische Spielereien in petto. Für den Ein oder Anderen mag dies jedoch eine seltsame Wandlung sein, da den beiden Filmen dadurch ein wenig die Stringenz fehlt.

Fazit:
G.I. Joe 2 ist gewiss ein Film der unterhalten kann, aber sich leider viel zu klein anfühlt. Er kann den Hunger nach einem Blockbuster nicht ganz stillen. Für Fans sicherlich ein mit Ausnahmen empfehlenswerter Film, aber weit unter dem was das Franchise und Genre-Kollegen zu bieten haben.

6,5 / 10

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